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Uma Thurmans Vorwürfe gegen Quentin Tarantino: Was hat das mit #MeToo zu tun?
ddp images/ JADIS

Schauspielerin Uma Thurman belastet Harvey Weinstein schwer - und berichtet auch, wie Quentin Tarantino sie beim Dreh in Gefahr brachte. Die Formen des Machtmissbrauchs unterscheiden sich, wurzeln aber im selben System.

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derjoey 06.02.2018, 03:28
40.

Zitat von dieter-ploetze
hier werden szenen hervorgekramt, die mit sexuellem missbrauch gar nichts zu tun haben.
Das stimmt, es war ggf. "nur" ein Übergriff, kein sexueller.

Zitat von
solche dinge passieren maennern wie frauen, nur dass frauen wohl von den risiken des lebens verschont bleiben wollen und dies alles gern auf sexistische ausbeutung schieben.
Wenn Frauen Ihrer Meinung nach "von den Risiken des Lebens verschont bleiben wollen", frage ich mich, warum es bspw. noch Babies gibt, die ja jemand riskant gebären muss. So eine verquere Weltsicht wie die Ihre habe ich selten mitbekommen.

Zitat von
auch weiss jeder, dass sich so manche frau gern sexistisch ausbeuten liess und laesst, wenn es denn nach oben geht, ins rampenlicht.
Ersetzen Sie Ihr "auch weiss jeder" durch "meinen vorurteilen über frauen nach ist es so", und der Satz gewinnt an Wahrheit. Wobei mich allerdings besonders Ihr "gern" stört. Einige wenige Frauen sehen es sicherlich von Vorteil oder fühlen sich genötigt, sich des hier bei einigen Kommentatoren genüsslich aufgeführten "Hochschlafens" zu bedienen, aber die Untermenge derer davon, die sich auch noch "gern" von einem Typ wie bspw. Mr. Weinstein sexuell ausbeuten lässt, dürfte unendlich klein sein.

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ImZweifel 06.02.2018, 03:35
41. Was will uns die Autorin damit sagen

Macht kann zu Missbrauch verleiten.
Macht ermöglicht sexuellen Missbrauch.
Macht muss Grenzen auferlegt werden.
Soweit d‘accord

In dem vorliegenden Fall geht es aber um eine symbiotische Beziehung zwischen drei Menschen, in der alle eine gewisse Macht hatten, in der gemeinsam herausragende kreative Dinge geschaffen wurden, in der sich aber zum Schluss einer nicht mehr wohl fühlte.

Wie will man solche Erfahrungen verallgemeinern? Wie will man dafür eine allgemeingültig Lösung finden?

Will man die Autorität von künstlerischen Leitern in Frage stellen?
Will man nur noch schaumgebremste Regisseure die künstlerische Entscheidungen im Dialog treffen, damit sich am Ende des Films noch der letzte Komparse wohlfühlt. Auf welche Filme muss man dann verzichten? (Auf die von Tarantino bestimmt) Wer will solche Filme überhaupt sehen?

Oder ist fehlgeleitete Autorität nur dann ein Problem, wenn eine Frau betroffen ist? Dieser Eindruck drängt sich bei dieser Diskussion unvermeidlich auf.

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derjoey 06.02.2018, 03:46
42.

Zitat von cave68
Solche Personen wie Thurman wollen nach aussen hin so selbstbewusst wirken und bringen es dann noch nicht mal fertig ihre eigenen Grenzen zu ziehen wie weit sie gehen und nicht. Echtes Selbstbewusstsein?Fehlanzeige!Anstatt jetzt unglaubwürdigerweise mit Kamellen zu kommen,die angeblich Jahrzehnte zurückliegen sollte man lieber mal an seine Geschlechtsgenossinnen appellieren zu lernen ein starkes Ego zu bekommen und Missstände (sofern sie wirklich real sind) sofort anzuprangern und anzusprechen anstatt den wahren Tätern noch die Chance zu geben ihr Unwesen weiter fortzusetzen.
Meine Güte, dazu steht doch bereits etwas im Artikel, einfach mal lesen:

Zitat von
Sie selbst habe zum Problem beigetragen, indem sie mit Weinstein Filme gedreht habe, war Nutznießerin des Systems, machte Karriere mit und auch durch Förderung von Weinstein und Tarantino.
Und im Interview findet sich noch diese weitere Selbstkritik:

Zitat von
The complicated feeling I have about Harvey is how bad I feel about all the women that were attacked after I was. I am one of the reasons that a young girl would walk into his room alone, the way I did.
https://www.nytimes.com/2018/02/03/opinion/sunday/this-is-why-uma-thurman-is-angry.html

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no_sense 06.02.2018, 04:24
43. Manche Kommentare sind schwer zu ertragen...

Schlimm was einige vom Stapel lassen, schämen sollte man sich...

In diesen nach und nach aufgedeckten Fällen ging es zunächst um sexuellen Missbrauch - der Auslöser der #metoo Debatte.
Dass die Kernessenz, nämlich der Missbrauch von Machtpositionen und die hohe Akzeptanz von narzisstischen Persönlichkeiten in entsprechenden Stellen und ihren respektlosen Verhaltensweisen liegt ist doch nahe liegend. Ich finde es ehrlich gesagt verwunderlich, dass man diese Debatte so geschlechterspezifisch führt, aber Frauen sind nunmal signifikant häufiger Opfer von sexueller Gewalt, leider.
Es gibt aber weitaus mehr Formen von Missbrauch, sowohl körperlich, als auch emotional. Jede Form ist aufzudecken und zu bekämpfen, und wenn es nur eine Schürfwunde ist. Erfahrene und gute Regisseure und Produzenten haben als Führungspersönlichkeit verdammt nochmal eine Verantwortung zu tragen. Das sollte im Film genauso gelten wie in der restlichen Wirtschaft. Und wenn die Resonanz der Gesellschaft ist, dass man sich über die Opfer lustig macht oder ihnen sogar die Opferkarte zuspielt, haben wir glaube ich ein massives Problem.

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furanku 06.02.2018, 05:47
44. Es ist mal wieder soweit

#metoo wird, wie alle anderen Diskussionen vorher, im Sande verlaufen. Ganz einfach, weil das ursprünglich definierte Thema des sexuellen Missbrauchs nun zu einem undefinierten Minenfeld geworden ist, bei dem man schon verloren hat, sobald man sich zum Thema äussert, weil man immer irgendjemandem findet, der sich auf die Füsse getreten fühlt.

Komisch, dass diejenigen, die solche Themen ursprünglich und richtigerweise zur Sprache bringen nichts dazulernen und sich jedes mal die Themen entreissen lassen und komisch, dass diejenigen, die das Diskussionsthema zu einer undefinierten Masse breittreten nicht erkennen, dass sie der eigenen Sache nur schaden, indem sie eine schmerzhafte aber nötige Diskussion kaputt reden.

Nunja, vielleicht nächstes mal ...

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ulrics 06.02.2018, 05:48
45.

Ich mag Tarantino nicht sonderlich wegen der Gewalt aber der Artikel ist trotzdem sehr unfair. Tarantino ist Perfektionist. Ist besessen von seiner Vision. Da geht es nicht um Ausübung von Macht, sondern darum ein gutes Ergebnis zu erreichen.

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nikowestside 06.02.2018, 06:59
46. Schwachsinnig

Kann man denn als Frau mittlerweile jede Unannehmlichkeit mit #metoo in Verbindung bringen um dadurch Mitleid zu generieren ? Was ist mit Jackie Chan und Tom Cruise ? Die machen fast alle ihre Stunts selbst .

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thequickeningishappening 06.02.2018, 07:04
47. Kill Bill

Wer sich für Sowas (Das ist kein Film sondern Blood and Guts) als Schauspieler/in anheuern laesst sollte sich nachher nicht beschweren!

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rubberducki 06.02.2018, 07:36
48. irgendwann platzt mir mal die Gurke ....

ich habe von diesem #me too MIST langsam aber sicher genug ... mehr als genug. Sind die Frauen wirklich derart unfähig ... SOFORT oder zumindest ZEITNAH gegen Frauenverachter/Frauenschänder vorzugehen? Nein ... vermutlich ist die geistige Kapazität dieser Damen so beschränkt, dass sie erstmal 30 Jahre lang überlegen müssen ob wann was. Wenn ich mich recht erinnere gibt es da sowas wie eine Anzeige- und Ahndungsverjährung. Jede Dame, die diese ungenutzt verstreichen lässt und dann mal eben mit derartigen unbewiesenen Anschuldigungen um die Ecke blinzelt, sollte automatisch zu astronomischen, existenzgefährdenden Straf- und Schadensersatzzahlungen verdonnert werden. Für ein paar zusätzliche Momente zweifelhafter PR werden kultige Persönlichkeiten mit unbeweisbaren Gerüchten atomisiert. Hat das alte Kill-Bill-Schrapnell wohl keine Angebot zum neuesten Tarantino-Projekt bekommen? Als Frau könnte ich mich mit derartigen Auswüchsen dieses inzwischen recht dubiosen #me too-Pseudo-Massakers nicht mehr identifizieren.

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5b- 06.02.2018, 07:46
49. #hewho

Ein Man fügt einer Frau schmerzen zu.
Da folgt sogleich #metoo.

Schön dass Leute mit starkem Gleichberechtigungssinn total einseitig auf Frauen fixiert sind. Ach halt. Die sind ja nicht an Gleichberechtigung sondern an der Emanzipation der Frau, an deren Besserstellung, interessiert.

Warum immer nur über Gewalt von Männern an Frauen denken? Was hat das Geschlecht für einen Einfluss im Fall Thurman-Tarantino? Wenn Thurman ein Man gewesen wäre, müsste sie noch heute über die Misshandlung schweigen. Gerade wegen #metoo fühlt sich ein Mann doch noch eher dazu genötigt von Gewalt gegenüber ihn nicht zu sprechen.

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