Forum: Kultur
Übergriffe in Köln: Endlich sagt's mal keiner
DPA

Die Rede ist von einem Tabu, der Innenminister spricht von wehrlosen Frauen. Doch die verbale Überhöhung der Übergriffe von Köln führt nicht weiter, sondern in die Irre.

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ja-sager 06.01.2016, 14:12
100. Sie haben Recht! Aber...

Zitat von zynik
Hat man zu dem Thema eigentlich noch was aus dem konservativen Lager gehört oder ist das schon Leitkultur? http://www.sueddeutsche.de/muenchen/sexuelle-uebergriffe-auf-dem-oktoberfest-entbloessung-im-bierzelt-1.1151859
...was sagt uns das? Straftat bleibt Straftat. Ob im Oktoberfestzelt oder am Kölner Hauptbahnhof. Allerdings finden Straftaten im Oktoberfestzelt nicht organisiert statt und schon garnicht gleichzeitig in München, Stuttgart und Augsburg. Wenn sie also Vergleiche ziehen möchten, dann bitte richtig, oder möchten sie sagen, wir haben kein Problem mit männlichen Nordafrikanern / Arabern?

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paulvernica 06.01.2016, 14:13
101. falscher Überbegriff

Zitat von Celestine
Warum sollte der Begriff sexuelle Belästigung die Taten verniedlichen? Das ist ein Straftatbestand nach § 218 StGB, geahndet mit einer Gefängnis- oder Geldstrafe, "wenn die Tat nicht nach einer anderen Bestimmung mit strengerer Strafe bedroht ist", was in diesen Fällen ja auch noch zutreffen dürfte. Also Deutsch ist nicht meine Muttersprache, vielleicht liege ich hier falsch, aber ich kann nicht erkennen, dass Sie Recht haben. Man kann ja nicht jedes Mal jede Tat vereinzelt beschreiben, und so stellt der Ausdruck sexuelle Belästigung den passenden Überbegriff für mich dar.
Mittlerweile wurden 2 Vergewaltigungen angezeigt !!!

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genx 06.01.2016, 14:13
102. Danke, Frau Hans

... für Ihren nachdenklichen und kritischen Kommentar. Es ist erfrischend, mal einen klaren Gedanken zum Thema zu lesen. Leider geht er hier im Forum wieder unter in Diskussionen, die nur bedingt mit dem Thema zu tun haben.

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trohejoe 06.01.2016, 14:15
103. Warum erst so spät ?

Alle Verantwortlichen die sich jetzt zu Wort melden, ob heuchlerisch oder besorgt, ob zu recht oder unrecht , entscheidend bei dieser ganzen Sache ist. . w e r hat ganz am Anfang Order oder Befehl zum vertuschen gegeben und das aufzuklären wäre jetzt eine Aufgabe der Presse.

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gglasl 06.01.2016, 14:17
104. Nicht neu

Beim Oktoberfest gibt es im Verbund der Massen und Alkohol sexueller Exzesse, vornehmlich Vergewaltigungen.
Hier braucht es polizeiliche Strategien, in denen Präsenz an erster Stelle steht. Auch zivile Fahnder.
Es ist verwunderlich, dass es keine Videoaufnahmen gibt, vor allem im Bahnhof.
Sich nun auf die Schwarzafrikaner zu stürzen ist billige Politkampagne. Wirkt sicher schnell, könnte aber auch nach hinten gehen, wenn nun dummerweise auch hellhäutige Grapscher identifiziert werden können!

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BennieBreeg 06.01.2016, 14:17
105. Aussage Fehlanzeige

Ich verstehe nicht so ganz was dieser Kommentar soll.
Die Politiker hauen, wie zu jedem anderen Thema, Plattitüden und Nichtigkeiten raus. Warum darüber echauffieren? Könnte man fast meinen in diesem Kommentar werden die Vorgänge in Köln bagatellisiert. Oder möchte die Kommentierende hiermit behaupten das nicht Nordafrikaner für den Mob verantwortlich sind/waren, sondern der typische Afd/NPD-Wähler. Denen kann man, zu Recht, viel vorwerfen, aber so eine Idee würde denen nicht in den Sinn kommen. Tatsachen sind nun mal Tatsachen, genau wie die Tatsache das sicherlich nicht jeder Nordafrikaner mit gemacht hätte. Aber mit solchen Sachen muß man sich nun mal aus einander setzen, wenn viel Flüchtlinge aufgenommen werden. Damit wird auch nicht wieder gesagt das alle Flüchtlinge zu so etwas fähig sind. Die Welt ist nun mal nicht schwarz/weiß sondern grau. Nicht alle Flüchtlinge sind Verbrecher oder Grapscher. Aber auch nicht alle sind die Unschuldslämmmer zu denen sie gemacht werden.
Der Kommentar wird sicherlich komplett anderen ausfallen, wenn die Kommentierende plötzlich mitten drin steht.

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maiblume14 06.01.2016, 14:18
106. rechtsfreier Raum

Nun, es hat ja einen rechtsfreien Raum gegeben, nicht wahr?

Immerhin hat die Polizei gesagt, sie hätte nicht versagt, die Taten seien unbemerkt von der Polizei begangen worden.

Es finden also an einem öffentlichen Ort, unter Anwesenheit der Polizei, über hundert sexuelle Übergriffe statt, die Polizei schreitet nicht ein, sieht die weinenden Frauen im Bahnhof nicht bzw. nimmt Beschwerden nicht ernst. Die Polizei hätte erst im Nachhinein davon erfahren. Täter werden schwer zu ermitteln sein, aufgrund der Gemengelage.
Das heisst, die Täter können dasitzen und sich über die naiven Deutschen freuen. Wenn das kein rechtsfreier Raum ist. Übrigens ein bewährtes Muster bei sexuellen Übergriffe, egal wo und von wem.
Nicht hinschauen, verleugnen, bagatellisieren, Täter schützen, und Sie machen mit. Auf welcher Seite stehen sie eigentlich?
Was glauben, Sie was das mit dem Sicherheitsgefühl von Frauen in Deutschland machen wird, nachts unbegleitet im öffentlichen Raum unterwegs zu sein. Wenn noch nicht mal die Polizei geholfen hat....

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privatbahn 06.01.2016, 14:18
107. Frau Hans, ich versteh' nur Bahnhof

Mein erster Gedanke beim lesen war, dient Ihr Kommentar dem SPON-internen widersprechen der getätigen Aussagen von Herrn Fleischhauer.
Eine Diskussion über die Ereignisse an Silvester in Köln ist angebracht. Ebenso angebracht wie kritische Fragen die sich daraus an Politik und auch Medien in Bezug auf die bisherigen Erfolge langjähriger Integrationspolitik ergeben.
Politiker und Medien haben sich in einer Kultur des wegschauens geübt.

Bleiben wir für einen Moment im Mikrokosmos Köln und lösen uns von den Vorfällen an Silvester.
Politik, Justiz und Polizei aus Köln und NRW haben ihre Ohnmacht bereits beim Hogeso-Auflauf im Jahr 2014 eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Die Medien berichteten und schlussfolgerten prombt, eigentlich der einzigste Unterschied zu Silvester 2015.
Politik, Justiz und Polizei aus Köln und NRW stehen ohnmächtig den gewaltbereiten Hooligans und Fan-Gruppen des 1. FC Köln gegenüber. Wie bei keinem anderen 1.-Liga-Club, aus keiner anderen Stadt, fallen diese Leute mit gepflegter Regelmäßigkeit als Randalierer auf.

Das Gehabe dieser sogenannten Fans kann man regelmäßig im und vorallem um das Stadion herum beobachten, während die Polizei zuschaut (Order von oben: deeskalierend einwirken, nicht provozieren).
Wer sich Freitag und Samstag Abend in Köln aufhält wird regelmäßig Zeuge von Trinkexzessen auf sogenannten Jungesellenabschieden (die Variante gibt es übrigens mit ähnlichen Auswirkungen auch für Mädels). Wildes urinieren in Parks und auf offener Straße sind noch die harmloseren Entgleisungen.

All diese Vorfälle werden von Medien, Politik und Polizei regelmäßig thematisiert. Rechtsfreie Räume dabei kategorisch ausgeschlossen und in Köln (gefühlt) so getan als würde dies zur Kölsche Lebensart gehören. In Wirklichkeit stinkt der Kölner Bevölkerung das eine wie auch das andere.
Nordafrikanische Männer sind folglich ebenso als kriminelle Gewalttäter zu bennen, wie randalierende Fussballfans. Dabei sollte es keine politischen und medialen Tabus geben.
In dümmlicher Ignoranz werden aber vermutlich Kölner Künstler (Brings, BAP, Höhner...) schon an einem Benefizkonzert zugunsten medial verunglimpfter norrdafrikanischer Migranten basteln, weil nicht sein darf, was nach links-intellektueller Denke nicht sein kann.

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halbstark 06.01.2016, 14:19
108. Wieso Überhöhung?

Ich zitiere Rainer Wendt, dt. Polizeigewerkschaft: "Es ist ungewiss, ob es auch nur eine einzige Verurteilung gibt.". Die Kölnerin OB Rekel fordert Frauen auf, eine Armlänge Abstand zu "Fremden" zu halten. Die SPD fordert die Überwachung der AfD. Na, wenn das keine geeigneten Maßnahmen sind, weiß ich es auch nicht. Wer sieht da irgendwo eine "Überhöhung" der Vorfälle?

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rauschebart 123 06.01.2016, 14:20
109. Bitte um Klarstellung?

Zitat von Heumüller
Ich begreife es immer noch nicht, da werden Frauen unangemessen attackiert, nein, sie sind nicht allein, sondern feiern mit 1000den Menschen. Das Einzige was ich lese sind Rufe nach Polizei, Gerichten, Politik. Wo waren denn die Rufe nach .....
Erklären Sie mir bitte, wie man Frauen nach ihrer Vorstellung angemessen attackiert. Und falls Sie es noch immer nicht begriffen haben, bei den 1000 handelt es sich um die Täter. Sollten die Frauen sich also an Teilnehmer des Mobs gewandt und um Hilfe gebeten haben?

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