Forum: Kultur
Twitter-Kommentare zum Tukur-"Tatort": Wagner in Wiesbaden
ARD

Der "Tatort" "Im Schmerz geboren" bot zu den Klängen von Verdi und Wagner Elemente von Shakespeare bis Tarantino, von "Breaking Bad" bis Truffaut, von "Sin City" bis Sergio Leone. Ein Triumph für den Hessischen Rundfunk, auch bei Twitter.

Seite 1 von 5
baiki 12.10.2014, 23:21
1. pures sehvergnügen

Ich habe schon lange keinen Tatort mehr so genossen - für mich der beste deutsche fernsehfilm überhaupt dieses Jahr. Ohne biedere revierscherze und didaktische mission, dafür mit einer geballten, postmodernen inszenierwut. Die ganzen Zitate und Anleihen - Tarantino, Coens, Lars von Trier, Kubrick - waren ein Heidenspaß, die Schauspieler exzellent.
Dickes Lob und weiter so!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hunter76 12.10.2014, 23:22
2. Der großartigste....

...Tatort, den ich jemals sah. Überragende Darsteller, allen voran Ulrich Tukur und Ulrich Matthes. Klassisches Thema von Liebe, Freundschaft und Rache ästhetisch verpackt und fernab von gängigen Mustern in einem farbenreichen Stilmix in Szene gesetzt. Grosses Kino am Sonntag.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
McNess 12.10.2014, 23:29
3. Das war kein Tatort ... das war

Selbst wenn ich mich noch so sehr anstrenge erinnere ich mich an keinen Tatort, der mich mehr in seinen Bann gezogen hat als der heutige ... bislang war mir Tukur immer etwas zu "esotherisch"- heute habe ich mich angenehm an "Kill Bill" erinnert gefühlt und war begeistert ... das zu toppen dürfte sehr sehr schwer werden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
evamariar 12.10.2014, 23:43
4. Ach Gottchen....

...ein "Tatort" für Theaterkritiker,
der aus jeder Pore sein "wir stehen ja intellektuell weit über dem normalen Durchschnittstatortgucker" atmete.
Bißchen sehr viel von dieser klugscheißerischen Arroganz, die einem ja auch manchen Theaterbesuch vergällt.
Bei soviel Angestrengtheit helfen dann nicht mal beste Schauspieler.
Und vor lauter "was ich auch noch kenne" lagerten sich dann Tarantino, Shakespeare, Thomas Mann und alle sonstigen zu Tode Zitierten blass neben die selbst Til Schweiger schlagenden Leichenmassen.
Bloß die göttlich pragmatische Frau Wächter wuchs einem zunehmend ans Herz.
Den Rest konnte man getrost vergessen und jenen Festivals überlassen, die sowieso nur von Kritikern besucht werden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Mut_zur_Aufrichtigkeit 13.10.2014, 01:05
5. politisch korrekt

Vor kurzem hat sich doch Ulrike Folkerts über ihre Rolle beim tatort beschwert. Sie als Frau müsse immer auf der Seite der Schwächeren sein und immer mitfühlend. Täter sind immer deutsche und dürfen keine Ausländer sein. Opfer hingegen anders herum. Die Realität wird dort verzerrt dargestellt - sagt eine Schauspielerin, die in der Serie mitspielt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Toll-s-toy 13.10.2014, 01:14
6. Das Drehbuch gab den Ton.

Bei dieser Galerie von Darstellern könnten wir nicht weniger erwarten. Sogar die Nebenrollen waren phantastisch besetzt.
Regie (Florian Schwarz) und Drehbuch (Michel Proehl) außergewöhnlich anspruchsvoll.
Ohne die tolle Musik wären die Schießszenen unerträglich tarantinisch gewesen.

Mehr Stoff in der Art braucht der Tatort.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Toll-s-toy 13.10.2014, 01:23
7. Das Drehbuch gab den Ton.

Bei dieser Galerie von Darstellern könnten wir nicht weniger erwarten. Sogar die Nebenrollen waren phantastisch besetzt.
Regie (Florian Schwarz) und Drehbuch (Michel Proehl) außergewöhnlich anspruchsvoll.
Ohne die tolle Musik wären die Schießszenen unerträglich tarantinisch gewesen. Zuviel Blut.
Mehr Stoff in der Art braucht der Tatort.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mimamausebär 13.10.2014, 04:36
8. Grausam, einfach nur grausam

Einer Geschichte, wie sie flacher und vorhersehbarer nicht sein könnte (andere Tatorte aus dem Vergleich ausgenommen), versucht dieser Tatort mit penetranter Filmmusik, Erzähler-Rolle und Theater-Referenzen einen kulturellen Anspruch einzuhämmern.

Bildungsbürgerlich? Vielleicht, wenn man das am Prinzip "mehr Schein als Sein" festmacht.
Hochkultur? Nein, denn schauspielerische Qualität lässt sich nicht durch geübtes Rezitieren ersetzen.

Einzig die Szene mit dem Laser-Zielgerät verdient etwas Lob für die Idee. Eine Idee, die aus geometrischen Gründen leider nicht plausibel umgesetzt werden kann, die Geschichte nicht voran bringt und deshalb lieber wieder fallengelassen worden wäre. Für mich eine harte Landung nach einem Wochenende mit einer "Homeland"-DVD-Box.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
francesco_meint 13.10.2014, 07:12
9. tiefe Verbeugung

Ich höre weder klassische Musik, noch gehe ich ins Theater. Nach diesem Tatort habe ich das Gefühl schon viele Jahre etwas verpasst zu haben. Danke HR

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 5