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Umstrittener Feminismus-Text: Ronja von Rönne lehnt Springer-Preis ab
DPA

Ronja von Rönne provoziert in ihren Texten gern. Für ihren viel diskutierten Beitrag "Warum mich der Feminismus anekelt" sollte sie nun den Axel-Springer-Preis bekommen. Doch daraus wurde nichts.

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rodriguez b. bender 02.05.2016, 21:22
1. Die Dame,

war ja zu Gast bei Böhmermann, und verhielt sich in der Sendung, so weit ich mich erinnere, nicht sehr produktiv. Das macht sie sympathisch. Der benannte Text ist für mich auch nicht besonders destruktiv, eher im Rahmen der Vernunft angesiedelt.
Einen Preis von Tante Frieda abzulehnen, scheint ja auch nicht verwerflich.
An welcher Stelle ist der Vorwurf "lehnt ab" jetzt angesiedelt?

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axelst 02.05.2016, 21:27
2. Hochachtung vor dieser Frau

heutzutage gilt es meistens als Schwäche wenn man seine Meinung ändert. Ich finde es ist immer ein Zeichen der Intelligenz wenn man seine eigene Position überdenkt. Möglicherweise hat sie in diesem Fall vor den falschen Freunden zurück geschreckt, die sie hier ehren wollten. Chapeau.

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Tevsa 02.05.2016, 21:34
3. Schade

Als Wutrede habe ich es nie verstanden, sondernals Konstruktive Kritik.
Schade das es woh nicht überall so ankam.
Grade weil man viele Sachen wie überall auch im Feminismus besser machen könnte-

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teneny 02.05.2016, 21:57
4.

Zitat von rodriguez b. bender
"An welcher Stelle ist der Vorwurf 'lehnt ab" jetzt angesiedelt?"
Dieser Vorwurf ist nirgendwo angesiedelt, denn er wird nicht erhoben. Ihre Frage ist gegenstandslos. Hätten Sie den Text wirklich gelesen, müsten Sie sie nicht stellen.

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grandpalais 02.05.2016, 21:57
5. Lieber Spiegel

Die Dame erhielt vor allem aus dem Lager der Normalos Beifall für ihren sehr konstruktiven und erfrischenden Text. Dass da vielleicht auch rechtsradikale Brüllaffen Applaus gespendet haben, mag ja durchaus sein. Aber es ist schade, dass der Spiegel scheinbar versucht, durch betonten Verweis auf zustimmende rechtsradikale Gruppierungen den Text zu diffamieren. Solche subtilen Techniken gehören zum journalistischen Handwerk der Meinungslenkung, sind aber reichlich daneben.

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coyote38 02.05.2016, 22:01
6. Mitnichten ...

... hat sich RvR von ihrem Text "distanziert". Sie steht - im Kontext der Erstellung des Textes betrachtet - unverändert zu diesem Text. Sie verwahrt sich lediglich dagegen, zu einer Galeonsfigur gemacht zu werden ... egal,für welche Seite der Debatte.

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mulli3105 02.05.2016, 22:15
7. Ihr Artikel damals

ging mir runter wie Honig - sarkastisch, ironisch und voll auf die Zwölf. Warum sie jetzt von diesem Text Abstand nimmt, verstehe ich nicht. Bekehrt haben die Femen sie sicher nicht und an Altersschwäche leidet sie wohl auch nicht. Müde?

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underdog 02.05.2016, 22:21
8.

Frau von Rönne hat auch von linker Seite Beifall bekommen (denn auch hier gibt es Feminismuskritiker). Dass das keine Erwähnung wert ist, spricht Bände über den Zustand des gegenwärtigen Journalismus (der Spiegel ist mit diesem "Spin" in der Berichterstattung über Feminismuskritiker nicht alleine - soviel zur Unabhängigkeit der Medien).

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megamaus 02.05.2016, 22:25
9. Klüger als zuvor

Ich schlage vor, dass die Gute für ihre Ablehnung ausgezeichnet wird. Denn die ist weit klüger als ihr "ausgezeichneter" Text. Lesbar hin, amüsant her - eine aus dem Bauch heraus geschriebene Wutrede ist wenig preiswürdig. Das hat die Autorin offenbar selbst eingesehen. Und die Haltung junger verzogener Gören zum Feminismus, den sie höchstens noch als verwackeltes, schwarzweisses Standbild vergangener Zeiten kennen, ist ebenfalls sattsam bekannt. Darüber brauchen wir keinen neuen Kulturstreit vom Zaun zu brechen.

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