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US-Spionage in Deutschland: Die lieben Verbündeten
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Willkommen im Kalten Krieg 2.0: Gerade waren wir noch die besten Freunde, jetzt sind die Deutschen nur noch "Partner dritter Klasse". Trauen uns die Amerikaner fast 70 Jahre nach Kriegsende noch immer nicht? Die Antwort lautet: Nein. Aber sie trauen sowieso niemandem.

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prophet46 01.07.2013, 18:26
1. Krieg mit anderen Mittel

Wie hieß es doch während des Kalten Krieges: Die Nato sei nötig," 1. to keep the russians out, 2. to keep the Americans in (Europe), 3. to keep the Germans down." An diesen Zielsetzungen hat sich offenbar über die Jahre trotz aller vordergründigen Freundschaft nichts geändert. Die Mittel sind anders. Statt mir Hardware, geht der Krieg mit Software weiter.

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gog-magog 01.07.2013, 18:27
2.

Eines stimmt wirklich: "Wenn es um die eigenen Interessen geht, kennen die USA keine Freunde". Und da es den USA IMMER um die eigenen Interessen geht, sollte der Begriff "Freunde" doch bitte aus deren Wortschatz verschwinden. Die USA hat keine Freunde und braucht auch keine, weil sie nämlich keine will.

Was würde wohl mit einem Spion passieren, der die Emails in Silicon Valley abfängt und die Server der Firmen dort ausspioniert und dabei ertappt wird? Kein einziger Amerikaner würde dazu schweigen, oder Dinge sagen wie "das haben wir schon immer gewußt, ist doch ganz normal", oder "unsere deutschen Freunde dürfen das".

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kloepper.christian 01.07.2013, 18:30
3. Englisch lernen!

Sie begehen denselben Fehler wie Herr Augstein (oder haben nur abgeschrieben).

Ein "third party state" (wie Deutschland in den US-amerikanischen Dokumenten beschrieben wird) ist kein "Partner dritter Klasse", sondern ein "Drittstaat"!
Bitte merken Sie sich das für Ihre zukünftigen Artikel.

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svenni1064 01.07.2013, 18:31
4. 3rd party...

übersetzt sich sich nicht mit "Partner 3. Klasse", sondern mit "weitere Partei". Lernt's mal Englisch ;-)

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Fritz Strack 01.07.2013, 18:34
5. Werte oder Interessen?

Auf jeden Fall ist es an der Zeit, die Illusion einer Wertegemeinschaft an den Nagel zu hängen. Let's face it, es geht um Interessen. Und diese Einsicht birgt auch für uns eine befreiende Wirkung. Wenn in der Außen- und Wirtschaftspolitik nicht immer die mutmaßlichen Ansprüche des westliche Hegemons berücksichtigt werden müssen, wenn sich die EU die Freiheit nimmt, bei der eingeforderten Weitergabe von von Daten über Reisende oder Bankkunden einfach "nein" zu sagen, dann kann dies auch der Beginn eines neuen Zeitalters mit ganz neuen Spielräumen einläuten. Vielleicht wäre ein Asylangebot an Herrn Snowden ein guter Anfang.

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kappesstepp 01.07.2013, 18:39
6. Und wenn es noch

so oft wiederholt wird: "Partner Dritter Klasse" stimmt nicht. Es gibt drei Gruppen (oder mehr, das ist uninteressant): die erste sind die USA *selbst*, zu dieser Gruppe *kann* Dschld. nicht gehören, dann kommt eine Handvoll englischsprachiger Länder, zu denen das Verhältnis der US besonders eng ist (soll man denen *das* jetzt vorwerfen????), dann kommt die Gruppe, in der "wir" sind. Ich hätte doch gerne einen Journalismus, der nicht Riesenempörungsblasen aus falsch oder unvollständig verstandenen Formulierungen konstruiert. Über den Rest kann man dann ja schimpfen, aber "dritter Klasse"? Nein, das gibt der beanstandete Text nicht her.

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beefclub 01.07.2013, 18:40
7. Inkompetenter BND!

Es wäre die Aufgabe des BND gewesen, solche Abhörmaßnahmen im Rahmen der Spionageabwehr zu verhindern. Also entweder ist der BND inkompetent (weil er nichts davon mitbekommen hat) oder operiert illegal (weil der BND längst über PRISM etc. bescheid wußte, jedoch nichts dagegen getan hat). So oder so, ein schwaches Bild der deutschen Schlapphüte! ;(

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twister-at 01.07.2013, 18:42
8. Die Bürger kann man ja gerne anzapfen, aber die Diplomaten...

Woher kommt eigentlich dieser absolute Glaube daran, dass sich nicht auch in Regierung, Kanzleramt, Diplomaten-Häusern, Botschaften usw. "Feinde" befinden können, sondern nur innerhalb der "normalen Bevölkerung"? Das klingt mir sehr nach Obrigkeitshörigkeit und Klassensystem, wenn es heißt "Ja, ist unschön, wenn die Bevölkerung bespitzelt wird... aber muss halt sein. Aber Diplomaten bespitzeln? Das geht nun gar nicht."

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omarius 01.07.2013, 18:43
9. tz tz

wenn es der Nation dient. Das ist arrogant, doch freilich unterscheiden sich die USA darin nur in einem einzigen Punkt von den meisten anderen Ländern: Sie haben die Macht, sich diese Arroganz leisten zu können.

oder haben sie eher angst ihre Stellung zu verlieren..??
und wurde das alles an macht mit lautern mitteln erworben ???

oder ist das doch nichts anderes als ein "Empire"..

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