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Unterbringung von Flüchtlingen: "Integration klappt am besten in Großstädten"
DPA

Container, Baumärkte, Zelte: Der Flüchtlingsunterbringung fehlt ein klares Konzept, sagt der Politologe Aladin El-Mafaalani. Im Interview erklärt er, warum Asylbewerber auf dem Land schlechtere Chancen haben als in der Stadt.

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rickmarten 05.09.2015, 13:27
40. Deutschlands Geografie beachten

Im Unterschied zu anderen Ländern ist eben für Deutschland die große Zahl kleinerer und mittlerer Städt sehr typisch. Und so müssen nach den Gegebenheiten Zuwanderer verteilt werden. Es muss ja auch verhindert werden, dass es in Großstädten zu Parallelgesellschaften kommt. Warum stört es einen Zuwanderer, wenn der Bus nur alle drei Stunden fährt. Oder fährt in seinem Herkunftsland überhaupt ein Bus in vergleichbaren Orten?

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postinf 05.09.2015, 13:29
41. Immobilienpreise

Das Beispiel Berlin zeigt das die Bevölkerungsanzahl nichts mit den Immobilienpreisen zu tun hat. Die Bevölkerung der Berlin ist leicht zurückgegangen, aber die Immoblilienpreise sind stark gestiegen. Immer noch viel billiger als beispielsweise München, aber für Berliner Verhältnisse extrem teuer.

Bei den vielen Flüchtlingen in den Städten werden die Immobilienpreise in den Städten sinken. Ist eben nicht so schick in einer Gegend mit Leuten, die kaum deutsch sprechen und keinen oder einen schlecht bezahlten Job haben.

Der Immobilientrend wird wohl wieder der Stadtrand ("Speckgürtel") werden. Auch ein interessanter Aspekt. Für den einen zum heulen, für den anderen zum freuen.

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lemmy 05.09.2015, 13:30
42. Patenschaften

Vielleicht ein wenig anmassend mein Vorschlag und bitte nicht falsch verstehen, aber ich weiß aus eigener beruflicher Erfahrung wie wichtig am Anfang eine Begleitung ist, wenn man neu ist in einem Land. Wie wäre es also, wenn sich jeder um eine Patenschaft für die neuen Bürger bemühen könnte. Vorausgesetzt auf der anderen Seite ist die Hilfe erwünscht.
Damit meine ich keine Entmündigung, sondern eine Hilfestellung. So kann man sich auf eine Familie bzw. eine Person konzentrieren. Vielleicht für das erste Jahr. Wenn daraus dann mehr wird als eine bloße Patenschaft, umso besser.
War nur so ein spontaner Gedanke.

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Spiegelleserin57 05.09.2015, 13:30
43. auch unglaublich...

Zitat von leser008
Unglaublich. Das Leben auf dem Land, wo es Wohnungen Platz, Schulen gibt, ist also unzumutbar für Flüchtlinge. Keine Busse, wenig Ärzte usw.. Aber für die Landeier, die ständig dort wohnen, ist das gut genug. Das letzte, was man in den Grosstädten braucht, sind Zuzügler, die Wohnungsmarkt, Infrastruktur weiter belasten.
wer länger in der Großstadt lebt wird gleich bemerken dass diese durchaus für internationale Bevölkerung geiegnet ist. Es kommt immer darauf WO man in einer Großstadt wohnen möchte. In Frankfurt direkt am Main mit Bootsanlegeplatz kann man natürlich sehr gut wohnen und München Innenstadt natürlich auch. Man kann aber auch am Stadtrand ca. 12 bis 15 km entfernt wohnen wo die Mietpreise wesentlich niedriger sind, mit Bahnanbindung an die Großstadt. Wer natürlich hohe Ansprüche hat der muss selbstverständlich auch die entsprechenden Preise in Kauf nehmen. Ich kenne Frnakfurt seit 30 !! Jahren und viele meiner Kollegen wohnen in der Stadt zu erstaunlich günstigen Preisen, NA DA SCHAU HER!! Ich selbst habe die 30 Jahre in Frankfurt gelebt, keine 5 km von der Innenstadt entfernt.
Kein Flüchtling wird die Infrastruktur belasten ,das ist wirklich kaum vorstellbar, eher wohl die vielen Autos die ständig Parkplätze einnehmen und das vor dem Hintergrund dass die Städte auch einen öffentlichen Nahverkehr haben der in der Regel gut funktioniert.
Die Internationalität zeichnet eine Großstadt aus weil gerade die Menschen dort weltoffener sind als auf dem Land und auch flexibler denken.
Das düften wohl noch keinem Menschen geschadet haben oder?
Was wäre eine Großstadt ohne internationale Bevölkerung...ein Dorf und ab von der großen weiten Welt...

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derweise 05.09.2015, 13:31
44. Verantwortungsloses Handeln der Politik!

Das, was sich derzeit in Europa mit Flüchtlingen abspielt, zeigt die Verantwortungslosigkeit der Politiker:

Leute werden einfach in Großstädten abgesetzt. Wenn etwas passiert, dann sind diese Politiker verantwortlich!
Die kümmern sich um gar nichts mehr, außer ihren Diäten!

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global player 05.09.2015, 13:31
45. Langfristig denken

Wir müssen bei der Flüchtlingsaufnahme auch langfristig denken. Lt. Studie amerikanischer Wissenschaftler besteht für 47 Prozent aller Beschäftigten auf dem US-Arbeitsmarkt ein hohes Risiko, dass ihre Tätigkeiten innerhalb von ein bis zwei Jahrzehnten von Computern/Robotern übernommen werden könnten. Dazu gehören beinahe alle Tätigkeiten in den Branchen Transport und Logistik, Supportfunktionen in Büros und Verwaltungen und auch die klassische Produktion. Darüber hinaus seien auch viele Dienstleistungsberufe durch den Fortschritt bei Service-Robotern betroffen. Beispiele sind die Pflege oder Hausarbeit. Ähnliches dürfte für Deutschland gelten. Hat man dann für die Migranten noch genügend Arbeitsstellen zur Verfügung?
Dabei spielt es dann gar keine Rolle mehr, ob sie in der Stadt oder dem Land leben.

https://netzoekonom.de/2014/01/31/die-jobs-die-computer-und-roboter-bald-ersetzen-koennen/

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otelago 05.09.2015, 13:32
46. Zerrbild Dorf

es gibt in Deutschland mehrere sich in ihrem sozialen und kulturellen Gefüge sehr stark unterscheidende Dorftypen.

Gemein ist allen, daß die Zahl derjenigen, die vor Ort ihrem Vollerwerb durch land-typisches Handwerk und Land/ Forstwirtschaft nachgehen, eher gering ist.

In vielen Regionen sind Dörfer von Verfall gezeichnet. Niemand will in Straßendörfern wohnen. Andernorten lebt man nur vom Tourismus - oder von Wochenendbewohnern.

Dörfer mit einer gewissen Erreichbarkeit werden von zahlreichen Pendlern bewohnt.

Sowie es eine Zahl moderner Arbeitsplätze gibt, bei denen der Wohnort irrelevant ist. Homeoffice und Reisetätigkeit.

Somit gilt:

Eine "Dorfgemeinschaft" mit vielen jungen lustigen Leuten, die nur auf ein Miteinander mit Zuzüglern warten, gibt es nur hier und da. Oftmals handelt es sich um reine Wohnanlagen von Leuten, die Ruhestand oder Freizeit genießen.

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thinking_about 05.09.2015, 13:33
47. Das Ganze ist schon

ein Schock für Land und Leute, weil es solche Unmengen an Flüchtlingen sind in ganz kurzer Zeit. Man hat doch schon Probleme, nur bei der Erbringung von Notunterkünften, in denen sie ja nicht auf Dauer bleiben können und die meisten wollen ja noch ihre Familien und die ganze Verwandschaft nachziehen lassen.
Ich weiß wirklich nicht, wie man das bewältigen will und man muß sich ja auf Jahre mit einem weiter steigenden Andrang einstellen, wenn sich die polit. Verhältnisse in den Herkunftsländern nicht ändern.

Man lese mal, wie es im Nordirak zugeht. Dort sind inzwischen mehr Flüchtlinge, als Einheimische. Es werden ganz Zeltstädte aufgebaut, an deren Errichtung die Flüchtlinge gegen Bezahlung selbst mitwirken müssen. Aber dort sind sie immerhin in ihrem eigenen Kulturkreis.

Flucht ohne Ende
http://www.heute.de/fluechtlinge-im-nordirak-flucht-ohne-ende-39947696.html

Die einzige Lösung ist für mich, daß die Weltgemeinschaft alle nur erdenklichen Anstrengungen unternimmt, den Krisenherd Syrien und Irak zu befrieden.

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jojack 05.09.2015, 13:36
48. Keine Wahl

Bei den jetzt kolportierten Zahlen erscheint es mir illusorisch, eine perfekte Integrationskonstellation herstellen zu können. Zunächst einmal muss es darum gehen, den Menschen vor dem Winter warme Behausungen zur Verfügung zu stellen. Und da wird es unabdingbar sein, sich da zu umzusehen, wo Leerstand herrscht - also etwa im Osten und in vielen ländlichen Regionen. Unter Umständen treffen es die Flüchtlinge da besser als in heruntergekommenen Großstadtvierteln.

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donrealo 05.09.2015, 13:37
49. Endlich kommt mal ein Fachmann zu Wort

der das Thema Eingliederung veraciedener Ethnien auf eine wissenschaftlich fundierte Basis stellt
Natürlich sind unsere Metropolen für die Aufnahme viel besser geeignet. Alle wissen es nur unsere Politiker nicht. Zeit, dass mal Sachverstand an das Problem gelegt wird. Danke für diesen guten Artikel

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