Forum: Kultur
Überwachung: Die wissen doch sowieso alles
DPA

Wer sich nichts zu Schulden kommen lässt, muss auch nichts befürchten. Der kann locker bleiben angesichts Drohnen, Kameras und Smartphone-Überwachung. Frohes Fest!

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Ein_denkender_Querulant 23.12.2017, 17:30
1. Ich habe nichts zu verbergen!

Es ist ein Drama was in der Welt passiert und wie bereitwillig die Menschen alles von sich Preis geben.

Alleine schon, angemeldet im SPON- Forum an politischen Umfragen teilzunehmen ist "wahnsinn", denn wer weiß, wann die Daten von wem ausgewertet werden?

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Actionscript 23.12.2017, 17:44
2. Sie beschreiben in ihrer Kolumne

sehr schön, wie Diktaturen (China) funktionieren oder wie man die Demokratie schrittweise abbaut. Totalüberwachung eines jeden zu welchem Zweck auch immer und Demokratie passen nicht zusammen, Auswahlüberwachung schon.

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Outdated 23.12.2017, 17:47
3. Die Gedanken sind frei!

War einmal.
Wenn noch nicht heute heute, dann ist es schon bald so, das man all ihre Gedanken, Gesinnungen, beurteilen kann.
Man mache sich nichts vor, die absolute Diktatur wird kommen, wenn wir uns nicht von diesem Zeug trennen.

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gersois 23.12.2017, 17:51
4.

Dank Groko und Fraktionszwang ist es ja auch kein Problem, die Freiheiten der Bürger einzuschränken. Das Parlament ist eine Ja-Sage-Maschine geworden, Debatten sind nicht nötig. Bestenfalls hilft noch etwas das Bundesverfassungsgericht - einige Jahre später.

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schwarzeliste 23.12.2017, 17:53
5. U8

Die Chinesen übertreiben es sicherlich. Aber ich weiß nicht, fahren sie regelmäßig mit der U-Bahn? Ich fahre ständig mit der U8 in Berlin, der „gefährlichsten U-Bahn-Linie Deutschlands“. Ich bin dort selbst schon Zeuge einer gefährlichen Körperverletzung geworden. Und ich fühle mich wesentlich wohler, wenn dort Videoüberwachung stattfindet, als wenn nicht. Das heißt nicht, dass nichts passiert und hat nichts mit Terrorismus zu tun. Sondern damit, dass ich weiß, dass, wenn etwas passiert, die Täter dank Videoüberwachung so gut wie immer geschnappt werden, und das ist mir sehr wichtig. Was das Internet etc. angeht, so muss man sagen, dass so gut wie alle Menschen dort freiwillig sehr viel Daten preisgeben und damit nicht wirklich ein Problem haben. Ich würde dieses Phänomen aber nicht als Überwachung oder Kontrolle bezeichnen.

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dasfred 23.12.2017, 17:53
6. Ich habe mir oft vorgestellt was passiert, wenn

jemand alles ausdruckt, was die Nachbarn über sich der Welt mitteilen und das auf einer großen Tafel vor dem Haus aushängt. Lesbar für jeden, der vorbeigeht, samt aller peinlichen Fotos. Den meisten wird sicher erst dann bewusst, was sie selbst schon an Infos verschenken. Wenn man dann vielleicht noch für Geld auf der Straße alle Infos zum Verkauf an die Nachbarn feilbieten würde, die sich Apps mit Zustimmung noch aus den privaten Daten gezogen haben könnte es zu unschönen Szenen kommen.

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GinaBe 23.12.2017, 18:04
7. Ja, trotzdem ...schöne Weihnachten!

Ihre heutige Wochenkolumne passt ja wie die Faust aufs Auge zum Fest der Liebe, Frau Sibylle! ;-)
Datenspuren hin und her, wie schauts denn ganz banal mit der Anwendbarkeit von unseren Menschenrechten aus in Zeiten von Hartz 4?
Wie lässt sich auch jener liberaler Umgang mit möglicher Zwangsprostitution mit ihnen vereinbaren?
Und wieso kann Ausbeutung durch Arbeit so schamlos praktiziert werden, daß jene gesellschaftlichen Ungleichheiten entstehen konnten und weiterhin unbehindert praktiziert werden?
Stand da nicht im GG, "Eigentum verpflichtet"?
Ich glaube, daß viele, viele Bürger mit ihren existentiellen Sorgen tagtäglich zutun haben, sich über wasser udn bei verstand zu halten, so daß sie sich kaum Gedanken machen dürften, wenn ihr Gesicht von der Videokamera am Bahnhof oder im Supermarkt erfasst wird, denn die sind dann sekundär vielleicht bedrohlich, nicht aber primär.
WER, wie, welche Daten auswertet, die wir freigebig und naiv, an die Unschuldsvermutung glaubend, ziehen, ist dann die zweite Frage, wer, wann und wo vielleicht wofür verdächtig oder nach neuesten Sittengemälden der Postmodernen "auffällig" erscheint.
Äußere Erkennungszeichen und Symbole sind nicht mehr verräterisch, meinen Sie?

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Müsel 23.12.2017, 18:08
8. Sie bringen es auf den Punkt

Der Frosch sitzt weiter im sich erhitzenden Wasser und merkt nicht, wie er langsam gekocht wird. Heute im Namen der Sicherheit vor Islamisten, morgen namens der Sicherheit vor Streikenden, Querulanten, Bettlern oder Linken.
Nur ein Sicherheitspaket wird leider noch nicht mal von Bürgern gefordert: Ein Sicherheitsprogramm, das uns alle vor raffgierigen Konzernen, steuerhinterziehenden-also asozialen- Superreichen und korrupten Politikern schützt! Dort wäre ein wenig mehr Überwachung erheblich vonnöten.
Froheres 2018 !

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etischler 23.12.2017, 18:10
9. Ach herrje.

Wer auf Facebook und Twitter etc. postet, daß er gerade auf der Toilette sitzt und sich den Hintern abputzt, braucht kein Gesetz für Datenschutz. Er gibt der Datenkrake freiwillig seine Daten. Schaut man sich die Daten an (ja, es sind alles Daten), die jeder Nutzer dieser unsozialen Netzwerke von sich preisgibt, der hat jeden Anspruch auf Datenschutz verloren, weil er ihn selber wissentlich unterläuft. Es kann keiner sagen, er hätte nicht gewusst, daß seine Daten weltweit abrufbar sind. Also, was soll der ganze Mist?

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