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Umstrittene Inszenierung: Hallervorden weist Rassismus-Vorwürfe zurück

Gar nicht lustig: Für*seine*Inszenierung des Theaterstücks "Ich bin nicht Rappaport"*muss sich Schauspieler und Theaterleiter Dieter Hallervorden herbe Vorwürfe gefallen lassen. Kritiker fühlen sich an rassistische "Blackface"-Aufführungen erinnert. *

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rolandmuck 10.01.2012, 15:07
1. Es ist zum Lachen

wenn es nicht zum Weinen wäre, woran sich politisch korrekte Gutmenschen hochziehen. Ja geht's denn noch, möchte ich ihnen zurufen.

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leser_81 10.01.2012, 15:10
2. Jetzt mal echt !

Zitat von sysop
Gar nicht lustig: Für*seine*Inszenierung des Theaterstücks "Ich bin nicht Rappaport"*muss sich Schauspieler und Theaterleiter Dieter Hallervorden herbe Vorwürfe gefallen lassen. Kritiker fühlen sich an rassistische "Blackface"-Aufführungen erinnert. *
Es hört doch irgendwo mal auf ! Diese Gutmenschen getue ist doch echt ätzend.
Darf man sich noch nicht einmal schwarze Farbe ins Gesicht machen ohne gleich als Rassist dargestellt zu werden ?
Was wäre denn wenn es umgekehrt wäre und ein Schwarzer sich weisse Farbe ins Gesicht machen würde ? Dann wäre das ein cooler Spass aber umgekehrt ....
echt lächerlich !

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Das-tobende-Steuerschaf 10.01.2012, 15:14
3. Offensichtlich...

...geht es Deutschland noch viel zu gut. So lange noch zahlreiche pseudo-gutmenschliche Rassenfanatiker wegen diesem Muckenschiss Zeter und Mordio schrei(b)en können, hat Deutschland offenbar keine wirklichen Probleme. Zum elephantösen Aufblähen schwarz-weißer Mücken ist offenbar noch genügend Puste da.

Staatsverschuldung, potentielles Auseinanderbrechen der Währung, Preissteigerungen, Umweltkatastrophen, Kriege in der Welt, Gewalt auf unseren Straßen, dramatisches Absacken des Bildungsniveaus...

...aber hier spielt ein weißer Schauspieler einen Schwarzen, und hunderte brüllen 'GottIn-sei-bei-uns' und tun so, als hätte Joseph Göbbels höchstpersönlich einen rassekundlichen Nazi-Hetzstreifen aus der Hölle direkt in GZSZ lanciert.

Mein Fazit: Pimperle-wichtig-Diskussionen - Didi sollte in gewohnter Weise darauf reagieren - mit Satire.

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politik aktuell 10.01.2012, 15:18
4. Absurd...

Zitat von sysop
Gar nicht lustig: Für*seine*Inszenierung des Theaterstücks "Ich bin nicht Rappaport"*muss sich Schauspieler und Theaterleiter Dieter Hallervorden herbe Vorwürfe gefallen lassen. Kritiker fühlen sich an rassistische "Blackface"-Aufführungen erinnert. *
...Rassismus ,D.Hallervorden, anzuhängen. Wie weit kommt es noch in der BRD. Denken Wir noch daran, das "Negerküsse" auch als rassistischer Ausdruck gewertet wurde. Sie werden immer lächerlicher, diese ach so lupenreinen Deutschen.

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Cotti 10.01.2012, 15:21
5. Dummköpfe

Der Sinn guter Schauspielerei ist es, so zu tun, als würde man es tun oder sein - anstatt es zu tun und zu sein. Ein männlicher Schauspieler, der glaubhaft eine Frau darstellt, ist schließlich auch kein dreckiger Chauvinist - auch nicht der Regisseur, der diese Darstellung fordert. Natürlich könnte man auch eine Frau dafür nehmen - aber da fehlt dann mindestens 50% (Schauspiel-)Kunst. Hat sich eigentlich nur ein einziger "Schwarzer" darüber beschwert?

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BonChauvi 10.01.2012, 15:26
6.

Zitat von Das-tobende-Steuerschaf
...geht es Deutschland noch viel zu gut. So lange noch zahlreiche pseudo-gutmenschliche Rassenfanatiker wegen diesem Muckenschiss Zeter und Mordio schrei(b)en können, hat .....
Man kann ja Otello zukünftig mit Roberto Blanco besetzen - ein bischen Spass muss sein!

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Petra 10.01.2012, 15:30
7. Shakespeare verbieten!

Vermutlich ist demnächst mit wütenden Protesten der Gutwutbürger gegen Shakespeare zu rechnen - schließlich läßt der in Othello und anderen Stücken auch Schwarze auftreten. Und in Verdis "Othello" treten auch immer schwarz geschminkte Sänger auf. Skandal! Shakespeare UND Verdi verbieten, aber sofort!

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amonn 10.01.2012, 15:32
8.

Im (europäischen) Theater ist es in Ermangelung dunkelhäutiger Schauspieler seit Jahrhunderten Tradition, dass solche Rollen von geschminkten Weißen gespielt werden. Anders ließ sich zB Othello nur sehr schwierig oder gar nicht auf eine Bühne bringen. Und auch in den USA, wo es deutlich mehr farbige Schauspieler gibt, hat sich über Orson Welles in der Rolle des Mohr niemand aufgeregt

An dieser Stelle gerade Dieter Hallervorden mit Rassismus-Vorwürfen zu überziehen grenzt schon an Realsatire. Hier sind "politisch korrekte" Mitbürger eindeutig über das Ziel hinausgeschossen - hoffentlich nimmt so was nicht irgendwann mal amerikanische Züge an, denn ich möchte weiterhin über Schwule, Farbige, Ausländer, Nazis, Behinderte, Arme, Ossis, Frauen, Anhänger irgendwelcher Religionen oder selbsternannte Weltverbesserer lästern oder lachen können, ohne dass jemand mit der moralischen Keule hinter mir steht.

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conocedor 10.01.2012, 15:33
9. selbsternannte Sittenwächter

Zitat von sysop
Gar nicht lustig: Für*seine*Inszenierung des Theaterstücks "Ich bin nicht Rappaport"*muss sich Schauspieler und Theaterleiter Dieter Hallervorden herbe Vorwürfe gefallen lassen. Kritiker fühlen sich an rassistische "Blackface"-Aufführungen erinnert. *
Liest man sich die Facebook- Einträge mal durch, merkt man schon, woher der Wind weht:
Einige Berufsempörte, die routinemäßig auf der Suche nach Skandälchen sind, gelangweilte Facebooker, die dem folgen und sich einen Gaudi daraus machen, mal wieder einen Shitstorm entfachen zu können,
("Die Facebook-Gruppe Schluß mit rassistischen "blackface" Aufführungen hat fast 300 Leute zusammen. Das zur Zeit Hauptkritisiere Schlosspark Theater Berlin - Offizielle Seite hat gerade mal 661.")
und Kommentatoren, die offenbar frei von jeder Sachkenntnis und ohne das Stück je gesehen zu haben, mit Begriffen wie "Rassismus", "ignorante weiße Deutsche" und Sätzen à la
"…wenn man künstlerisch gegen Rassismus ein Zeichen setzen will, wieso spielt man dann in einem Berliner Theater ein Stück vor einer New Yorker Kulisse?" um sich werfen.
Traurig ist nur, dass man als Theaterintendant in Facebook- und Twitter- Zeiten selbst solche peinlichen und an den Haaren herbeigezogenen Vorwürfe sehr ernst nehmen und entsprechend abwehren muss, um wirtschaftlichen Schaden zu verhindern und die Reputation des Hauses zu erhalten.

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