Forum: Kultur
Überbehütete Kinder: Pass auf, Vorsicht, alles ist gefährlich!

Sonnenlicht, Keime, Fahrradfahren ohne Helm, über Zäune klettern: Das alles muss ja nicht sein. Man kann doch den Innenhof mit Schaumgummi auslegen. Oder das Kind ganz vor der Außenwelt abschirmen. Eine Horrorvision.

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waldlergeist 23.03.2014, 13:42
20. Sie kann es noch

Mit eleganter Lässigkeit einen solch gelungenen Artikel kreieren. Wieder richtig schön - vom Inhalt mal abgesehn.
Wahrscheinlich sind Eltern die größte Plage der Kinder.
Erziehung lief früher nebenbei:
"Von dem Pfarrer haltet euch lieber fern" - ohne nähere Erklärung.
"Dann schlag doch zurück, wenn er dich getreten hat."
"Deinen zwei Brüdern haben die Sachen auch gepasst (Samtanzug zur Kommunion!).
Manchmal die Hölle und oft purer Geld- und Zeitnot geschuldet.
Als Ausgleich durften wir einfach leben.

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na!!! 23.03.2014, 13:43
21. wer sehn will wie blöd manche Eltern

Wirklich sind. Sollte mal in das wkw reinschauen.... Das ist noch schlimmer als Facebook... Was mann da sieht und liest auf den Seiten von Eltern lässt fragen ob die ihren verstand abgegeben haben als sie Eltern wurden. Dazu eine gräftige Portion jammerei.... Weil der Staat nicht 100% der kinderkosten übernimmt. Und reichlich Schwachsinns Sprüche gepostet wie z.b. Der beliebte Spruch...teile das wenn du stolze Mutti bist oder wenn du dein Kind über alles liebst usw. Das die derart einfach geleitet werden raffen die gar nicht..... Voll von Kitsch und blind für das was selber mal cool war. Ehrlich, die seiten einiger Eltern. Besonders dicker unattraktiver Frauen, mütter zeigen sehr genau wie die ticken! Furschtbar.

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calido46 23.03.2014, 13:47
22. Und das schlimmste ist

daß es solche Eltern wirklich gibt, wie ich in meiner Verwandtschaft leider erleben muß! Daß die Buben nicht in Watte gepackt werden ist alles.
Zu uns dürfen sie nicht mehr kommen - wir haben Hunde! (Ihhh, Bazillen, Würmer und was diese "gefährlichen Tiere" sonst noch haben!) Außerdem spielen unsere Kinder im Garten. Geht gar nicht, denn Garten = schmutzig.
Hilfe, ein blauer Fleck - sofort mindestens den Rettungshubschrauber ordern! Deshalb: kein Fahrrad oder Roller, kein Fangenspielen, dafür Klavier - und Geigenunterricht (da wird man auch nicht schmutzig), Fußball ist untersagt (O-Ton = Proletensport!), Tennis geht gerade so!
Mir tun die Jungs einfach nur leid, wenn sie mit großen Augen und in der Sonntagsmontur den anderen Kindern beim Spielen zusehen müssen!

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Blaue Fee 23.03.2014, 13:47
23. Nun ja...

Es kommt ja wohl auch auf die Umwelt an:
in Deutschland auf dem Land, d.h. am Stadtrand Würzburgs mache ich mir keine Gedanken, wenn mein Kindergartenkind mit einem Nachbarsjungen auf der Spielstraße unterwegs ist, in Mexico City hingegen geht das nicht. Hier haben öffentliche Kinderspielplätze sowie Schulen Wachpersonal und Kinder müssen zu Freunden gefahren werden.
Fast 20000 verschwundene Kinder in den letzten sechs Jahren, die oft Müttern in Supermärkten oder in U-Bahn-Stationen entrissen werden, erfordern andere Maßnahmen.

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firenafirena 23.03.2014, 13:58
24. Gähn

Völlig überflüssiger Artikel, der lediglich die ewige "früher war ja alles besser"-Fraktion auf den Plan ruft. Es mag ja sein, dass einzelne Aspekte auf einige Familien zutreffen, aber wohl kaum alles. Die Kinder früher hatten andere Freiheiten, aber auch gesellschaftliche Einschränkungen, die es dafür heute nicht mehr gibt. Ich kenne zahlreiche Familien, die ihre Kinder auch heute noch völlig ohne Hysterie und übertriebener Fürsorge groß ziehen, angepasst an die heutigen Zeiten (so wie sich die Eltern früherer Generationen auch angepasst haben). Und manche Kritik-Punkte sind einfach nur lächerlich. Als ob das Tagen eines Fahrradhelmes das Ende der Kindheit bedeuten würde! Das ist so normal wie das Anschnallen im Auto. Stört das jemanden?

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nunu-na 23.03.2014, 14:03
25. optional

Wenn ich heutzutage einige Mütter sehe, frage ich mich wirklich, wie ich überlebt habe, ohne zehn verschiedene Desinfektionsmittel in der Handtasche meiner Mutter, mit den Nachbarskinder spielend in dem kleinen Wald und dem größeren Feld hier zwischen den Häusern, mit einer Höhle und mindestens drei Verstecken zwischen großen Büschen, wo wir Schnecken gesammelt haben oder auf Bäume geklettert sind und Staudämme an dem Mini-Bach gebaut haben. Die Eltern wussten immer, wie lange und mit wem wir unterwegs waren, aber dann hieß es "auf dem Feld" und dann waren wir da "irgendwo". Da ist keiner kontrollieren gekommen. Und zur verabredeten Zeit kam man zurück, manchmal mit einem Kratzer, öfter mal ein bisschen dreckig (dafür hatte man ja die "Draußen"-Klamotten) und vor allem meistens müde und ausgetobt. Und obwohl man nicht 100% keimfrei war, mal vom Fahrrad ins Rosenbeet geflogen ist, mindestens einmal im Jahr von einer Wespe gestochen wurde und nicht immer unter elterlicher Aufsicht war, ist doch alles gut gegangen.

Letztens saß ich in der Eisdiele, Mutter bestellte für Kind im frühen Grundschulalter natürlich laktosefrei und als aufgegessen war, wollte der Junge natürlich gerne mal zu den anderen Kindern auf der großen Wippe - und man hat der Mutter angesehen, dass sie nach einem guten Grund suchte, warum das jetzt nicht geht ("Weil da sind ja jetzt die anderen Kinder" wurde es dann - aha.) Meine Freundin und ich hatten echt Mitleid mit dem Kind...

Die Welt ist doch auch wirklich nicht gefährlicher geworden, die Menschen sind auch nicht kranker geworden. Nur überempfindlicher. Am besten in Watte packen und mit der Sakrotanflasche bewaffnet nebenher laufen.

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xcountzerox 23.03.2014, 14:03
26. frau berg

was sie da, wohl beabsichtigt etwas sarkastisch anmutend, beschreiben, ist die bittere realität für viele kinder, die eher ältere, meist wohlsituierte eltern haben.

aus meinem familienkreis kenne ich die von ihnen beschriebenen situationen bestens. das kind wird geboren als der vater 45+ und die mutter 30+ sind. von anfang an wird das kind behütet und gepflegt, darf in der sonne gar nicht rumlaufen, nicht im sand spielen, jeder schritt wird überwacht. das kind wird von anfang an in die erwachsene und vermögende umgebung der eltern eingeführt, mit starkem fokus auf etikette am tisch und im umgang.

mit dem kind werden vom jüngsten alter an gespräche über gesellschaftliche, kulturelle und politische themen geführt, damit es sich dann in der erwachsenen umgebung eloquent zeigen darf. das tut das kind immer. von den umgebenden teils belustigt, teils bewundert betrachtet, kann das kind selbstsicher den hummer bestellen und versteht sich instinktiv in die erwachsene welt der restaurants und ausstellungen der metropolen der welt einzufügen. sobald aber ein anderes kind den raum betritt, wird das kind förmlich steif, fast gelähmt und die fasade bröckelt, weil das kind plötzlich seine ganze aufmerksamkeit dem anderen widmet, dieses aber von dem auftritt des protagonisten vollkommen unbeeindruckt, ja gelangweilt ist.

das kind hat durch seinen werdegang stark unterentwickelte motorische fähigkeiten. als es mit 10 jahren in einen freizeitpark mitgenommen wird, versucht das kind kletterseilkonstruktionen zu erklimmen und scheitert schon auf einer höhe von 1 meter, während sogar 3-4 jährige unbekümmert und angstfrei an ihm vorbeiklettern. das enttäuscht das kind umsomehr und bringt sein selbstbewußtsein auf den tiefpunkt. erst nach weiteren besuchen des parks lernt das kind schritt für schritt seine grenzen auszutesten und zu erweitern, dank der sonstigen "bodenständigen" famillienmitglieder.

auf der eliteschule, die das kind selbstverständlich besucht, wird es zu einem der klassenopfer, zusammen mit restlichem 1/3 der kinder aus ähnlichen familien- und erziehungsverhältnissen. es reagiert oft mit cholerischen anfällen, die es zuhause bei den eltern seit frühester kindheit miterlebt hat. nach aussen aber musste die harmonische fasade immer bestehen.

als das kind in den stimmbruch und die pubertät kommt, verstirbt der vater und das kind bleibt mit einer stark überforderten mutter, die sich nicht anders zu helfen versteht, als das kind in ein internat zu schicken. dort wird es in einen existenzkampf unter den einwohnern geworfen, der einem vernichtungskrieg gleicht, ohne jegliche erfahrung sich durchzusetzen oder zu wehren.

open end...

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Nicola54 23.03.2014, 14:04
27. Vielen Dank!

Ich bin sehr dankbar für diesen Beitrag. Ich habe meinen Sohn vor 20 Jahren "wilder" aufwachsen lassen und für viel Kritik von anderen Eltern (vor allem Mütter) einstecken müssen. Heute bereitet mit Bauchschmerzen, dass in amerikanischen, aber auch in deutschen Familienserien mehr oder weniger auffällig propagiert wird, dass man seine Kinder immer Auge behalten muss, weil man sonst keine gute Mutter sei, sondern sein Kind vernachlässige.

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Phil2302 23.03.2014, 14:05
28.

Ich halte das für Unsinn, war klar dass wieder Leute hier Kommentare abgeben, die der "früher war alles besser"-Fraktion angehören. Es gab früher genauso wie heute auch Eltern, die ihre Kinder überbehütet haben, genauso wie es heute noch Kinder gibt, die genauso selbstständig und frei sind wie manche der Mitforisten. Denke daher, dass der Artikel an sich überzogen ist.

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purple 23.03.2014, 14:06
29. quatsch

Zitat von 3dgamer
Was ein Unsinn. Der Artikel liest sich furchtbar (was soll das für ein Stil sein)... Vielleicht sind Eltern auch einfach besorgter, dank z.B. stark steigender Gewalt im öffentlichen Raum (versuchen Sie mal ohne Pöbeleien einen Tag in Berlin U-Bahn zu fahren) ... Aber wie so immer, es gibt ein paar überbesorgte Eltern und gleich wird verallgemeinert. Sparen Sie sich solche dümmlichen Artikel.
Aha, sie sind also so ein überängstlicher lebensunfähiger Typ, der hinter jeder Ecke einen Mörder vermutet? Gewalttaten im öffentlichen Raum haben abgenommen, aber der Hype um jede einzelne Straftat ist gut geeignet, eine Akzeptanz für großflächige Videoüberwachung zu erzeugen.

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