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Umstrittener Feminismus-Text: Ronja von Rönne lehnt Springer-Preis ab
DPA

Ronja von Rönne provoziert in ihren Texten gern. Für ihren viel diskutierten Beitrag "Warum mich der Feminismus anekelt" sollte sie nun den Axel-Springer-Preis bekommen. Doch daraus wurde nichts.

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Botschafter der Kokosnuss 02.05.2016, 22:26
10.

Es braucht keine Preise, um sich menschlich wert zu schätzen. Ich finde die Frau ist mutig. Braucht es dafür einen Preis? Ich weiß es nicht. Was ich aber weiß ist, dass Wertschätzung immer eine private Angelegenheit ist.

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Criticz 02.05.2016, 22:31
11. wie schon viele vor ihr, durfte Ronja von Rönne

erleben, was es heutzutage bedeutet, den Feminismus zu kritisieren. Das kann einen schnell die soziale und wirtschaftliche Existenz kosten.

In einer Talkshow merkte man das ihr an - aus lauter Angst ausgegrenzt zu werden, ruderte sie zurück. Leider. Denn ihr Text war zwar scharf im Ton - enthielt aber viele Wahrheiten.

Es gibt wenige die dem Druck der Feminismuslobby standhalten, Birgit Kelle etwa ist eine davon. Schade, dass von Rönne wohl der Mut fehlt.

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+LY 03.05.2016, 23:24
12. Was soll die Hudelei,

der Text ist raus und überall, im Netz und sonstwo für immer,
gewissermaßen Zeitgeschichte,
wer wo und wie und wann sich davon distanziert
ist Nebensache, der Text bleibt doch.
Keine Wertung von mir!

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thomasmann 03.05.2016, 23:40
13. Komisch....

Zitat von coyote38
... hat sich RvR von ihrem Text "distanziert". Sie steht - im Kontext der Erstellung des Textes betrachtet - unverändert zu diesem Text. Sie verwahrt sich lediglich dagegen, zu einer Galeonsfigur gemacht zu werden ... egal,für welche Seite der Debatte.
Da haben sie natürlich Recht, aber man sollte vielleicht nicht allzu überrascht sein, dass diese banale Wahrheit in Medien die Merkel als Kanzler hochjubeln, und Bürgern die die Dame dann auch brav wählen, auf grössere Verständnisprobleme stösst... ;-)

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mgalxe 03.05.2016, 00:24
14. Plump

Man könnte auch einfach nur sachlich Kritik an dem Artikel üben. Der Versuch am Ende des Artikels mit der Erwähnung von rechtsradikalen die Autorin/ihren Text zu diffamieren ist dermaßen plump. Es gab bestimmt auch jemanden bei der SPD der den Text gut fand. Tut das irgendwas zur Sache? - Nein.

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vera gehlkiel 03.05.2016, 01:56
15.

Nicht viel ist dagegen einzuwenden, dass von Rönne versucht wo sie kann, Aufmerksamkeit zu erregen. Schliesslich will sie was verkaufen. Dafür darf man auch mal mit schrägen Methoden werben. Feministinnen haben sich mit dem Artikel wohl kaum ernsthafter auseinandersetzen müssen; da er sowieso keine politische Relevanz haben soll, wie von Rönne im Text selbst mehrfach betont, sondern nur ein subjektives Stimmungsbild abgeben will, kann man sich das Lesen sogar vielleicht komplett schenken. Eigentlich hätte sie auch mal über Bernd das Brot ablästern können, oder vielleicht über die neue Seuche der Gastronomietesterei bei den Privaten. Nun denn. Natürlich kann Ronja von Rönne aber ab sofort gern wieder Feministin sein, oder übermorgen wieder nicht mehr, und man wünscht ihr auch, dass sich ihr Buch trotzdem gut verkauft. Eine Eintrittskarte zu einer ernsthaften Teilnahme am gesellschaftspolitischen Diskurs stellte allerdings weder der Artikel dar, noch tut dies ihre aktuelle Distanzierung davon. Man hat ein bisschen den Eindruck, dass es ihr eben hierum geht, und sie die einmal ausgepackte Flöte jetzt auch noch gern von unten nach oben bespielen möchte. Dumm genug, aber wenn die bei der "Welt" es gar nicht merken, kann von Rönne dafür tatsächlich nichts. Als erklärte Egoistin muss sie sich auch nicht rechtfertigen. Trotzdem noch mal kurz etwas Relevantes: wer ist bloss auf die wirklich absurde Idee verfallen, einem sprachlich so schwachen Beitrag einen Preis zu verleihen? Das erinnert an den "Integrationsbambi" für Bushido vor einiger Zeit, und ist ziemlich peinlich für die "Welt".

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trustableman1964 03.05.2016, 01:58
16. Diese Dame braucht Hilfe

Wer etwas gründlicher recherchiert und sich in die überaus launische Bauchnabelbeschauung dieser Dame in ihrem 'Tagebuch'-Blog hineinliest wird über ihre öffentlich ausgetragene Zerrissenheit kaum überrascht sein.
Zitat:
"Ich nehme meine Antriebslosigkeit sehr ernst. Anstatt ins Museum zu gehen, google ich Depressions-Tests. Ich bestehe sie alle, es ist aber ehrlich gesagt auch ziemlich einfach. Danach mache ich das Zeit-Wissens-Quiz. Ich weiß nichts, es ist aber ehrlich gesagt auch ziemlich schwierig. Und da soll noch einmal jemand behaupten, die Dummen seien glücklich. So ein Unsinn, ich bin saublöd und kreuzunglücklich."

Fazit: Diese Dame braucht Hilfe und sicher keinen Springer Preis.

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mkalus 03.05.2016, 02:29
17. Na passt doch...

Zitat von
Mittlerweile scheint sich von Rönnes Abneigung gegen den Feminismus ein wenig gelegt zu haben. Sie distanzierte sich während der Preisverleihung von ihrem Text.
So machen das die modernen Feministinnen ja auch. Erst gross draufschlagen und dann hinterher behaupten das sei ja alles nur Spass gewesen.

Ich bin mir aber auch sicher das sie vermutlich auch ganz nette Drohungen von "den guten" abbekommen hat, denn wer der Religion widerspricht, der muss zurecht gestutzt werden.

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sanktmax 03.05.2016, 04:11
18. Bravo

Mit beidem haben Sie recht, mit dem polemischen Text und mit der Ablehnung des Preises, differenzierte Meinungen sind das, was wir brauchen, es geht nicht um Antifeminismus und Feminismus, um Antikapitalismus und Kapitalismus, es geht um lebenswerte Verhältnisse, und die sind nicht von Machtstrukturen beherrscht, hören wir einfach mal auf

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odapiel 03.05.2016, 05:47
19. Vielleicht hat sie ja was dazugelernt

Sicher bin ich mir dabei aber nicht, denn das wird wohl noch ein paar Erfahrungen lang dauern.

Wer derart verzückt auf dem Medienklavier daherklimpert wie dieser späte Teenager will eigentlich nur eins: auffallen. Das schafft sie ja auch problemlos.

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