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Umfrage des Bayerischen Rundfunks: Mehrheit der Deutschen hält Medien für gelenkt
DPA

"Teil des Systems": Die meisten Deutschen betrachten Nachrichtenmedien als Stützen des Establishments. Das zeigt eine Umfrage des Bayerischen Rundfunks.

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kitty 03.05.2016, 00:08
140. Gelenkte Medien

Zitat von ulli7
ARD und ZDF entwickeln sich leider zum Staatsfernsehen,
aber auch viele Zeitungen zeichnen sich dadurch aus, dass die Berichterstattung nicht objektiv ist. Außerdem ist festzustellen, dass oftmals Nichtigkeiten hochgepusht werden, während wirklich wichtige Sachverhalte einfach "unter den Tisch gekehrt" werden.

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Kradfahrer 03.05.2016, 00:17
141. Das ist nicht neu

"So gab nicht einmal die Hälfte der Befragten an, dass Medien Sachverhalte so wiedergeben würden, wie sie wirklich sind."

Man nehme sich einfach einmal die Elbe-Jeetzel-Zeitung und lese dort alle Berichte über Aktivitäten rund um Gorleben. Der überregionale Teil der Zeitung wird von der Landeszeitung in Lüneburg übernommen, für den regionalen Teil ist die Elbe-Jeetzel-Zeitung in Lüchow zuständig. So kommt es in diesem Zusammenhang vor, das 2 Berichte aus 2 unterschiedlichen Blickrichtungen über ein und dasselbe Ereignis in ein und derselben Zeitung gelesen werden können. DAS ist für mich sauberer Journalismus, aufgrund dessen ich mir meine Meinung bilden kann. Denn objektiv sind beide Berichte nie gewesen, wenn auch die aus Lüchow dichter dran waren als die aus Lüneburg.

Egal was, ob Rundfunk, Zeitung oder Internet, ob öffentlich-rechtlich oder privat, der Berichterstatter ist immer der, der einem Herren dient. Entweder einem Verleger oder entsprechendem oder dem König Kunde. Ja, und wes Brot ich ess, des Lied ich sing. Deshalb ist es ja so wichtig, dass auf dem Mediensektor Konkurrenz und Vielfalt herrschen. Das war früher mal deutlich besser!

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wittchen2000 03.05.2016, 00:18
142. TTIP Litmustest

Ich finde man kann an der Art wie über TTIP berichtet wird sehen was wie gelenkt wird.
Offensichtlich nicht alles!

Allerdings ist es wohl so dass bei den öffentlich-rechtlichen beim Aufbau des Systems ein gewisses Maß an Regierungssteuerung mit eingebaut worden ist, damals als ARD/ZDF nach dem Krieg gegründet wurden.

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broväsor 03.05.2016, 04:06
143. Großes Thema

Nur zu klein behandelt. Als Journalist würden bei mir alle Alarmsignale angehen! Unabhängig davon, ob diese Kritik berechtigt oder eben nicht berechtigt ist. Das ist Stoff für Titelseiten und endlose Diskussionen, um verloren gegangenes Vertrauen zumindest ein wenig zurückzugewinnen. Glaubwürdigkeit muss man sich erarbeiten, sie versteht sich nicht von selbst.

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karlheinz-hesse 03.05.2016, 06:08
144.

Zitat von franz.v.trotta
Was halten Sie z.B. von der Berichterstattung über die AfD in den Staatssendern. Ist das wirklich der Journalismus, den wir wollen?
Was sollte man Ihrer Meinung über die AFD schreiben?

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rockwater 03.05.2016, 06:09
145. Empfinde

den Spiegel seit ca. 15 Jahren auch als wenig verbrämte Stütze von Regierung und Neoliberalisten.
Linksintellektueller Oppositionsjournalismus ging im Gleichschritt zu medialen Kommerzialisierung immer weiter zurück.
Heute überwiegen Gleichschritt und Stillstand statt knallharter Analyse.

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der_bulldozer 03.05.2016, 07:20
146. Nicht jeder Artikel oder Beitrag muss

Zitat von MephistoX
... nennen Sie doch mal konkrete Beispiele, wo SPON angeblich "feministisch geprägt" und "nicht-neutral" sein soll ?! Möglicherweise nehmen Sie das auch nur so wahr, weil Sie selbst übermäßig "chauvinistisch geprägt" sind ... Wäre jedenfalls im Bereich des Möglichen ... Vom eigenen Standpunkt aus vermeintliche "Neutralitäts-Analysen" starten zu wollen, ist immer "schwierig" ;) Außerdem muss in einer pluralistischen freien Gesellschaft auch gar nicht jeder Medien-Artikel "neutral" sein ...
Nicht jeder Artikel oder Beitrag muss "ausgewogen" sein. Das wä

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seppfett 03.05.2016, 07:29
147. Amüsant

Finde ich, dass hier viele Foristen so 'begeistert' über diese Umfrage sind und so tun, als wäre das der Beweis / Grund sich von der AFD angezogen zu fühlen.
Der AFD, die die 68er Generation so verdammt.
Es war aber genau diese Generation, die die mangelnde Unabhängigkeit der Medien anprangerte und auf Nazi-Vergangenheiten der Einflussnehmer (Politiker, Richter,Wirtschaft) hinwies.
Diese Umfrage ist keine neue Erkenntniss und nicht ein Zeichen unserer Zeit, sie wird nur von der rechten Lügenpropaganda ausgeschlachtet.

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rieberger 03.05.2016, 07:59
148. Vertrauen ist erschüttert

Früher hätte ich vehement die Meinung vertreten, daß die deutschen Medien unabhängig sind.
Heute kann ich nur sagen, ich weiß es nicht.

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wohei-dho 03.05.2016, 08:07
149. Nicht so euphorisch, denn ...

Zitat von nhorwath
Denn bisher war ich der Meinung,dass auch bei Spon eine Untermieterin Namens Frau Merkel wohnt.Die mithilft unter die Decke zu kehren was nicht im Sinne dieser "deutschen" Demokratie ist.
...auch SPON ist von einigen (teils eigensüchtigen) Interessen gelenkt, die nicht gut sind für den Leser, bzw. die Gesellschaft. Und auch für SPON schreiben Menschen Beiträge, die die Wahrheit nicht kennen oder aus ideologischen Gründen "uminterpretieren" etc..

Siehe auch Goethe: Und denn, man muss das Wahre immer wiederholen, weil auch der Irrtum um uns herum immer wieder gepredigt wird, und zwar nicht von einzelnen, sondern von der Masse. In Zeitungen und Enzyklopädien, auf Schulen und Universitäten, überall ist der Irrtum obenauf, und es ist ihm wohl und behaglich, im Gefühl der Majorität, die auf seiner Seite ist.

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