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Unterbringung von Flüchtlingen: "Integration klappt am besten in Großstädten"
DPA

Container, Baumärkte, Zelte: Der Flüchtlingsunterbringung fehlt ein klares Konzept, sagt der Politologe Aladin El-Mafaalani. Im Interview erklärt er, warum Asylbewerber auf dem Land schlechtere Chancen haben als in der Stadt.

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albert schulz 05.09.2015, 12:40
10. die Erkenntnisse sind ziemlich alt

Das war nach dem Krieg recht ähnlich. Auf dem Land herrschten Angst und Abneigung und Futterneid. Flüchtling auf dem Dorf war reines Spießrutenlaufen, Steinigen und Prügeln war eine recht beliebte Übung bei den Kindern, die üble Nachrede bei den Erwachsenen. Wenn in dem Kaff noch zig arbeitslose Männer rumhocken, die so gar nichts zu tun haben, könnte es zu unliebsamen Folgen kommen.

Heutzutage gibt es noch ein Problem. Auf dem Land gibt es kaum Arbeit, nicht mal schlecht bezahlte. In der Stadt gibt es zahlreiche Hilfsdienste, die man für kleines Geld verrichten kann. Und die Leute haben Arbeit und weder Zeit noch Lust, Auslandskeimlinge zu verprügeln, weil die mittlerweile alle niederen Dienstleistungen erbringen.

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sepp08 05.09.2015, 12:42
11. Mit der Unterbringung in Großstädten

hat man ja schon Erfahrung.Es bilden sich Paralellgesellschaften, wo sich abschotten und ihre eigene Gesetze gelten. Will man das?

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Jor_El 05.09.2015, 12:44
12.

Zitat von ge1234
Wie will man Migranten Perspektiven bieten, wenn man nicht einmal einem Teil der eigenen Bevölkerung welche bieten kann?
Für Flüchtlinge aus Syrien ist Respekt und Schutz vor Gewalt bereits eine Perspektive.

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malvin-frost 05.09.2015, 12:44
13. Das glaube ich nicht!

Integration würde am besten funktionieren, wenn in jedem Dorf einige wenige Migranten leben. In einer Großstadt bilden sich Parallelgesellschaften. Das kann vom Kulti-Multi-Standpunkt lustig sein, aber integrations-technisch hat die Großstadt versagt. Zudem sind unsere Großstädte komplett überfüllt. In einigen Städten könenn sich Mensch mit DURCHSCHNITTS-Gehalt schon gar keine Wohnung mehr leisten und neue Wohnung sind rar, werden für die dort seit Jahren lebenden Leuten (die von reichen Zuzuüglern vertrieben werden) dringend benötigt!!!! Wo sollen in diesen Städten denn Imigranten wohnen???? Manchen Leuten kann man nur noch den kompletten Realitätverlust attestieren.

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dingodog 05.09.2015, 12:45
14. Neusiedler

Einerseits lassen sich Flüchtlinge dezentral auf dem Land nur schwer versorgen und einbinden, andererseits platzen viele Städte in Deutschland aus allen Nähten, mit Wohnungsnot und Verkehrskollaps. So weit, so klar.

Auf die logische Folgerung daraus verzichtet El-Mafaalani aber - was wäre, wenn man für einen Teil der Flüchtlinge neue Städte gründet?

Allein bei dem Gedanken höre ich es sowohl von rechts als auch von links geistig quietschen - die Rechten haben "Boden-Verlustängste", die Linken denken an Lager und schlechte Integration.

Es gibt aber in Deutschland und Europa genug Regionen, die Platz für Kleinstädte in einer Größe von 50-100'000 Einwohner hätten. Die Flüchtlinge bringen Arbeitskraft und Erfahrung in vielen handwerklichen Bereichen mit, können also in Baufirmen organisiert selbst mit anpacken. Der rechtliche Rahmen muss natürlich gut durchdacht sein, eine Neusiedler-Stadt nach deutschem Recht würde nicht funktionieren.

Aber gut gemacht, kann das ein für alle Seiten erfolgreiches Experiment werden. Es gibt doch so einen ägyptischen Milliardär, der eine griechische oder italienische Insel ankaufen will für Flüchtlinge...

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mhuz 05.09.2015, 12:46
15.

In der Stadt hat es aber am wenigsten Wohnraum - das Problem ist, wir wollen alles auf einmal. Die müssen auf lange Sicht damit leben, dass Sie Flüchtlingen sind und nur der Platz verteilt werden kann, der da ist. In der Stadt haben teilweise die Probleme Wohnraum zu finden, die hier leben. wenn jetzt Flüchtlingen Wohnraum bekommen und Leute die hier schon leben keine ? AFD freut sich. So zu tun als wäre alles möglich hilft den Flüchtlingen auf lange Sicht nicht

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alexander1965 05.09.2015, 12:49
16. Stimmt

Klar. Die Integration klapp am besten in Großstädten, siehe beispielsweise Duisburg Marxloh, Essen-Nord und Dortmund-Nordstadt. Und ich bitte vielmals um Entschuldigung, dass wir nicht schon vor Jahren angefangen haben, massenhaft 3-Sterne-Unterkünfte mit Personal und Rundum-Sorglos-Versorgung für zukünftige Hunderttausende / Millionen aus fernen Ländern zu bauen, die da jetzt kommen. Nur mal so vorsorglich. Und auch sorry dass wir nicht vorsorglich auch noch tausende Therapeuten und Ärzte für Traumatisierte und Erstuntersuchungen mal so ´vorgehalten´ haben, die dann zwar bis jetzt nix zu tun gehabt hätten, aber man hätte ja ahnen / wissen können usw. Meine Vermutung geht eher dahin, dass wir zukünftig eine weitaus höhere Zahl an Polizisten brauchen werden, um sowohl der Kriminellen und Radikalen unter den "Zuwanderern" ( ach - gibts solche etwa gar nicht...? ), Konflikten mit ihnen und den entsprechenden Gegenprotesten von rechts Herr werden zu können. Bitte also dafür neben den 10 Milliarden für Flüchtlinge noch etwas Geld zurückbehalten.

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suzie_q 05.09.2015, 12:50
17. Frechheit

Ich empfinde die Äußerungen dieses Herrn als Frechheit. Deutschland leistet unglaubliches und hier kommen kluge Sprüche, die überhaupt nicht weiter helfen.

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kenterziege 05.09.2015, 12:51
18. Genau so ist es!

Zitat von simsalabimsi
"Also muss man dafür sorgen, dass sich die Menschen hier zurechtfinden, integrieren und verwurzeln können. Und das klappt nun mal am besten in Regionen, die Erfahrung mit Migration haben. Das sind die Großstädte. Dort sind bessere Arbeitsmöglichkeiten, es gibt viele Schulen, die Infrastruktur stimmt, und die Bevölkerung hat eine höhere Stressbewältigungskultur." Stimmt meiner Meinung nach nicht. Ich bin in einer Kleinstadt groß geworden, mit wenig Migranten. Die Kinder der türkischen oder russischen Familien wurden mangels Masse sofort zum Handball oder Fußball spielen rekrutiert, mit der zwangsweise folgenden Integration auch der anderen Familienmitglieder.
Der Zusammenhalt auf dem Land ist besser. In den Städten versinken die Flüchtlinge in der Anaonymität und bilden vorzugsweise Ghettos, was durchaus verständlich ist.
Zuschüsse für Vereine auf dem Land zur Aufnahme von Flüchlingen sind maximal effizienter, als die Bezahlung von Gastarbeitern!

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t dog 05.09.2015, 12:53
19. Unterbringung

und Kosten. Kann dann jetzt der CSU Vorschlag mit den EU Asylzentren, außerhalb der EU, umgesetzt werden? Oder müssen wir erst abwarten bis die Lebensumstände für alle im Land unerträglich, aufgrund von Armut, geworden sind? Millionen Menschen befinden sich momentan auf dem Weg nach Deutschland. Wie ist Frau Merkels Plan? Einfach Deutschland mal wieder gegen die Wand fahren? So wie beim Euro und TTIP? / Helfen Ja. Aber sicher nicht bis zur Selbstaufgabe. Bitte.

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