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Varoufakis bei Jauch: Der falsche echte Stinkefinger
AFP

Fake-Vorwürfe und Schmusekurs: Auf dem Höhepunkt des Schuldenstreits hat sich Griechenlands Finanzminister Giannis Varoufakis der deutschen Fernsehnation gestellt. Die Debatte war hitzig - und nicht immer sachlich.

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brunoswelt 16.03.2015, 00:24
1. Das Geld haben die Banken bekommen

ich kann es nicht mehr hören.
Ja, es gab eine Umschuldung in Folge derer viel Geld an die Banken ging. Aber es ging an die Banken, weil diese von Griechenland nicht das Ihnen zustehende Geld zurück bekamen. Nicht die Banken haben es ausgegeben, sondern and GR verliehen. Die GR wiederum haben es ausgegeben. Und alle Euro-Staaten dachten (vermutlich zu recht), sie müssten die Banken retten, den Bandensektor stabil halten, damit es nicht zum Flächenbrand kommt. Aber ganz klar ist das Geld letztlich den Griechen gegeben worden.

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durchfluss 16.03.2015, 00:31
2. Nie weg

Geld ist nie "weg" es ist immer nur wo anders. In diesem Fall ist es wieder bei den europäischen Grossbanken und nicht halt nicht im griechischen Rentenscheck und das ursprüngliche Geld hat so manche teure Wohnung in London bezahlt. Alles noch da...irgendwo...sicher nicht "weg".

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Didis04 16.03.2015, 00:33
3. Politclown

Floskeln, Platitüden, Rumgeeier, plumpes Anbiedern - ziemlich peinlich was da von Varoufakis kam. Man bekommt immer mehr den Eindruck dass dieser Mann mit jeder ihm zugetragenen Aufgabe überfordert ist.
Wäre ich Grieche, würde ich mein Erspartes ganz schnell von der Bank holen...ach warte, das machen sie ja schon.

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urknallmarinchen@yahoo.de 16.03.2015, 00:39
4. Griechenland braucht ein Investitionsprogramm!

Nur ein modernes effektives Griechenland kann auch Gewinne erwirtschaften. Griechenland könnte z.B. große Mengen an Energie exportieren. Doch dazu müßte man große Flächen mit Solarzellen bestücken, Windräder installieren und z.B. auch Treibstoff aus Algen in großtechnischen Anlagen erzeugen. Leider ist man jedoch in den vergangenen Jahren den umgekehrten Weg gegangen und hat die Investitionen durch die Sparauflagen der Troika quasi abgewürgt, während mit den zur Verfügung gestellten Geldern lediglich die Ansprüche der Banken befriedigt wurden, denen ihre hemmungslose Profitsucht bei vermeintlich lukrativen Griechenland-Spekulationen letztendlich zum Verhängnis wurde.

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robert.c.jesse 16.03.2015, 00:42
5. Verwirrt & verirrt...

Wie es im Artikel nun richtig dargestellt wird: "Deutschland hätte schon 2010 Griechenland den Stinkefinger zeigen können/sollen" In der Sendung kam es so rüber, als hätte Varoufakis Deutschland den Stinkefinger gezeigt. Dagegen hat er sich gewehrt und liegt richtig. Hat man sich schon einmal über die "Kralle" von Schäuble Gedanken gemacht? Das unangenehmste an der Sendung war der "selbstgefällige" Söder mit seinem verächtlichen Dauergrinser.

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abstrusius 16.03.2015, 00:48
6. Vertrauen trotz Honig im Kopf?

Der gestreckte "sticky finger", den der griechische Lügenbaron als "hineinretuschiert" erklärt, korrespondiert leider genau mit seiner inhaltlichen Aussage in seinem Vortrag, er benennt ihn sogar. Entweder ist er der dreisteste Lügner Europas, der je erwischt wurde oder er leidet an fortgeschrittenem Alzheimer. Beides schlechte Voraussetzungen, um als Finanzminister sein Land zu retten. DER Mann ist wirklich untragbar!

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lima12666 16.03.2015, 00:49
7. So viel zur Wahrheit

Er hat Kreide gegessen. Er wollte wohl mit der Taktik
den miserablen Eindruck, den viele Europäer von ihm
haben, übertünchen. Das ist ihm jedoch nicht gelungen und im Bezug auf seine Aussage mit dem Stinkefinger wird er nach meiner Meinung (nachdem ich mir das Video mehrfach angesehen habe) in seiner Wahrheitsliebe nur noch von Herrn Putin übertroffen!

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stauner 16.03.2015, 00:54
8.

Ein BILD Mann und Söder? Dazu ein gelernter Ökonom?
Das kann nicht gutgehen. In der Sendung ging es nicht um den Austausch von Argumenten - das war ein Show-Ring um die Quote zu hebeln. Schade um die Sendezeit. Ich hätte dem gelernten Ökonomen abgeraten mit solchen Null-Nummern zusammen aufzutreten. Der Anti-Griechenland Wahnsinn in Deutschland geht weiter...

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Medienbeobachter 16.03.2015, 00:59
9. Stimmungsmache - Jauch lieferte

Ein Trommelfeuer der Anwürfe feuerte "Moderator" Jauch der gerade einmal 8 Wochen im Amt befindlichen neuen Regierung Griechenlands entgegen.Grimmig dreinschauend versuchte ein auf nationale Stimmungen setzender Gastgeber die Zuschauer mit negativen Emotionen gegenüber Griechenland zu impfen. So wie man eben klassisch vorgeht wenn man versucht eine Menge jemanden gegenüber aufzuwiegeln. Es war ein abgekartetes Spiel was der "seriöse" Herr Jauch da über den Äther schickte. Die oberste Kampagnenpresse Deutschlands, die Bildzeitung, wurde vom gelernten Sportjournalisten Jauch eingeladen um den Inquisitor über Griechenland zu spielen. Als ob das nicht schon jeden Anspruch an journalistischer Aufklärung Hohn genug sprechen würde wurde als zusätzlicher Scharfrichter der bayrische Rechtsaussen von der CSU, Markus Söder, dazugenommen. Aufklärung war da natürlich nicht mehr zu erwarten. Wenn die von Herrn Jauch selten angesprochene Finanzjournalistin Herrman irgendeinen Sachverhalt aufzuklären versuchte wurde Herr Jauch grummelig und schickte gemurmelte Relativierungen hinterher. Also das da eigentlich nur die Aussenstände deutscher Banken gerettet worden waren wollte der "ausgewogene" Herr Jauch auf keinen Fall in seiner Sendung hören. Mit diesem Meisterwerk von Journalismus bekam der Bürger einen unmittelbaren Eindruck warum die Deutschen ihren Eliten heutzutage noch so wenig über den Weg trauen.

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