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Umwelt-Talk bei "Maischberger": "Wenn wir die Autos loswerden, das wäre gut"
DPA

Sandra Maischberger diskutierte mit ihren Gästen über den "Glaubenskrieg ums Auto": Journalist Poschardt gab den Asphalt-Cowboy, FDP-Vize Kubicki sorgte mit einem Kerzen-Beispiel für den Schlagabtausch des Abends.

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observerlbg 14.02.2019, 06:27
1. Hier ist keine Rationalität möglich

So eine Debatte in US.-Medien? Eher undenkbar, die Lobbyisten der Kochbrüder würden sowas im Vorfeld verhindern. Aber auch bei uns wird diese Diskussion aus dem Bauch heraus geführt, von allen Seiten. Und die "Autofreunde" sind politisch in der Mehrheit. Die Minderheit kann nur verhindern, nicht gestalten. Wie Otto- und Erna-Normalverbraucher tickt, können wir jeden Werktag vor deutschen Schulen sehen: Parkchaos der besorgten Eltern. Sie glauben ein Problem anzugehen, und sind es doch selber. Der größte Feind des Autofahrers? Die anderen Autofahrer!

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pyroklastisch 14.02.2019, 06:34
2. Paradebeispiel Stuttgart

Gut, der Kessel bei Inversionswetterlage ist schonmal eine schlechte Voraussetzung. Kommt es dort zum sogenannten Feinstaubalarm, dürfen die Häuslebauer ihren Komfortofen nur noch mit Feinstaubfilter betreiben und sollen die Autos stehen lassen. Dass die höchsten Konzentrationen Feinstaub in der U-Bahn Station auftreten wird für eine umfassende Lösung genauso vernachlässigt wie das schaffen einer intelligenten Ampelschaltung, um Stop and Go zu vermeiden. Solange sich, wie im Artikel treffend zitiert, Leute mit komplexen Themen beschäftigen, die nicht über die entsprechende Bildung verfügen, gelingt keine vollumfängliche Lösung. Wobei ich natürlich die Weitsicht, unnötige Öfen in den Feinstaubalarm zu integrieren, also Positivbeispiel hervortun möchte.

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nach-mir-die-springflut 14.02.2019, 06:54
3. Ein anderes Wort für Katastrophe ist Umkehr

"Franz Alts These, die Autoindustrie mache sich selbst kaputt, denn sie habe nicht nur bei Abgaswerten getrickst, sondern auch die Entwicklung des Elektroautos verschlafen..."

Die Autoindustrie wie auch andere hat das Problem, dass sie - nur natürlich - vor einem gesättigten Markt steht. Der erlaubt es ihr nur noch bedingt, Absatz zu generieren, zumindest in Deutschland. Den Elektroantrieb hat sie nicht verschlafen. Sie hat genügend Leistungsfähigkeit, ihn auch anzubieten, nur ist das Batterieauto weder ökologisch noch ökonomisch die bessere Wahl.

Was aber vor uns liegt, ist mit der Energiewende die Kombination aus Öko-Kraftstoffen und Grundeinkommen. Das Grundeinkommen in einer separaten Währung ist es, was die Absatzschwierigkeiten in gesättigten Märkten mindert respektive diese Industrien auch ohne Wachstum oder mit nur geringem überkleben lässt. Dem Individualverkehr werden Alternativen zugesellt werden (müssen). Krank ist das gesamte finanzkapitalistische Wirtschaftssystem als Ursache, nicht ein Fortbewegungsmittel.

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basic11 14.02.2019, 07:11
4. Die Deutschen haben das Denken

verlernt. Nur noch schwarz/weiss Denke.

Sinn würde machen:
- Elektrofahrzeuge für das Stadtumfeld mit Ladung über Solarzellen auf dem Dach sofern mögl.
- Brennstoffzellenförderung massiv nachdem diese von den Fossillobbyisten totgequatscht wurde (könnte ja auch ein Exportvorteil sein)
- Nachrüstung u wirklich faire Inzahlungnahmen und nicht nur Pseudoangebote .. in der Überhangsphase

Ich höre aber schon die Strom u Autolobby etc im Hintergrund jammern...

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rhodococcus 14.02.2019, 07:25
5. ... aus welchem Grund in aller Welt ...

... glaubt man an die Zukunft einer flächendeckenden E-Mobilität ?

Werden neben der Umweltbelastung auch die Wirkungen von elektromagnetischer Strahlung auf die Fahrzeuginsassen und andere Verkehrsteilnehmer betrachtet ?!?

... oder ist das wie beim Mobilfunk bei dem es zwischenzeitlich totgeschwiegen wird ?!?

Wann setzt endlich wieder Vernunft ein: zukünftig öffentlichen Verkehr ausbauen und verbessern, die Abgaswerte neuer Autos nachweislich senken, alte Autos bis zu ihrer natürlichen Vergänglichkeit nutzen (und nicht exportieren!) und öfter mal Zeit zum Nachdenken nehmen, wem in dieser Diskussion was nützt !!!

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ernemann7b 14.02.2019, 07:40
6. Ein vernünftiger Verkehrsfluss

muß her.
Berliner stehen, wenn sie Auto fahren zu oft im Stau.
Grund sind verkehrte Ampelschaltungen mit viel zu kurzer Grünphase.
Ich habe den Eindruck, als ob die Ampelschaltungen immer noch so sind, wie vor 10 Jahren.
Hier ist dringende Abhilfe notwendig um einen besseren Verkehrsfluss herbei zu führen.
Warum geht es bei uns in Deutschland nicht so, wie in den USA?
Dort fahren die Linksabbieger als Erste. Durch ausreichend lange Grünphasen kommen mindestens 16 Fahrzeuge über die Kreuzung.
Jeder in Deutschland kennt das Problem aus seiner Sicht.
Linksabbiegen schaffen meist nur 4-5 Autos.

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Sibylle1969 14.02.2019, 08:05
7.

Das Auto sei blechernes Double der eigenen Identität für Abermillionen Deutsche... Also wer das nötig hat? Ich nicht, das Auto ist für mich nur ein Mittel, von A nach B zu kommen, wenn Fahrrad, Zug oder Öffentliche nicht praktikabel sind.

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janos71 14.02.2019, 08:06
8. Wenn wir die Autos loswerden, das wäre gut

So etwas kann nur jemand sagen der nicht weiß wie wichtig die Automobilindustrie für D ist. Das Automobil ist das deutsche Exportprodukt Nummer eins, danach kommen noch Maschinen und Chemieprodukte. Wenn also die deutsche Automobilindustrie die Kurve zum E-Auto nicht vernünftig hinbekommt und den Anschluss an die Japaner/Koreaner & Co verliert wird es einen mächtigen Einbruch in D geben. Die Automobilstandorte, z.B. WOB, IN, M, S zählen zu den Regionen mit dem höchsten Lebensstandard in D (neben der Bankermetropole Frankfurt). Im Gegensatz zu den Japanern/Koreanern/USA können wir die freiwerdenden Arbeitskräfte der Automobilindustrie kaum in anderen Bereichen unterbringen, denn wir produzieren keine Smartphones, DSLRs, TV-Geräte, Computer, Scanner, Drucker oder sonstigen High-Tech Geräte. Die Leute landen dann oftmals direkt in der Sozialhilfe und der relativ geringe Lebensstandard in D im Vergleich zu Nord- und Westeuropa würde noch einmal deutlich absinken.

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ich2010 14.02.2019, 08:14
9.

Auto loswerden? Au ja, dann muss ich nicht mehr arbeiten und die Herren und Damen Umweltschützer dürfen mich dann alimentieren. Also ich bleibe gerne zu Hause und lasse andere für mich bezahlen :-))

Sorry, aber selten so einen Blödsinn gehört. Ohne Auto mag vllt für die werte Gesellschaft in den Großstädten funktionieren, lebt man aber auf dem Land und hat Arbeitszeiten, die eben nicht mit den Schulbus-Fahrplan zusammenpassen soll man dann genau wie die 50 km auf die Arbeit kommen...? Das interessiert vermutlich niemanden, schließlich geht es um das "Ganze" und die Damen und Herren Umweltschützer in ihren Großstädten trifft es ja schließlich nicht. Und Amazon liefert zukünftig ja eh mit der Drohne, dann wäre also auch das Problem gelöst.

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