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Überwachung im Netz: Wie richtig guter Sex mit vielen Zuschauern
DPA

Sie haben nichts zu verbergen? Die Debatten um Sicherheit im Internet halten Sie für nervig und übertrieben? Na, dann hoffen wir mal, dass alles gut geht.

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PJanik 03.06.2017, 14:40
10. Das Recht zu Überwachen muss demokratisiert werden...

...
So wie Behörden uns überwachen, so müssen wir als Bürger auch in der Lage sein mit uns in Kontakt kommende Beamte oder andere Bürger auch zu überwachen.

Wenn über jeder Groß- oder Kleindemo Drohnen schweben würden damit sowohl die Demonstranten als auch die Polizei zivil miteinander umgehen, warum nicht?

Allerdings gibt es einen Unterschied ob ich das private aufzeichne und verwende oder das öffentliche. Im öffentlichen Raum hat man ggf. Zeugen, die zu ermitteln ist nicht immer leicht, warum nicht technische Mittel zur gegenseitigen Entlastung verwenden?

Im Privaten ist das dagegen ein No-Go.

Daten wurden schon immer verwendet.
Vorher war es das Bewerbungsschreiben.
Heute sind es vielleicht irgendwelche Blogs.

Wer sich in Foren wie die Axt im Walde verhält ist vielleicht für Jobs mit viel Kundenkontakt und mit Stress nicht geeignet?

Frau Berg, sie sehen immer nur die Gefahren.
Aber die Chancen sehen sie nicht.

Man braucht keine Angst zu haben, dafür muss man aber vielleicht bewusster in der Öffentlichkeit auftreten?

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3-plus-1 03.06.2017, 14:45
11. Wow, war das Sibylle?

Ich kann's gar nicht fassen, dass sie hier so dermaßen den Punkt trifft. Bleibt mir nur Applaus zu geben!

Allerdings befürchte ich, die Stokowski wird in ihrer Filterblase ("Alles Böse kommt vom weißen Durchschnittsmann") dann in Kürze die Gegenposition einnehmen. Kann ja nicht sein, dass die dann auch die selbe Position vertritt, wie ein Felix von Leitner.

Darum rufe ich ihr schon mal prophylaktisch zu: Der saudämlichste Satz der letzten Jahre ist, das Richtige wird Falsch, wenn es der Falsche sagt. Sollte sich vor allem ein Großteil der Feministinnen (und Feministen!) auf die Fahnen schreiben.

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780 03.06.2017, 14:49
12.

Zitat von muskat51
Das habe ich schon etlichen Mitbürgern gesagt, wenn auch weniger gekonnt formuliert. Die Leser bitte ich, diese Erkenntnisse weiterzutragen; es liest leider nicht jeder Frau Berg.
Und was, bitte schön, soll man jetzt tun?
PC abschaffen, Handy abschaffen, nicht mehr in die Stadt gehen, weil man vor eine Kamera laufen könnte, nicht mehr zum Arzt gehen, weil die Daten erfaßt werden könnten.
Möglichst nichts auf Kredit kaufen. etc.

Und welche Lösungen hat Frau Berg zu bieten?

Die Probleme sind seit etlichen Jahren mehr als bekannt.
Trotzdem läuft die Datenerfassung, die Beobachtung immer intensiver, die Kreise werden enger.

Zu glauben, dass man dem gläsernen Mensch aus dem Weg gehen kann, ist vermutlich Illusion.

Also was sollen wir tun?

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UlrichLamprecht 03.06.2017, 14:56
13. Guter Beitrag

Frau Berg spricht mir aus der Seele. Was sie vielleicht zuwenig thematisiert sind die eingebildeten Experten des Internets. Das Spektrum reicht von normalen Laien bis zum Präsidenten des BSI. Man kann sich nicht vorsehen, man wird trotzdem überwacht außer man nutzt das Netz komplett garnicht. Kommentatoren wie #2 oder #4 kann man logischerweise nicht zu den Nichtnutzern zählen. Liebe #2 und #4, wie schlau seid ihr eigentlich? Wer seine eigenen Daten exibitutioniert ist teilweise schuld an den Folgen... wer Online Bewerbungen anfordert ohne Absicherung anzubieten macht sich an anderen schuldig.

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Kopf-Tisch 03.06.2017, 15:02
14.

[Zitat von freekmason]
> mal was zum nachdenken: wie ändern Sie eigentlich Ihr gehacktes passwort, wenn das Ihr fingerabdruck oder Ihre iris ist?

Fingerabdruck und Bild der Iris sind öfftl. zugängliche Informationen und als Kennwort vollkommen ungeeignet.

Frau Bergs Artikel zeigt schön die "ich habe nichts zu verbergen"-Scheinheiligkeit auf. Da schwingt dann manchmal auch ein "ja _ICH_ habe ja nichts zu verbergen mit", mit dem sich der brave Bürger von seinem potenziell kriminellen Nachbarn distanzieren kann. Dabei weiß er nicht, welche unglaublichen Datenmengen er doch täglich von sich gibt. Und dabei versteht er nicht, wie selbst unwichtig scheinende Informationen zu einem Gesamtbild beitragen können, aus dem sich Schlüsse über die Person ziehen lassen.
"Hoffen wir", dass nicht eines Tages ein Despot an diese Informationen gelangt und sie gegen uns verwendet.

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amadeus_brümmer 03.06.2017, 15:02
15.

Schön Frau Berg, dass Sie die Risiken der leicht verfügbaren Daten thematisieren und auf die Gefahren hingeweisen, die damit verbunden sind. Traurig hingegen, dass von Ihnen mit keinem Wort erwähnt wird welche Partei es vor allem war und noch ist, die immer darauf drängte sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Aber es gibt ja wichtigeres, wenn man sich die besorgten Bürger anhört, die sich für "dös Völk" halten.
Lg aus Hamburg

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keine Zensur nötig 03.06.2017, 15:02
16. Ja - grundsätzlich

freue ich mich, dass nicht nur Sascha Lobo das Thema beleuchtet.

Bezüglich Ihres Sicherheitsdenkens erinnere ich nur leise weinend an den Begriff "Backdoor" und die manischen Datensammler der Staaten - nicht nur der NSA.

Leise und auf stillen Sohlen werden grundlegende Bürgerrechte unter dem Vorwand der Terrorbekämpfung flächendechend eliminiert. In Frankreich herrscht seit Längerem der Ausnahmezustand - keinen juckts.

Netter Film zum Thema - der Staatsfeind Nr. 1.

Auch da war jemand der Meinung, dass man ja nichts zu verbergen hatte.

Wir befinden uns derzeit auf dem direkten Weg in einen Überwachungs- und Gesinnungsstaat, gegen dee die DDR mit der Stasi noch ein Laienspiel war.

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karstenauswerder 03.06.2017, 15:04
17. Tja Frau Sibylle -

So kann man das auch sehen. Aber stellen sie sich einmal vor, wieviel subventionierte Lebensmittel wir NICHT nach Afrika schicken müssten, wenn man das Verbraucherverhalten besser voraus sagen könnte. Wie bei jeder Technik werden Fehler gemacht und die müssen dann mühsam behoben werden. Meistens jedoch von Leuten, die wirklich etwas tun. Ein diffuses Unwohlsein in Kolumnen auszudrücken ist aber auch mal ganz nützlich, gell? Ist ja schließlich IHR Job.

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true2013 03.06.2017, 15:06
18. NIEMALS die DDR vergessen !

"Sie haben doch nichts zu verbergen,oder" war der beste STASI Spruch !! Super Artikel,Frau Berg. Wie krank und total die DDR -Überwachung war, haben scheinbar viele vergessen oder zum Glück nie kennengelernt. Wenn ich die Frage mit JA beantworte, ist das ein Freibrief für eine Totalüberwachung, logisch. Live Webcam in allen Wohnräumen- warum nicht, man hat ja nix zu verbergen.......Nur dumm, wenn sich die Gesetze und Machthaber ändern- und man ist schwupps auf der Abschußliste...Da man dann alle Daten hat, kann man super "schwarze Listen" erstellen und dann ist Schluß mit lustig.......

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true2013 03.06.2017, 15:11
19.

Zitat von PJanik
... So wie Behörden uns überwachen, so müssen wir als Bürger auch in der Lage sein mit uns in Kontakt kommende Beamte oder andere Bürger auch zu überwachen. ... Frau Berg, sie sehen immer nur die Gefahren. Aber die Chancen sehen sie nicht. Man braucht keine Angst zu haben, dafür muss man aber vielleicht bewusster in der Öffentlichkeit auftreten?
Wissen Sie , wieviele Überwachungsdrohnen mit WLAN-Scanner unn Nachtsicht-HD-Kamera nachts um ihr Haus kreisen? Einfach so, weil man es kann ?? Das ist der feuchte Traum jedes Geheimdienstes. Alle Drohnen gehören verboten , ohne Ausnahme. Und zum Thema Überwachung empfehle ich Ihnen dringend Literatur zur STASI, KGB etc. und wünsche Ihnen, nie durch Zufall in ein von einer Maschine errechnetes Raster zu geraten....

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