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Umsonstkultur im Internet: Genießen Sie diesen kostenlosen Beitrag!

Stundenlang für das teure neue iPhone anstehen, aber digital grundsätzlich nichts zahlen wollen? So viel zum Thema Geiz.

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wernernett 27.09.2014, 10:52
20. Sie haben Recht

Ich gestehe: zum erstenmal habe ich etwas von Ihnen gelesen,wo ich sagen kann, das stimmt. Die Auswirkungen des Internets können wir heute wirklich noch nicht abschätzen. Uns gefällt ja auch der 24Stunden Rundumservice. Aber wer ist heute noch bereit,lange zu arbeiten und ständig verfügbar zu sein? Diese Diskrepanz zwischen eigener Erwartungshaltung und eigener Leistungsbereitschaft wird immer größer und die meisten merken es nicht einmal. Und mit Ihrem letzten Satz haben sie auch Recht. Für den Mist, den Sie sonst schreiben, würde ich auch nicht zahlen. Ich sage Ihnen auch warum. Sie kritisieren Menschen für etwas, das Sie selbst auch so gerne betreiben: mit dem Finger auf andere zeigen, Menschen ausgrenzen, Menschen verachten. Z.B. für ihr Geschlecht.

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Kaworu 27.09.2014, 10:52
21.

Zu den vorab vorgetragenen Gründen kann ich noch hinzufügen, dass vermutlich viele Besucher zu spiegel.de kommen und sich hierbei denken, dass sich das Webangebot durch den Magazinpreis stützt. Das dem nicht so ist ist leider nicht jedem klar, finanziert wird hier wie andernorts im Internet via Werbung und hier purzeln leider seit geraumer Zeit die Preise.
Zu Facebook, Google und Amazon (wobei amazon nicht wirklich was in der Liste der Kostenlosanbieter zu suchen hat meiner Meinung nach) kann man allerdings sagen: Die wissen, wo sie ihr Geld herbekommen. Bei diesen Reichweiten können die sich ihre Werbepartner aussuchen - mal ganz ohne die (begründete?) Polemik mit dem Datenverkauf. (Wir wissen ja: Ein qualitativ hochwertiger Datensatz ist mindestens 5 Euro wert - sagen zumindest die Meldeämter afaik)

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claus_debold 27.09.2014, 10:56
22. Aha

Wiedermal konnte ich es mir nicht verkneifen, ihre Kolumne zu lesen und das, obwohl (oder gerade deshalb) ich Ihnen selten zustimme. Wir sind einfach Antagonisten. Trotzdem frage ich ganz freundich: Was wollen Sie eigentlich sagen? Wo ist die Quintessenz? Der Rat für´s tägliche Überleben des gemeinen Spiegellesers?

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rekorder 27.09.2014, 10:57
23. ?

Ihr macht' s doch schon. Der digitale Spiegel, die digitale Zeit,... kaufe ich für meinen eReader.

Ihr habt doch (noch) ne Marke. Damit Geld zu verdienen ist leicht. Leichter als sus Nichts zu starten.

Das Problem ist oft nur, dass ich immer mehr an Zugängen separat bezahle (Kabelfernsehen, Internet, Mobiltelefon, GEZ, Indirekt Abgaben an GEMA, VG WORT,...) Wenn all diese Gelder irgendwer einstreicht, aber nicht der Content-Produzent würde ich mir msl Gedanken machen....

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passagier1 27.09.2014, 10:58
24.

Nichts ist umsonst. Die privaten Medien finanzieren sich überwiegend aus Werbegeldern. Werbekosten, die in den Preis jedes Konsumartikels einkalkuliert werden und unbemerkt allen Usern bei jedem Einkauf aus der Tasche gezogen werden. Das Abonnement Modell schließt Werbung von vorneherein aus und dann gibt es noch das Mischmodell der öffentlich Rechtlichen. Sowohl GEZ als auch ein bisschen Werbung. Gezahlt wird immer, mal so, mal so.

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peter78 27.09.2014, 11:11
25. Bei der Software funktionierts

Falls jemand einen leicht humpelnden Vergleich braucht:
Auch Software hat einen Urheber, und er möchte von den Produkten seiner Arbeit irgendwie leben.
Vor nicht allzu langer Zeit gab es völlig verrückte Leute, die meinten Software müsse FREI sein.
Damals sind etliche Informatikstudenten panisch herumgerannt, und glaubten sich dem Hungertuche nahe: "Von was soll ich denn leben! "
Was ist seit dem passiert:
Es gibt unfassliche Mengen von freier Software; Informatiker leben besser als je zuvor.
Auch Sie, Frau Berg, können morgen mit wenigen € ein Internetstartup lostreten, weil all die Software die Sie dafür benötigen GRATIS ist.
Ach, es fehlt Ihnen an Ideen? Dann hören Sie aber auf zu jammern!

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bono-c 27.09.2014, 11:29
26. Zu kompliziert

Ich kann den Beitrag nur so verstehen, dass Frau Berg das Internet nicht versteht oder verstehen möchte. Dabei geht es nicht um zukünftige Entwicklungen, sondern um heute.
Kaum ein Artikel, den man im Internet liest, ist wirklich kostenlos. Viele finanzieren sich durch Werbung, die es hier bei Spiegel Online ja auch gibt.

Was die als geizig bezeichneten Endnutzer angeht, so wären sicher viele bereit, Geld zu bezahlen. Bei Musik funktioniert das ja auch, allerdings erst, seitdem es unabhängig vom Label Anbieter gibt, die alles anbieten. Bei Filmen oder Serien sieht man gerade, wie es nicht geht. Nur einzelne Serien bei einzelnen Portalen - viel zu kompliziert. Selbst wenn man zahlen möchte, wird es einem doch sehr erschwert.

Generell wäre nichts gegen Geld für Online-Journalismus einzuwenden, wenn man für einen festen Betrag eine Flatrate bekommen würde. Ob Handelsblatt oder taz - da müsste alles drin sein. Das wäre einfach und transparent.

Vielleicht sollte man in dem Zusammenhang auch mal über die GEZ-Höhe nachdenken, das sind ja alles Mittel, die den privaten Medien nicht zugute kommen. Wenn man die wenigstens frei verteilen könnte...

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schlawiano 27.09.2014, 11:50
27. wie oft nur halbseitige provokante Betrachtung

davon abgesehen, dass ich mangels ignorier-Knopf immer wieder über die Beiträge der Dame stolpere..... kann ich mich auch hier nur über dass Gejammere wundern. Das Netz ist nun mal frei, so ist die Konkurrenz um einiges größer... so wird es immer jemand geben, der Leistung für lau oder über ein werbefinaziertes Geschäftsmodel anbietet.
Facebook, Google, Online-Zeitungen sind alles andere als umsonst.
Neben finanziellen Gewinn gibt es durchaus andere Gründe digitale Werte frei zur Verfügung zu stellen. Siehe Wikipedia, zahlreiche Seiten von Hobbyfotografen, Anleitungen und Hilfestellungen...
Was Frau Berg mit der abwertigen 50 Cents außer acht lässt, dass Apps inzwischen auf Millionen Geräten laufen, dank Internet ist diese Verbreitung erst mal möglich. Auch mit 50 Cents kann man Gewinn machen. Bessere Apps sind ohnehin erst zw. 3-5 Euro zu haben.. Das sind sicher keine 50 Euro wie für ein PC Spiel. Letzeres wird ohnehin nicht so oft verkauft, wie eine App.
Also Frau Berg eine gründlichere Recherche täte mal Not

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quakiutel 27.09.2014, 12:13
28. Der absurde Mensch...

...braucht grosse oder kleine Aufblasmaschinen -
diese kosten mehr oder weniger Geld - je nach Effekt.
Es war von Anfang an klar, dass das Internet unsere Welt verändern würde. Wir versuchen, viele Angebote
preiswert zu halten, weil wir für andere zuviel bezahlen. Für die Aufblassüchtigen ist das Sparen aber zwecklos.

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itsamadworld 27.09.2014, 12:22
29. Wo ist das Problem?

Frau Berg klagt über die Modernität des Internets und setzt gleichzeitig althergebrachte Bezahlungsmethoden an. Man sollte dabei aber nicht vergessen, das selbst die Printmedien in ihren guten Zeiten im Wesentlichen von der Werbung und nicht vom Leser existierten. Und man kann nun wirklich nicht behaupten, dass sich dies im Internet geändert hat. So gesehen darf man fragen: Wo ist das Problem?
Und ganz nebenbei: Das an dieser Stelle völlig unangebrachte, aber allseits beliebte, Apple-Bashing hätte ich nun nicht gerade von Frau Berg erwartet. Haben Sie auch schon versucht Ihr Smartphone zu verbiegen?

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