Forum: Kultur
Unterbringung von Flüchtlingen: "Integration klappt am besten in Großstädten"
DPA

Container, Baumärkte, Zelte: Der Flüchtlingsunterbringung fehlt ein klares Konzept, sagt der Politologe Aladin El-Mafaalani. Im Interview erklärt er, warum Asylbewerber auf dem Land schlechtere Chancen haben als in der Stadt.

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bigeagle198 05.09.2015, 12:23
1. Abgesehen von der inhaltlichen Frage,

ob es nun auf dem Land oder der Großstadt besser klappt, schließt sich eine zweite Frage an. Es zeichnet sich jetzt schon ein Ungewicht der Verteilung innerhalb Europas an. Der Spiegel schlägt im Anschluss ein weiteres Ungewicht innerhalb Deutschlands vor. 1% der deutschen Bevölkerung stößt zu uns, das bedeutet bei gleichmäßiger Verteilung zum Beispiel für Köln 10.000 Flüchtlinge, bei einem Ungleichgewicht können es aber alleine für 2015 20.000 bis 30.000 Flüchtlinge sein....

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spon-1262956449612 05.09.2015, 12:26
2. Vorschlag

Spon macht auch mal ein Interview mit anerkannten internationalen Wissenschaftlern zum Thema Migration, z. B. Paul Collier oder Robert Putnam. Das könnte die aktuelle Willkommenseuphorie zwar etwas stören, würde aber zu einer ausgeglichenen Berichterstattung beitragen.
Norbert Schmickler

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ge1234 05.09.2015, 12:28
3. Letzter Satz!

Wie will man Migranten Perspektiven bieten, wenn man nicht einmal einem Teil der eigenen Bevölkerung welche bieten kann?

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simsalabimsi 05.09.2015, 12:31
4.

"Also muss man dafür sorgen, dass sich die Menschen hier zurechtfinden, integrieren und verwurzeln können. Und das klappt nun mal am besten in Regionen, die Erfahrung mit Migration haben. Das sind die Großstädte. Dort sind bessere Arbeitsmöglichkeiten, es gibt viele Schulen, die Infrastruktur stimmt, und die Bevölkerung hat eine höhere Stressbewältigungskultur."

Stimmt meiner Meinung nach nicht.
Ich bin in einer Kleinstadt groß geworden, mit wenig Migranten.

Die Kinder der türkischen oder russischen Familien wurden mangels Masse sofort zum Handball oder Fußball spielen rekrutiert, mit der zwangsweise folgenden Integration auch der anderen Familienmitglieder.

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el_duderino2015 05.09.2015, 12:33
5.

Fluechtlinge pauschal am besten in Grossstaedten unterzubringen, dass sehe ich ueberhaupt nicht so, vor allem wuerde ich dies so undifferenziert nicht stehen lassen. In grossen Staedten ist das Risiko von Ghettoisierung grosser als auf dem Lande. Die boomenden Grossstaedte haben bereits einen grossen Bevoelkerungsdruck, aus volkswirtschaftlicher Perspektive waere es sinnvoller, diese Last zu verteilen. Ausserdem ist es in Deutschland "auf dem Lande" nicht ueberall strukturschwach, sondern teilweise genau das Gegenteil, dort braucht man die Leute. Und wo es strukturschwach ist (was in der Regel mit Bevoelkerungsschwund einhergeht), kann eine junge Fluechtlingsgeneration eine sinnvolle demographische Ergaenzung sein, was wiederum politischen Willen voraussetzt. Die Belange des aufnehmenden Landes bei dieser Debatte ausser Acht zu lassen, grenzt fuer mich schon an Arroganz.

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brooklyner 05.09.2015, 12:36
6.

Ein sehr wichtiger Schritt wäre meines Erachtens, dass die Bundes- und die Landesregierungen eine durchdachte Kommunikationsstrategie ersinnt, die unentwegt die Bürger über den Fortschritt der Massnahmen aufklärt und sie auch zum Mitmachen einlädt. Da wurde in der Vergangenheit stets sehr stümperhaft vorgegangen. Nicht irgendeine nichtssagende Plakataktion, die für teures Geld von einer grossen Werbeagentur halbherzig zusammengeschustert wird, sondern ein richtiges, durchdachtes und nachhaltiges Konzept, das Vorurteilen und Ausgrenzung entgegenwirkt und - wie gesagt - zum Mitmachen anregt.

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humpalumpa 05.09.2015, 12:38
7.

Guter Artikel. Allerdings der Regierung vorzuwerfen, dass für so eine Menge an Flüchtlingen nicht schon vor Jahren vorgesorgt wurde, finde ich reichlich ungünstig. Wer hätte denn mitsowas gerechnet? Und vor allem damit,dass Deutschland sich um die Leute alleine kümmern muss? Ich verstehe auch, dass Flüchtlinge es vielleicht leichter haben, als in der Stadt und da auch lieber hinwollen. Aber man muss eben auch realistisch sein, was geht und was nicht. In München z.B. Ist es für hiesige Anwohner schon fast unmöglich und unbezahlbar, hier eine Wohnung zu finden. Platz ist auch Keiner mehr, außer man baut die Landkreise zu und da finde ich, hörts dann auf. Auf dem Land ist es auch schön. Und eine Alternative gibt es eh nicht mehr.

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practicus 05.09.2015, 12:40
8. Ausgerechnet Städte

wie München, Köln, Hamburg, Frankfurt, die nicht mal ihren eigenen Bürgern angemessenen Wohnraum zu zahlbaren Preisen anbieten können, sollen dann zusätzlichen Wohnraum für Flüchtlinge bereitstellen? Wenn das nicht böses Blut bei denen gibt, die dann mit ihren Wünschen zugunsten der Wünsche von Asylbewerbern zurückstehen müssen!

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merkurm 05.09.2015, 12:40
9. Schwachsinn mit der Stadt

Die ich nenne sie Migranten und nicht Flüchtlinge (anderes Thema) können auf dem Land mindestens so gut aufgenommen werden. Sie leben hier in einem normalen Haus , welches das Amt anmietet. Gehen hier zum Kindergarten ... Das ist alles in einer Stadt nicht möglich...

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