Forum: Kultur
Umgang mit der AfD: Durch den Schlamm des Hasses

Kaum sagt jemand von der AfD etwas Idiotisches, wird er in die Talkshow eingeladen. Das ist reine Diskursromantik. Unsinn bleibt Unsinn, der muss nicht noch mal öffentlich wiederholt werden.

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sojetztja 12.06.2016, 09:51
1.

>Ich weiß, ich habe nun doch wieder von der AfD >geredet,

Grämen Sie sich nicht, im FAlle dieses Artikels war das nötig und sinnvoll. Das gilt aber nur bedingt für unzählige andere Spiegel (online)-Artikel der letzten Tage/Wochen. Da muss man sich schon oft fragen, ob die mediale Lust an der Skandalisierung nicht meist denen in die Karten spielt, die man doch zu kritisieren vorgibt. Mal abgesehen davon, dass es nicht immer das Bild rationalen und seriösen Journalismus abgibt...

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ronni123456 12.06.2016, 10:07
2. Georg Diez

Was würden Sie nur machen, über was würden Sie schreiben, gäbe es die AFD nicht?

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thos77 12.06.2016, 10:08
3. Hass? - Wohl eher Unzufriedenheit/Verärgertsein bis Wut.

Her Dietz: "Die sehr viel grundsätzlichere Frage aber ist, wie eine Gesellschaft, die so sehr auf Konsens gebaut ist, gebaut war wie das Nachkriegs-Westdeutschland, nun damit umgeht, dass es Milieus gibt, die sich diesem Konsens fundamental verweigern, weil sie ein anderes Land und damit einen anderen Konsens wollen,..." - Herr Dietz, der Konsens wurde durch den Umgang mit der Migrantenkrise (offene Grenzen) stark und nachhaltig beschädigt. Da fing es an und auch die Eurokrise hat ihren Anteil. Der Aufstieg der AfD ist doch nur eine recht natürliche Reaktion, ist nicht Ursache von was sondern erstmal die Folge von etwas Dramatischem. (Die Politik der offenen Grenzen damals kann jetzt sogar das entscheidende Element sein, daß GB aus der EU austritt.) - Und warum gebrauchen viele (Sie eingeschlossen und wohl bewußt) den Begriff "Hass"? Sollte man damit nicht vorsichtig sein? Wut oder Unzufriedenheit haben viele, aber Hass? Ich haben den Eindruck, der sog. Hass wird zum großen Teil nur herbeigeredet. Verantwortung der Medienleute und Politiker hierbei!?

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janowitsch 12.06.2016, 10:21
4. AfD instrumentalisiert die Medien

Gauland und andere werden mit jeder neuen abseitigen Aussage ins Zentrum des Medieninteresses gerückt. Hat nicht Frau Petry gesagt, man müsse provokative Aussagen in der Öffentlichkeit machen, um im Gespräch zu bleiben? Diese Strategie geht auf. Anstatt sie zu ignorieren, skandalisieren die Medien diese absichtlichen Provokationen, für die jeder normal Denkende nur ein müdes Lächeln und eine Scheibenwischer-Geste übrig hätte.

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sonicmiles 12.06.2016, 10:22
5. Scheindebatte

In Deutschland wird eine ganz scheinheilige Debatte geführt... Es wird über Integration und Rassismus geredet aber eigentlich geht es um Umverteilung und zwar zu Gunsten der Zuwanderer... Zahlenbeispiel: Für die eigenen Leute die ihren Lebensunterhalt nicht selber tragen können (Arbeitslosengeld2) geben wir 33 Mrd. im Jahr aus. Jetzt geben wir nur vom Bund pro Jahr fast 20 Mrd. für die Flüchtlinge aus. Wenn wir davon ausgehen dass es 1,5 Mio Flüchtlinge gibt aber 6 Mio Arbeitslosengeld II Empfänger kommen wir bei den Arbeitslosengeld II Empfänger auf ein pro Kopf Einkommen von 5500 € und bei den Flüchtlingen auf über 13000 €. Wir geben für die Flüchtlinge also weit mehr als das doppelte aus als wie für einen Einheimischen? Ist das gerecht? Wer ist dafür verantwortlich? Das sind Fragen die diskutiert werden müssen...

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horst-peeter 12.06.2016, 10:27
6. Find

Ich gut. Herr Dietz könnte ja mal mit gutem Beispiel vorangehen und offen zugeben, dass er linksradikal und nicht an Konsensus interessiert ist. Stattdessen meint er immer noch, Vertreter des wahren (natürlich linken) Volkswillens und im Vollbesitz des einzig richtigen "Konsens" zu sein, den alle zu teilen haben. Ein Schelm, wer Parallelen zur AfD erkennt. ;-)

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mike.bauer 12.06.2016, 10:31
7. Unsinn

Die Wähler bestimmen was Unsinn ist und was nicht. Die AfD steht im Bund bei 10% (+/-) und deswegen muss sie meiner Meinung nach eingeladen werden. Der Bürger soll entscheiden wer das bessere Argument hat.

Wenn man sie ignoriert, also in Bezug auf Wählerstimmen ungleich behandelt, bedient das den typischen linken Beißreflex und ist ziemlich innovationslos.

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wolly21 12.06.2016, 10:34
8. Konsens

und Toleranz:
Wie weit müssen die gehen? Müssen wir Konsens mit dem Islam (er gehört ja zu Deutschland?) finden, tolerieren die Minderberechtigung der Frauen, Homos, ....?

Anders herum gefragt:
Was bringt uns die Integration fremder (vorwiegend islamischer) Kultur? Wie bereichert der Islam die Deutsche, die Europäische Kultur?

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Ährengast 12.06.2016, 10:35
9.

Zitat von fredadrett
Will denn Herr Boateng die all diese Leute neben sich wohnen haben. Zum Beispiel die ganzen Linken die im Zweifel nachts sein Auto abfackeln ... Wie sollen denn alle in Grünewald platz haben?
Wie kommen Sie darauf, dass dies die wahre Frage ist? Es geht nur Herrn Boateng was an, wen er gern in seiner Nachbarschaft wohnen haben will. Womöglich macht er sich darüber selbst weniger Gedanken als Sie und wohnt einfach dort, wo er's schön findet. Wie die meisten anderen Menschen auch, freilich jeder im Rahmen seiner eigenen finanziellen Möglichkeiten.

Es ist und bleibt ohne jeden Belang, öffentlich Vermutungen darüber anzustellen, ob "die Leute" oder eine konkrete Person (in diesem Fall Boateng) irgendwelche anderen "Leute" neben sich wohnen haben wollen. Das von Herrn Diez gebrauchte I-Wort mag unhöflich sein, trifft es aber genau.

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