Forum: Kultur
Umgang mit Merkels Zittern: Einfach mal still sein
Lukas Coch/EPA-EFE/REX

Angela Merkel zittert - und fast jeder hat etwas dazu zu sagen. Dabei ist es nicht bemerkenswert, dass jemand, der einen harten Job macht, auch mal körperliche Symptome zeigt.

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spon_12 16.07.2019, 20:56
50.

Normalerweise würde ich sagen: "Und Stokowski reiht sich ein...".

Das Traurige ist: So ein Artikel ist wahrscheinlich sogar notwendig.

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wassolldasdenn52 16.07.2019, 21:05
51. Man darf sehr wohl, wir haben Meinungsfreiheit

Wenn ich die Zitteranfälle so sehe und sehe, wie sehr sie in relativ kurzer Zeit aufgedunsen aussieht, dann spricht das für eine erhebliche Kortisonbehandlung. Und, ich bin der Meinung, sie wird die Legislaturperiode nicht zuende führen können! Und warum sollte sich dazu niemand äussern sollen? Über alle anderen Kanzler wurde schliesslich auch alles Mögliche abgelabert! Auch heute konnte sie bei einem Empfang nicht stehen, sondern musste wieder sitzen! Das sagt viel über ihren Gesundheitszustand. Also, Frau Stokowski, da muss man wirklich nicht schweigen!

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B.Buchholz 16.07.2019, 21:07
52.

Merkel zeigt innerhalb kurzer Zeit mehrfach Schüttelanfälle, absolviert seitdem Paraden im Sitzen, weigert sich aber, das Ergebnis einer ärztlichen Untersuchung zu veröffentlichen, und setzt lieber auf wechselnde Selbstdiagnosen. Anschließend heißt es hier, dass das reichen muss und Leute mit anderer Meinung quasi den Mund halten sollten.

Als Trumps mentale Leistungsfähigkeit angezweifelt wird, lässt dieser eine Untersuchung durchführen und den Arzt sprechen. Alles okay laut diesem. Anschließend wird hier ein Artikel mit einer hämischen Überschrift veröffentlicht ("Trump kann Löwe und Nashorn benennen"), die ärztliche Untersuchung in Zweifel gezogen, das Haar in der Suppe gesucht und über sein Gewicht spekuliert.

Wenn das mal keine Doppelstandards sind. Man stelle sich das Ganze nur einmal umgekehrt vor. U.a. deshalb schwindet auch Vertrauen in die Medien. Es geht nicht neutral um irgendwelche Sachverhalte, sondern um Sympathien und Präferenzen, nach denen eine Berichterstattung ausfällt, wobei dann auf der einen Seite scharf kritisiert wird, was man auf der anderen Seite selber praktiziert.

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Bwert 16.07.2019, 21:11
53.

Angeblich hat Angela während des Zitterns mit süßem Grausen an Margaretes letzten Artikel gedacht.

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voxhumana 16.07.2019, 21:24
54. Absolut d'accord..

.. . ich hätte noch ein paar andere Themen:
- den Shitstorm zu einer mißglückten Bahnansage aus Anlass einer Bombenentschärfung
- die Shitstorms zu mehr oder minder geistreichen Äußerungen im Karneval zu Doppelnamen
- in Hamburg hat gerade ein Vater eine Diskussion über das Verhalten einer Kita entfacht, die sein Kind von seiner eigenen Geburtstagsfeier ausgeschlossen habe , weil es zu spät kam
etc
Offensichtlich geht es uns so gut, dass uns langweilig ist. Und weil uns langweilig ist, sind uns alle Themen willkommen- selbst das Zittern der Kanzlerin. Felix Germania!

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darkk 16.07.2019, 21:31
55. @Beitrag 23 booox

Ach Mensch, nun hat Frau Stokowsky einen Artikel ganz ohne Seitenhiebe auf Männliches geschrieben und nun müssen sie das übernehmen? Der Anfangskommentar, den der Forist inhaltlich kritisiert hat, den sie dann kommentiert haben, war ja nun wirklich ohne jeglichen Bezug auf das Geschlecht der Autorin, wie der Kanzlerin. Warum müssen sie dann das Geschlecht des Kommentierenten thematisieren, und dann auch noch auf so sexistische Weise? Denkt man das weiter, wäre jeder kritische Kommentar eines Mannes zur Kolumne einer Frau sexistisch, auch wenn ganz neutral der Inhalt kommentiert wird. Und natürlich auch andersherum. Somit wäre ihr Kommentar, insofern sie denn eine Frau sind, nach ihren eigenen Maßstäben auch sexistisch (die Wortwahl ist es auf jeden Fall), und mein Kommentar zu Ihnen natürlich auch, denn ich bin ja auch so ein dummer Rüde. Zum Glück bin ich bei diesem Artikel ganz bei Frau Stokowsky, was mich vielleicht vor den schlimmsten Höllenqualen retten könnte. :-) Naja jede(r) schaut halt durch die Brille, die sie / er sich aufgesetzt hat. Einen schönen Abend noch...

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christian simons 16.07.2019, 21:49
56.

Die Kanzlerin hat sich mit ihrem Tatterich die publizistische Höchststrafe unseres Landes eingebrockt: Post von Wagner.
Allein das ist schon ein Grund, sich in diesem Fall mit ihr zu solidarisieren.

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stelzerdd 16.07.2019, 22:03
57. Kein Widerspruch

Kein widerspruch von mir zu dieser Kolumne. Es stimmt einfach, was Frau Stokowski hier geschrieben hat. Auch wenn die Kanzlerin selbst keines Beistands aus den Medien bedarf. Ich schätze, die hat genügend Beistand in ihrer unmittelbaren Umgebung. Ihr Mann, ihre Familie, Ärzte, Freunde.

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ghp2 16.07.2019, 22:13
58.

Ähnliches ist mir auch schon mal passiert. Da steht man im Rampenlicht und kann absolut gar nichts machen, man muss da stehen (bleiben), das Adrenalin geht los und man fängt an zu flattern, einfach zu viel Adrenalin.
Und dann erinnert man sich bei solchen Gelegenheiten dummerweise wieder dran und...............irgendwann
ist's oft genug nicht passiert und das war's. Ich bin weder Mediziner noch Psychologe, aber scheint mir nichts zu sein worüber man sich Gedanken machen muss. Es soll Leute geben, die ne'n richtig guten Vortrag gehalten haben und nichts mehr davon wussten.

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az150 16.07.2019, 22:31
59. Sankt Merkel

Sankt Merkel zeigt Schwächesymptome in aller Öffentlichkeit. Natürlich weckt das Spekulationen aller Art. Natürlich ist sie aber auch nicht verpflichtet, der Öffentlichkeit detaillierte Auskunft über ihren Gesundheitszustand zu geben. Soweit, so richtig. Die Frage ist nur, ob es klug ist, um die Spekulationen und Forderungen nach Auskunft zu beenden. Denn die erfolgen schließlich nicht nur, weil Merkel gezittert hat. Sie erfolgen, weil sie wiederholt gezittert hat, weil sie das wichtigste Amt in diesem Land bekleidet, weil sie in diesem Amt Vielen längst als überfällig und amtsmüde gilt, weil sie in einer Zeit verfallender internationaler Strukturen, nationaler Stagnation, absehbarer, weltweiter Umweltkatastrophen, kurz gesagt, einer sehr prekären Zeit, in der sehr wichtige Entscheidungen anstehen, regiert. Eine wie auch immer geartete Vakanz auf dem deutschen Chefsessel wäre in dieser Zeit ausgesprochen ungünstig - und zwar nicht für Merkel, sondern für alle anderen. Ich denke, das sind Gründe genug, sich ausnahmsweise mal nicht auf sein Patientengeheimnis zu berufen. Die fadenscheinigen Erklärungen halte ich jedenfalls für nicht glaubwürdig, ohne es aber tatsächlich beurteilen zu können. Dass Frau Stokowski ausgerechnet der Frau in der deutschen Politik die Stange hält, die am meisten an ihrem Sessel klebt, ist unverzeihlich. Wenigstens bei dieser frauenpolitischen Nullnummer einmal über den eigenen feministischen Schatten zu springen, scheint bei Stokowski schon zu viel verlangt zu sein. Merkel ist Frau und nicht antifeministisch - also ist sie sakrosankt.

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