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TV-Remake: RTL-Winnetou darf nicht Winnetou heißen
RTL/ Nikola Predovic, RatPack

"Wo 'Winnetou' drauf steht, muss auch 'Winnetou' drin sein": Der Karl-May-Verlag hat sich vor Gericht gegen die RTL-Verfilmung unter den Original-Titeln durchgesetzt. Die Dreharbeiten hatten schon im August begonnen.

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limubei 25.12.2015, 14:49
80. Justiz lähmt sich selbst!

Zitat von nite_fly
Warum werden solche Klagen nicht einfach abgewiesen? Haben wir gerade nicht genug andere Probleme, und brauchen wir solche Klagen zusätzlich noch, um unsere Justiz weiter zu lähmen???
Und wird instrumentalisiert von Provinzpolitikern.

Denn Justiz, Steuern und Bildung sind Porvinzangelegenheit. Und so wird das dann auch gehandhabt in Deutschland.

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albert schulz 25.12.2015, 16:23
81. Sissi, nur halt mit Indianern

Zitat von loeweneule
,... eine überhebliche Publikumsbeschimpfung.
Das Oeuvre Karl Mays trieft nur so von Moralin, extrem unappetitlich. Dagegen ist Böll noch harmlos. Wenn jetzt noch die Privaten dran arbeiten, mutieren die Sachen zu reinen Betroffenheitsorgien, mit edlen Gefühlen und Taten noch und nöcher. Eigentlich ist das so schlimm nicht. Es gibt genügend Menschen hierzulande, die zusammengeschusterte Märchen lieben. Sie bauen so schön auf. Während des Zweiten Weltkriegs wurden nur solche Schmonzetten gezeigt.

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jal1988 25.12.2015, 23:57
82.

Wenn ich den Artikel richtig interpretiere, dann geht es nicht um die Frage, ob Winnetou Winnetou heißen darf, sondern ob die Filme ihre ursprünglich geplanten Titel behalten dürfen. Dann finde ich die Überschrift des Artikels aber mindestens unglücklich, um nicht zu sagen irreführend, um Aufmerksamkeit zu ziehen!

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mrerenoth 26.12.2015, 02:29
83. Wozu Neuverfilmungen?

Es gibt die Filme schon. Es sind Klassiker. Man muss diese nicht nochmal neu wiederkäuen. Es ist traurig, wenn ein Sender sich an Klassikern vergreifen muss, weil es an eigenen kreativen Ideen fehlt. In den USA laufen z.B. richtig gute Serien, bei uns läuft unter der Woche zu 90% nur Mist. Ich schaue genau deshalb fast überhaupt kein Fernsehen mehr. Kommerzielle Streaming-Unternehmen bieten heute einfach das bessere Programm.

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moev 26.12.2015, 20:33
84.

Zitat von hellojohn
Und heute wird die falsche und verzerrende Darstellung der Native Americans
Dann müsste man auch 95% der Mittelalterfilme anprangern

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biber01 27.12.2015, 21:28
85. @hellojohn

Hallo!
Auch Karl May hat sich seine Indianerkultur selbst gebastelt. Die Darstellung der Indianer in seinen Buechern entsprach eben nicht der Realitaet. Eine realistische Darstellung der Apache zu Karl Mays Zeiten haette die Leser garantiert nicht so begeistert. Von daher agiert RTL aehnlich wie Karl May.
Trotzdem habe ich als Kind seine Buecher verschlungen;-)

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helisara 27.12.2015, 22:38
86.

Na ja, der größte Teil dessen was aus Hollywood kommt ist auch nur unrealistischer Blödsinn. Die allermeisten Hollywoodwestern sind nicht realistischer als Karl May. Es gibt eigentlich nur eine Handvoll wirklich guter Western aus Hollywood (die mit John Wayne, Gary Cooper oder James Stewart). Die allermeisten Hollywoodwestern waren B-Movies mit schlechten Schauspielern, Indianer wurden meist von Weißen dargestellt und das nicht gerade liebenswürdig. Erst durch die Italiener lernten die Amerikaner realistische Western zu machen. Ironischerweise dienten die Karl-May-Filme als Inspiration für die Italo-Western.

Wenn Amerikaner nichtamerikanische, bzw. Stoffe aus dem nichtenglischsprachigen Raum verfilmen, wird es auch da peinlich. Die diversen Anna-Karenina-Filme, die "Brüder Karamasow" (Yul Brunner und Maria Schell!), "Clara Schumanns letzte Liebe" (besser "Frühlingssinfonie" anschauen, trotz Grönemeyer), oder natürlich die Darstellung Deutschlands (Ost- und West) in diversen Agentenfilmen, sind einfach nur graulich.

Die Lederstrumpfromane von James Fenimore Cooper mögen als authentisch gelten (und sicher authentischer als die Bücher von Karl May), sind es aber letztendlich auch nicht. Cooper hat auch nur in seiner Studierstube gesessen und seine Phantasie (inspiriert durch diverse andere Bücher) schweifen lassen.

Jules Vernes ist ganz nett, aber auch kein wirklich großer Schriftsteller und war nebenbei Rassist und Nationalist.

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