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Umfrage des Bayerischen Rundfunks: Mehrheit der Deutschen hält Medien für gelenkt
DPA

"Teil des Systems": Die meisten Deutschen betrachten Nachrichtenmedien als Stützen des Establishments. Das zeigt eine Umfrage des Bayerischen Rundfunks.

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andersganders712 02.05.2016, 17:19
1.

Naja das ist grundsätzlich erst einmal etwas paranoid, doch bei den öffentlich rechtlichen ist das eine ganz andere Sache. Es gibt einen Grund, warum es die unantastbare GEZ gibt. Wenigstens ein Propagandasprachrohr will sich der Staat ja ganz gerne offen halten, da bieten ARD, ZDF sicherlich das Grundgerüst zu. Aus diesem Grund sind diese Sender auch keine seriöse Medienquelle und werden von mir gemieden (im Gegenzug sowas wie Bild übrigens auch).

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MephistoX 02.05.2016, 17:19
2. Mmmm, ...

Aus dem Threadartikel:
"Darüber hinaus geht eine Mehrheit der Befragten davon aus, dass Medien berechtigte Meinungen ausblendeten, die sie für unerwünscht hielten."

Wäre durchaus mal interessant zu wissen, ob es da signifikante Unterschiede zwischen Befragten in den alten und nicht mehr ganz so neuen Bundesländern gibt ?

Könnte mir durchaus vorstellen, dass diese Meinung im "Osten" dieser Republik u.a. historisch bedingt vorherrschender ist zumal man damit eher ins gleiche Horn tuten würde wie z.B. "AfD"ler und PEGIDAnten ...

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criticalsitizen 02.05.2016, 17:21
3. Ohne je an rechtspopulistishe Gruppen zu denken...

kann nan im Obrigkeitsstaat, der u.A. seine Bürger sich polizeilich anzumelden zwingt, sinnlose Sonderstati für Staatsbedienstete aus vorletzem Jahrhundert aufrecht erhält und seine nicht gerade vorbildlich demokratische Vergangenheit teilwese immer wieder leugnet, schon glauben, dass Presse und Medien nicht immer ganz frei sind.
Es gibt nunmal eine andere Tradition von Demokratie und Bürgerfreiheiten in der westlichen z.B. angelsächsischen geprägten Welt,u.A. weil Bürger sich z.B. polizeiliche Meldepflicht und Berufsbeamtentum dort gar nicht vorstellen können geschweige denn erlauben würden.

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acitapple 02.05.2016, 17:21
4.

So, lieber Spon. Da haben wirs. Ist das wichtig ? Vermutlich wird dieser Umfrage die angemessene Aufmerksamkeit entgegengebracht: keine. Die Auswirkungen werden wohl erst die Nachfolger zu spüren bekommen.

Was bedeutet es wohl, wenn ein großer Teil der Bevölkerung den Medien nicht mehr vertraut, muss uns das kümmern ? Dürfen wir uns vielleicht auf neue Medien freuen wie Ultra-TAZ oder Stürmer 2.0 ? Also solche von denen die Leute dann denken, dass sie nicht ferngesteuert sind und "endlich mal die Wahrheit" bringen ?

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attac-pluto 02.05.2016, 17:27
5.

Was bitte schön sollen die Bürger den sonst denken. Wer sich noch an die Zeit der unplakatierten Litfaßsäulen und das Gejammer der Verlage über die ausbleibenden Einnahmen durch nicht geschaltete Werbung nach der Finanzkrise 2009 erinnert, der kann gar nicht anders, als zu dem Schluss kommen, dass die Medien sich in Abhängigkeit begeben haben. Da ist es dann zum Verdacht der fehlenden Unabhängigkeit nicht mehr weit.

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elli1965 02.05.2016, 17:28
6. Dieser Umfrage könnte man trauen!

Zumindest entspricht sie meinem eigenen Empfinden darüber, was in Gesprächen über die Medien so geäußert wird. Ich halte zwar unsere Medienlandschaft noch weit davon entfernt, gleichgeschaltet zu sein, allerdings haben sich durch die Konzentration auf einige große Verleger in vielen Bereichen eine ziemlich gleichlautende Presse entwickelt. Die alten Grabenkämpfe zwischen Bayernkurier, dem Spiegel und der TAZ sind inzwischen eher müde Kissenschlachten und über allem werden bestimmte regierungsnahe Positionen einfach zu unkritisch übernommen. Die AfD und ihr Lügenpresse-Geschrei zeigt dieses. Die Presse hat sich gerade in der Berichterstattung um die Ukraine seit den Aufständen gegen Präsident Janukovic sich zu sehr auf eine Seite gestellt, das zudem noch sehr tendentiös. Auch der Krim Konflikt und die Annexion durch Russland war zu sehr der US-Position in dem Konflikt geschuldet. Das haben die Menschen gemerkt und trauen der Presse nicht mehr zu 100%. Die Glaubwürdigkeit bei den Lesern aber ist für die Presse ebenso wichtig wie z.B. hohe Sicherheit bei einer Fluglinie. Wird eines verloren werden die Kunden sich halt Alternativen suchen oder bei einem Monopolisten das Ansehen in den Boden sinken.

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niewieda 02.05.2016, 17:30
7.

Hoffentlich stimmt der Inhalt des Artikels und wird nicht von gefährlichen demokratischen Kräften gelenkt. Ich habe da so meine Sorgen...

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Luxinsilvae 02.05.2016, 17:32
8. Letzte Woche, Claus Kleber ...

... im "heute-journal" zum Thema Missbrauch. So ernst und wichtig das Thema, so komplett überdreht, selbstreferentiell und wichtigtuerisch voreingenommen Herr Kleber, der als Aufmacher der Sendung wie folgt "berichtet". "Wir haben heute auf den Fluren gestanden und waren uns selbst nicht sicher, können die Zahlen stimmen. Wir haben hin und her überlegt, jede siebte Frau soll Opfer sein."

Sorry, aber mich interessiert weder, was Herr Kleber und seine Kollegen auf dem Flur machen, noch auf welcher Mission sich unser Atlantik-Brücke-Mitglied gerade wieder ganz sendungsbewußt befindet. Ich will einfach nur objektiv und nüchtern Fakten haben - meine Meinung bilde ich mir selbst.

Und das bekomme ich nicht mehr in ARD und ZDF! Vielmehr das Gegenteil. Kleber ist, ähnlich wie Reschke und Hayali, nur noch die Karikatur eines objektiven, hinter die eigentliche Nachricht zurücktretenden Journalisten - und wir MÜSSEN ihn qua Zwangsabgabe auch noch bezahlen. Da wundert man sich, dass gerade auch den reflektierteren Zuschauern mittlerweile der Krage geplatzt ist?

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discprojekt 02.05.2016, 17:32
9. Also,

seit sehr langer Zeit kann ich einem Artikel 100 % zustimmen. Aber auch den Öffentlich/Rechtlichen misstraue ich. Wenn Regionales Fernsehen, wie neuerdings RBB, Bundespolitik verbreitet, wie alle gleichgeschalteten Medien in der sozialistischen ehemaligen DDR, empfinde ich das mit großem Schmerz. Die (noch) großen Parteien kämpfen mit allen, auch unfairen verbalen Mitteln, gegen ihren Abstieg. (Pack) Was hat die Regierung für Menschen in ihren "Denkfabriken"? Nur Lobbyisten?

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