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TV-Serie "The Crown": Die Queen verdiente weniger als Prinz Philip
AP/Netflix

Schauspielerin Claire Foy spielt die Hauptrolle in "The Crown". Nun gestanden die Produzenten der erfolgreichen Netflix-Serie: Sie bekam weniger Gehalt als ihr Co-Darsteller Matt Smith.

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DrBio 27.03.2018, 18:55
60. keine Titel

Es ist immer wieder amüsant, wie intensiv sich Menschen mit einen Thema auseinandersetzen, was zum Großteil aus einem statistischen Artefakt entstanden ist. Das Gender Pay Gap im Sinne von "Frauen verdienen 20% weniger als Männner" gibt es so nicht, sondern ist einer Statistik geschuldet, die stark gebiast ist, weil die Datengrundlage den meisten Menschen nicht bekannt ist. Hier nachzulesen: https://www.heise.de/tp/features/Ten-Years-Gender-Pay-Gap-Mistake-Ein-Irrtum-wird-zehn-Jahre-alt-3652060.html?seite=all. Dort wo es Tarifverträge gibt, gibt es de facto keinen "Gender Pay Gap", weil die Eingruppierungen an der Qualifikation und Tätigkeitsbeschreibung hängen. Das ist unabhängig von Mann oder Frau. Unterschiede entstehen dann durch Voll- vs. Teilzeit oder zusätzliche Überstundenvergütung. Außer- oder Übertarifliche Bezahlung ist VERHANDLUNGSSACHE.
Weiterhin handelt es sich hier bei Schauspielern umd FREIBERUFLER. Die verhandeln ihre Gagen selber und frei. Genauso wie jeder Handwerksbetrieb etc. Wenn es keine Schauspielerinnen gäbe, die die Rollen zu diesen "lächerlich niedrigen" Gagen annehmen würden, müßten die Produzenten auch höhere Preise zahlen. Hollywood ist ein freier Markt, wo der Preis nach Angebot und Nachfrage geregelt wird. Schauspieler verkaufen in erster Linie ihr Image und der Preis regelt sich in erster Linie nach der Zugkraft Menschen ins Kino zu locken. Männliche Schauspieler verdienen auch deshalb oft mehr, weil sie früher als ihre weiblichen Kolleginnen angefangen haben, neben der reinen Gage sich auch Gewinnbeteiligungen in die Verträge schreiben zu lassen oder gleich als Produzenten mit auftreten. Bestes Beispiel hier Robert Downey Jr. bei den Iron Man Filmen.
Anmerkung noch zu Kommentar 58 (glaub ich zumindest): Chris Pratt war zum Zeitpunkt von Passengers vllt. etwas unbekannter als JL, aber er hatte grad 3 sehr erfolgreiche Filme zuvor gedreht (Guardians of the Galaxy (Hauptrolle), Jurrassic World (Hauptrolle) und Die Glorreichen Sieben). Also nicht völlig unbekannt ;-). Komischerweise hat man von ihm keine Beschwerde gehört, daß er weniger verdient hat als JL. Vllt. hat er aber auch erkannt, daß man bei den Summen über die hier geredet werden, es keinen großen Unterschied mehr fürs Lebensglück bedeutet, ob man 13 Mio oder 20 Mio verdient (Spekulation von mir). Da kann man auch mal mit weniger zurechtkommen.

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