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"Unsensible Worte aus der Vergangenheit": Kevin Hart sagt Oscar-Moderation ab
REUTERS

Die Academy muss sich einen neuen Moderator suchen: Der Komiker Kevin Hart wird nicht durch die Oscar-Gala führen. Er wollte sich nicht für schwulenfeindliche Witze entschuldigen.

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hfsfn 07.12.2018, 09:27
1. Wer von Euch ohne Schuld ist ...

... werfe den ersten Stein.

Aber natürlich sind die meisten Gesinnungsrichter nicht christlich und haben davon noch nichts gehört.

Heutzutage sollte jeder aufgeklärt genug sein, um ein tolerantes und entspanntes Bild von Homosexualität & Co zu haben. Hat der Typ ja scheinbar auch (inzwischen). Aber dass jeder wegen eines Jahre zurückliegenden Witzes vom jeweils zuständigen Opferverein an den Pranger gestellt werden kann, ist keine gute Entwicklung. Am Ende bleiben nur noch politisch oberkorrekte Langweiler übrig.

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yabba-dabba-doo 07.12.2018, 09:52
2.

@1 Wie sähe es denn mit ihrer Christlichkeit aus, wenn jemand in der Vergangenheit sexistische oder gar rassistische Äusserung gemacht hat ? Und sich nun geläutert gibt?
Es ist schön wenn sie immer vergeben können. oder machen auch sie Unterschiede?
Aber wie wir sehen, der Mensch vergisst und vergibt nicht. Egal welcher Religion, Geschlecht, politischen Gesinnung oder Hautfarbe er angehört.
Von daher sollte sich ein jeder von uns immer seiner Handlungen und Taten bewusst sein. Und nicht hinterher um Vergebung betteln.

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hape72 07.12.2018, 10:00
3.

Harts Haltung zur Homosexualität war lange Zeit ein Bestandteil seines Stand-Up-Comedy-Programms. 2010 sagte er in der Show "Seriously Funny": "Eine meiner größten Ängste ist, dass mein Sohn erwachsen wird und schwul ist." Er sei nicht homophob und habe nichts gegen Schwule, "macht, was ihr wollt, aber wenn ich als heterosexueller Mann meinen Sohn davor bewahren kann, schwul zu werden, werde ich es tun."

War dieser Satz denn Teil seines Comedy-Programmes? Wenn ja, dann war das absolut nicht lustig! Oder kam das in einer Mario Barth Präsentation rüber? Kennste, kennste? Find ich übrigens auch nicht lustig.

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postatspiegel 07.12.2018, 10:01
4. wenn er so "erwachsen"

geworden ist, warum tut ihm die despektierliche Aussage nicht leid und er entschuldigt sich dafür? Es hetzt ja niemand gegen ihn, aber es fühlt sich bestimmt nicht toll an, wenn man als Schwuler so verunglimpft wird.
Lustig wäre gewesen, hätte er sich auf die Geburt seines Sohnes gefreut, aber gehofft, dass es kein Schwarzer wird. Rassistische oder homophobe Witze kann man eben nur als selbst Betroffener reißen.

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Oihme 07.12.2018, 10:30
5. Was ist ...

.. denn an der Aussage eines Vaters verwerflich, der froh ist, dass sein Sohn nicht schwul ist?
Ist es neuerdings ein Verbrechen, sich über die zumindest problemlosere Möglichkeit von Enkelkinder zu freuen, die die eigenen Gene tragen?
Ist es nicht hinnehmbar, dass ein Vater froh ist, dass es seine Kinder in einer immer noch homophoben und vermutlich auch noch lange homophob bleibenden Welt als Heterosexuelle entschieden leichter haben?
Wenn man etwas ei anderen toleriert muss man es ja noch lange nicht für sich selber toll finden, oder?

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hfsfn 07.12.2018, 10:32
6.

@2 "... , wenn jemand in der Vergangenheit sexistische oder gar rassistische Äusserung gemacht hat ? Und sich nun geläutert gibt?"
Sie meinen, wenn er zum Beispiel einer Frau ein Kompliment für ihr Aussehen gemacht hat, das die gerade nicht hören wollte? Dann wären natürlich auch für mich alle roten Linien überschritten. So jemand gehört für alle Zeiten aus der menschlichen Gemeinschaft ausgeschlossen, selbst wenn er "hinterher um Vergebung bettelt".

"Von daher sollte sich ein jeder von uns immer seiner Handlungen und Taten bewusst sein."
Schön, dass es Menschen wie Sie gibt, die glauben, diesem Standard gerecht werden zu können. Ich spiele leider nicht in dieser moralischen Liga.

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aki-108 07.12.2018, 10:33
7. @ hsfsn

"dass jeder wegen eines Jahre zurückliegenden Witzes vom jeweils zuständigen Opferverein an den Pranger gestellt werden kann (...)"

Der Mann hat eine homophobe Historie hinter sich, die ihresgleichen sucht, es geht von unzähligen beleidigenden Twitter-Nachrichten ("a fat faced fag") über die wiederholte Aussage dass er alles tun würde um zu verhindern dass sein Sohn schwul wird, bis zur Hauptrolle in der gerade mal vor drei Jahren gedrehten "Komödie" 'Get Hard', in der sich alles darum dreht, Gleichgeschlechtlichkeit durch den Dreck zu ziehen. Das ist viel mehr als nur "ein Jahre zurückliegender Witz". Wie weit er sich heute *innerlich* geändert hat, ist nicht nachzuvollziehen weil klar ist dass mit jedem Jahr mehr die Karriere mehr auf dem Spiel steht.

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ohjeee 07.12.2018, 10:37
8. 1

Zitat von hape72
Harts Haltung zur Homosexualität war lange Zeit ein Bestandteil seines Stand-Up-Comedy-Programms. 2010 sagte er in der Show "Seriously Funny": "Eine meiner größten Ängste ist, dass mein Sohn erwachsen wird und schwul ist." Er sei nicht homophob und habe nichts gegen Schwule, "macht, was ihr.....
Ich kann mit Barths (oder Cindys) überdrehter Art und dessen abgedroschenen Witzen auch absolut nichts anfangen.
Das Stand-Up-Programm von Hart kenne ich auch nicht und kann nicht beurteilen, ob es (generell) lustig ist, oder nicht.
Aber 1 einzigen Satz aus dem Kontext gelöst niederschreiben und darüber urteilen, ob dieser 1 Satz lustig ist, ist doch absoluter Unsinn.
Wenn ich irgendeinen Satz Ihres Lieblingscomedians herauspicke, dann ist der mit Sicherheit auch nicht lustig. Meist wird ja eine Rahmenhandlung aufgebaut, die in eine witzige Situation führt.
Insofern wäre für die Beurteilung (auch dieser Aussage) der Gesamtkontext wichtig.

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Henson 07.12.2018, 10:38
9.

Zitat von postatspiegel
geworden ist, warum tut ihm die despektierliche Aussage nicht leid und er entschuldigt sich dafür?
Hat er viele Male gemacht. Aber es ist wohl bei der Recherche nur wichtig etwas belastendes zu finden, als etwas entlastendes. Das ist wohl heute so. Somit hat er mit seiner Aussage von der "crazy world" wohl recht und hat direkt die Reissleine gezogen. Ich kann ihn gut verstehen.

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