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US-Kritiker zu Til Schweigers neuem Film: "So lustig wie eine Wurzelbehandlung ohne N
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Eigentlich wollte Til Schweiger mit dem US-Remake seines deutschen Hits "Honig im Kopf" die Amerikaner begeistern. Aber der Film ist ein Totalflop - und die Kritik zerreißt den Film gnadenlos.

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Burt Shimanoff 06.12.2018, 17:36
30. Wie wärs denn mal mit Toni Erdmann

Bin wahrlich auch kein Freund von Til Schweiger Filmen, aber dieser ist in der deutschen Fassung noch erträglich, und.... Til tut es für Geld und Erfolg gibt ihm recht. Der schlimmste Film, den ich in mittlerweile 54 Jahren "ertragen" mußte, nämlich Toni Erdmann, dieses völlig humorfreie Machwerk deutscher Verkopftheit, soll wohl auch in einer US-Version erscheinen...ein ähnlicher Misserfolg wäre hoffentlich vorprogrammiert.

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sekundo 06.12.2018, 17:37
31. Wie gut, dass Schweiger

in seiner grenzenlosen Selbstüberschätzung
und künstlerischer Eingeschränktheit einen
vor den eitlen Bug bekommen hat. Es gibt
seriöse Spielfilme, die sich mit diesem Thema
ernsthaft auseinandersetzen. "Still Alice" mit
der grossartigen Julianne Moore und/oder
"An ihrer Seite" mit Julie Christie in der
Hauptrolle. Schweiger besitzt die Fahrlässigkeit,
Gedankenlosigkeit und Unverfrorenheit, aus
dieser furchtbaren Krankheit, zumindest in
Deutschland einen Goldesel zu machen.
Dank an den sensiblen Geschmack der
Amerikaner, die ja hier gern und pauschal
beschimpft werden!

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Celegorm 06.12.2018, 18:14
32.

Zitat von roenga
Die meisten Leute würden da von einem Flop sprechen, aber bestimmt nicht von einer Katastrophe, vor allem wenn man bedenkt, dass der Film wohl eher ein Low Budget Movie ist. Da gibts viel schlimmere Beispiele von Mega Flops in der Filmgeschichte.
Ob ein Film ein Flop ist ergibt sich für die Produzenten v.a. aufgrund dem Verhältnis zwischen Produktionsbudget und Einnahmen. Und dummerweise haben sich in den USA die Kosten selbst für "Low budget"-Filme in den letzten Jahren vervielfacht, zumal man in diesem Fall darüber streiten kann, ob der Film in diese Kategorie fällt, da er keineswegs eine Indie-Produktion mit lauter No-names ist, sondern eine grosse Studioproduktion mit einigen relativ berühmten Namen ist. Alleine die Kosten für die Darsteller dürften darum schnell in die Millionen gehen, der ganze Film wird - über den Daumen gepeilt - wohl mindestens $20 Mio. gekostet haben selbst wenn (!) man sich sonst stark zurückgehalten hat.

Dazu kommt dann noch Werbung, Vertrieb, etc. Da scheint WB relativ schnell die Notbremse gezogen zu haben, trotzdem ist das Ganze angesichts der (inexistenten) Einspielergebnisse ein Totalabschreiber und dürfte Verluste im zweistelligen Millionenbereich verursachen - selbst wenn international die Deutschen da noch was raushauen. Das mag bzgl. der absoluten Differenz gegenüber einigen riesigen Blockbuster-Desastern effektiv noch harmlos sein, das Kosten/Gewinn-Verhältnis ist aber bisher durchaus so katastrophal schlecht wie nur bei den grössten Flops. Weshalb sich wohl in Hollywood nun definitiv keiner mehr finden wird, der Schweiger nochmal Geld in die Hand drückt..

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bhang 06.12.2018, 19:54
33. [Zitat] "Still Alice" mit der grossartigen Julianne Moore und/oder "An

ihrer Seite" mit Julie Christie in der Hauptrolle. [/Zitat] Keine(r) kann "Demenz" spielen. Die kriegen die Blicke nicht hin. Das was dem am nächsten kommt, ist - obwohl die Schauspielerin keine Demenzkranke darstellte, aber dennoch eine, deren Gehirn nach einem Schlaganfall in Mitleidenschaft gezogen wurde - der Blick von Emmanuelle Riva auf dem Poster zum Film "Amour". Und was die Kritik an "Toni Erdmann" angeht: sorry, aber neben "Oh Boy" einer der besten deutschen Filme der letzten Jahre...

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