Forum: Kultur
Über Kriminalität berichten: Ausländer sind Ausländer sind Ausländer...?
ARMANDO BABANI/EPA-EFE/REX

Bei Straftaten wird öfters die Herkunft der Täter genannt. Nur: Was sagt das aus? Die Idee einer herkunftsbedingten Kriminalitätsneigung ist Schwachsinn - und der Umgang vieler Journalisten damit unprofessionell.

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friedrich_eckard 08.08.2019, 10:21
130.

Zitat von toliphe
Danke!!! Endlich, sachlich, unaufgeregt. Mehr gibt es zu dem Thema nicht zu sagen. ... natürlich gibt es in Punkto Integration jede Menge zu tun.
Ich schliesse mich Ihrem Dank vorbehaltlos an... viele Reaktionen hier zeigen aber leider, dass Frau Atamann Perlen vor die.... Wähler der Krrrräfte derrr nationalen Errneuerrrung geworfen hat. Bei Ihnen, bei mir, bei manchen anderen hat sie offene Türen eingerannt - ich selber, der ich mich im Laufe meines Lebens schon aus beruflichen Gründen ein wenig mit Kriminologie zu befassen hatte habe aus diesem Text nichts Neues gelernt, was aber überhaupt nicht gegen ihn spricht.

Eine rationale Diskussion dieses Themas, die dringend geboten wäre, scheint aber inzwischen unmöglich geworden zu sein. Wo nur noch auf Ressentiment, auf das Herrenmenschentum zutiefst subalterner Erscheinungen und auf die Unfähigkeit / mangelnde Bereitschaft zum logischen Denken spekuliert, wo, um gutdotierte Parlamentsmandate abzugreifen, nach der von Erich Kästner beschriebenen Methode verfahren wird:
"...Ihr werft dem Tier im Menschen Futter hin,
Damit es wächst, das Tier tief in euch drin!
Das Tier im Menschen soll den Menschen fressen."
dort sollte man als Nicht-Troglodyt den unfruchtbaren Ehrgeiz aufgeben, Recht zu behalten - man sollte sich nur noch durchzusetzen suchen.

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oldsiamsir 08.08.2019, 10:24
131. zum gruseln

Die Kommentare zu dem Artikel sind regelrecht zum gruseln. Als Optimist gehe ich davon aus, dass AfD und andere rechtsextreme Gruppen ihre Mitglieder und Anhänger intensive mobilisieren, um fremdenfeindliche Kommentare in Foren wie diesen hier zu schreiben und es sich demnach nur um eine kleine, dafür aber umso lautere Gruppe handelt. Meine Hoffnung bleibt, dass die hiesige Gesellschaft zum weit überwiegenden Teil die teilweise hetzerischen Ansichten, die in vielen Beiträgen zum Ausdruck kommen, nicht teilt. Die Kommentare belegen, warum es wirklich in den meisten Fällen sinnvoll ist, auf eine weitgehende Täterbeschreibung zu verzichten.

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egbert_sass 08.08.2019, 10:26
132. Leider total falsch

Zitat von Apple-Kenner
Hallo Frau Ataman, danke für die ausführliche Erläuterung. Sie wäre eigentlich obsolet, da das Presserecht ausdrücklich verbietet, auf die Herkunft eines mutmaßlichen Täters einzugehen, wenn sie für die Berichterstattung über die Tat nicht relevant ist. Es ist schockierend, dass die AfD inzwischen schon die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten zu regelmäßigen Verstößen getrieben hat! Es bleibt nur die Beschwerde beim Presserat; wobei das inzwischen ein Vollzeitjob wäre!
Fakenews im Brustton der Überzeugung verbreitet. Warum? Der Presserat gibt lediglich Empfehlungen heraus. Diese einzuhalten - oder auch nicht - ist völlig freiwillig. Denn der sogenannte Pressekodex besitzt keinerlei Gesetzeskraft und ist darum juristisch nicht bindend.

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misterknowitall2 08.08.2019, 10:31
133. Freundlich...

Zitat von jo.doe
Sehr geehrte Frau Ataman, Sie betreiben hier gerade das was sie so vehement anprangern. Populismus. Zwar links und nicht rechts aber doch Populismus. Ein Mensch, egal welcher ethnische Herkunft ist natürlich nicht per se kriminell. Aber Menschen, die mit krimineller Absicht nach Deutschland kommen müssen davon abgehalten werden. Das geschieht in anderen Ländern durch Grenzkontrollen, Überwachung und Datenaustausch. Und hier kommt Frau Merkel ins Spiel. Sie hat illegal (die Kanzlerin hat nicht Befugnis hierzu!) die Grenzen geöffnet. Und selbst Sie können mir nicht klar darstellen wie ein Mensch, der gar nicht hier sein dürfte, eine Straftat verüben kann. Und das dieser psychisch krank ist liegt in der Natur des Verbrechens. Gesunde Menschen verüben nur aus der Not Verbrechen. Not leiden Asylbewerber aber nicht denn sie sind ja in einem sicheren Land. Leider und das meine ich auch so ist anscheinend die AFD die einzige Partei die das kapiert hat.
aber nicht richtig.

Vorweg: Das ist kein Populismus sondern ein Kommentar. Populismus muss einem, meist politischen, Zweck dienen. Dabei bedient man sich einer emotionalen Ebene und entsprechender Rhetorik. Man beruft sich auf das Volk und den gesunden Menschenverstand, auch wenn beides außen vor bleibt.
All das sehe ich in diesem Kommentar nicht.

Sie können nicht erkennen, ob ein Mensch kriminelle Absichten hat. Das wird er weder bei der Passkontrolle noch sonst wo zugeben, auch wenn man noch so kontrolliert, überwacht und Daten austauscht (niedlich, mit wem denn, den Herkunftsländern?).

Die Kanzlerin hat entsprechend ihre Befugnisse rechtens gehandelt. Da gab es nichts zu beanstanden. Ansonsten hätte die AfD doch jeden Hebel gezogen, um Merkel vors Gericht zu ziehen. Sehen Sie, alles legal.

Ja, ich finde auch, dass es Straftäter nicht geben sollte, leider gibt es aber schlechte Menschen, die das anders sehen. Zur Information: die meisten Straftäter in Deutschland sind Deutsche. Ich hoffe das beruhigt sie ein wenig.

Asylbewerber leiden keine Not? Wie würden sie das nennen, wenn sie in einer Massenunterkunft in einem Fremden Land mit anderen Fremden fast unwürdig in ein Lager gesperrt werden, eingeschränkte Bewegungsfreiheit haben, ständig von den Einheimischen verfolgt, verdächtigt und bedrängt werden, nicht arbeiten dürfen, ihnen jeden Tag deutlich gemacht wird, das sie hier nichts wert sind. Wo man ihnen den Dreck unter den Fingernägeln nicht gönnt, wo man schräg angeguckt wird, nur weil die Hautfarbe eine Andere ist. Wo sie die Sprache nicht beherrschen usw. usf.

Die AfD hat diesbezüglich gar nichts verstanden, sondern wählt einen Weg, der schon mal zu nichts geführt hat als in die Katastrophe.

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m.s.schneider 08.08.2019, 10:32
134. Willkommen in der Vergangenheit

Ob jemand zum Straftäter wird oder nicht, hängt nicht von seiner Herkunft ab, sondern vom Rechtssystem, das festlegt, was ein Straftäter ist. Alles Weitere ist Kaffeesatzlesen und statistische Jonglage. "Ethnie", "biodeutsch", "Genetik", dieser ganze Kram ist abgeklopft, dummes Zeug, das munter Kategorien vermischt, durcheinanderwirft und neu zusammenbastelt. "Biodeutsch" gibt es nicht: es gibt einen Personalausweis, auf dem die Nationalität steht, sonst nichts. Mit der "Ethnie" ist es genauso, ebenso mit "Volk", "Stamm" und diesen ganzen Neorassismen, die, was der Phrenologe früher gemacht hat, neu auflegen und die Ressentiment-Maschine am Laufen halten und heiß und heißer werden lassen. Am Ende landet man am Anfang: Das Rechtssystem legt fest, was ein Straftäter ist.

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caljinaar 08.08.2019, 10:34
135. Augenwischerei

Finde nichts daran verkehrt wenn man die Nationalität in Nachrichten berichtet. Bei Nachrichten geht es um eine möglichst umfassende Berichtserstattung. Wenn bei über irgendetwas berichtet wird geht ein normaler Mensch erstmal davon aus dass die Beteiligten Deutsche sind, schliesslich ist dass die größte Bevölkerungsgruppe. Das Abweichungen von diesem "normalfall" in den Berichten erfasst werden finde ich legitim, um ehrlich zu sein würde ich es sogar eher für rassistisch halten wenn man auch immer sagen würde dass ein Deutscher Täter/Opfer ist, denn damit würde man den Ausländern vorwerfen dass die mit einer deutlich geringerem Anteil der Bevölkerung einen gleichen Anteil an den begangenen Straftaten hat.

Interessant ist aber auch der Umgang mit Statistiken wie der Absatz mit den deutschen Straftätern in Österreich zeigt. Oberflächlich sind die deutschen dort zwar auf Platz 2 der Kriminaldelikte, jedoch gibt es dabei 2 Punkte die man unbedingt berücksichtigen sollte: Und zwar die schiere Anzahl der Migranten.
Es gibt in Österreich überproportional viele Deutsche (186.841 - 2018), während die zweitgröste Migrantengruppe Serbien (120.174 - 2018) ist. Wenn man also die Anzahl der Straftaten in Relation zu dem Anteil in der Bevölkerung berücksichtigt sind die Deutschen dort unterrepräsentiert, bzw die wahrscheinlichkeit dass dein deutscher Zuwanderer Kriminell ist ist geringer als dies bei fast allen anderen Zuwanderergruppen der Fall ist.
Der zweite Punkt ist die Art des Verbrechens. Zwar ist ein Verbrechen ein Verbrechen und dies gehört in jedem Fall bestraft, aber subjektiv finde ich Steuerhinterziehung, oder andere Wirtschaftsverbrechen nicht so schlimm wie Gewaltverbrechen oder auch Eingriffe in die Sexuelle Selbstbestimmung.

Meine Zahlen habe ich aus der im Artikel verlinkten Polizeilichen Kriminalstatistik sovie dem Österreichischen Statistischen_Jahrbuch 2018.

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exilberliner81 08.08.2019, 10:41
136.

Zitat von genervterbuerger
Danke für diesen differenziert und sachlich geschriebenen Beitrag. Wie lange noch will sich die breite Mehrheit der Bevölkerung von ein paar braunen Rattenfängern vor sich hertreiben und den Diskurs bestimmen lassen?
Sie finden, dass wir in einem Land leben mit "geschlossenem Bildungssystem"? Bei uns kann man kostenlos studieren. Das duale Ausbildungssystem ist einzigartig auf der Welt und bietet vor allem Geflüchteten eine Chance, bei uns anzukommen. Der letzte Absatz des Artikels ist an Undifferenziertheit nicht zu überbieten.

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HansGluck 08.08.2019, 10:42
137. Am besten zwei Statistiken führen

Zwei Statistiken. Eine über Inländer und die zweite über Ausländer.
Das wäre aussagefähig.
Den Fall von Frankfurt heranzuziehen weil angeblich Schweizer ist absolut verfehlt da der Täter psychisch krank war und und der Schweiz auch gesucht wurde.
Wie sollten besser über Verbrechen reden die durch kulturelle Unterschiede anders bewertet werden.
Heißt was bei uns als Verbrechen angesehen wird ist in anderen Kulturen geduldet.
Wir alle sollten ehrlich sein in der Bewertung und aber in der Konsequenz.

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NotSoGood 08.08.2019, 10:43
138. Natürlich ist die Herkunft wichtig

Ich denke nicht, dass die Herkunft irgendeinen Anhaltspunkt bzgl. der individuellen Neigung einer Person zur Kriminalität geben kann. Aber die Herkunft sagt zum einen etwas über die Chancen einer Person in einer Gesellschaft und zum anderen über die frühere Lebenssituation aus.

Wer in einer Gesellschaft wesentlich schlechtere Chancen hat - z.B. durch seine Hautfarbe - hat ein entsprechend höheres Risiko straffällig zu werden.

Wer aus einer Kriegssituation kommt oder aus einem Land, in dem die sozialen Regeln sich von den unseren fundamental unterscheiden - auch der wird ein höherer Risiko haben, dass er auf die schiefe Bahn gerät.

Wenn eine Gesellschaft nicht fähig oder Willens ist, Menschen aus solchem Hintergrund eine echte Chance zu geben, dann ist die Frage abwegig, ob man die Zuwanderung aus solchen Herkunftsländern nicht besser abblockt. Ich kann nicht jemanden aufnehmen und ihn dann am ausgestreckten Arm verhungern lassen. Dann sollte man besser ehrlich sein ...

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misterknowitall2 08.08.2019, 10:43
139. Oh je.

Zitat von robin-masters
schade das, das Problem mit der Ausländerkriminalität nicht weiter verschwiegen werden kann und genau die Deutschen sind natürlich schuld an dem Problem... genau wie die Deutschen so an ziemlich allem Schuld sind inkl. Klimaerwärmung. Dieser Kommentar trieft nur so vor linken Ressentiments und Klischees und einer Weltsicht die zumindest in Sachsen über 50% (CDUund AfD) nicht mehr hören wollen. Warum verweigert man Konsequent auch Mal die Schuld beim Täter zu suchen und mangelnde Integration zu unterstellen sowie eine Machokultur in der Frauen sexuell verfügbar sein müssen...?? Zudem muss man fragen wie man unsere offene Kultur dann verteidigen möchte wenn es keine Grenzen gibt? Alles Dinge die man mit linken Argumenten nicht lösen kann weil man unterstellt es gibt nichts zu verteidigen und die deutsche Kultur existiert nicht bzw. ist schädlich.
was für ein Problem mit Ausländern? Es gibt etliche Studien zu dem Thema und es ist einfach nicht richtig, was sie sagen.

Und genau deswegen wird die Nationalität nicht mehr genannt. Weil es von rechten Kräften immer wieder ausgeschlachtet wird, obwohl die Nationalität für das Geschehen belanglos ist.

Wenn ich mir die Statistik anschaue, sind die meisten sexuellen Straftaten von Deutschen verübt worden. Alles gut, Deutsche vorne.

Die Grenzen sind ja noch da......keine Angst, Deutschland bleibt definiert. Nur diese nutzlosen Kontrollen sind weggefallen. Oder glauben Sie, sie können einen Sexualstraftäter durch Grenzkontrollen aufhalten?

Deutsche Kultur? Ich weiß, was darunter zu verstehen ist. Sie auch? Bitte, lassen Sie sich mal aus, was macht die deutsche Kultur aus und wie ist sie gefährdet durch offene Grenzen?

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