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Verlogene Migrationsdebatte: Das "Bleibt-bloß-weg-Paket" der Regierung
DPA

"Ausländer weg - alles gut!" So lässt sich die Intention des nun beschlossenen Migrationspakets umreißen. Damit knickt die Regierung vor dem rechten Lager ein - und am Fachkräftemangel ändert sich nichts.

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rabode 15.06.2019, 13:51
1. na ja Fachkräftemangel.....

ich sag es wie es ist, es herscht nur ein Fachkräftemangel an Fachkräften die für ein Gehalt eines ungelernten arbeiten sollen.
Ja es stimmt ich bekomme viele Anfragen von Headhuntern wenn man dann aber ein Gehalt erwähnt welches sich an dem Tarif der IGM anlehnt ist das Interesse erloschen.
Die Firmen suche Ingenieure die für ein Facharbeitergehalt arbeiten gehen, ach ja und das bei 40h Wochen und 25 Tage Urlaub.
Deswegen will die Industrie Fachkräfte aus dem Urlaub, die wollen nämlich vor allem eins Billig.

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dachristoph 15.06.2019, 14:03
2. Ich

wünsche mir hier eine etwas detailierte Erläuterung was geschehen muss, um den Fachkräftemangel zu beheben. Flüchtlinge sind nicht automatisch Fachkräfte. Ein Punktesystem klingt prinzipiell gut, doch auch da lese ich hier nicht wofür es Punkte gibt.
Deutschland braucht Einwanderung, das ist eine Frage des Erhalt dieses Landes. Solange deutsche Familien nicht genügend Nachwuchs erzeugen, wird sich daran auch nichts ändern.

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spot78 15.06.2019, 14:08
3. Einwanderung, ja gerne aber

wir müssen immer noch entscheiden dürfen wer kommen darf und wer nicht. Es reicht bereits dass sich 2015 ca. 1 Million "Einwanderer", halt stopp Wirtschaftsflüchtlinge in unserem Sozialsystem eingenistet haben.
Ich würde dies ganz einfach analog zu den USA mit einer Greencard-Regelung machen. Und wer nicht per Greencard kommt ist eben Flüchtling und kehrt nach Beendigung des Fluchtgrundes in sein Heimatland zurück. Und zwar umgehend.

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ws56 15.06.2019, 14:10
4. Fachkräftemangel?

Da werden in den Betrieben Fachkräfte freigesetzt und dann kommt der Ruf nach Fachkräfte. Warum sind die Betriebe nicht ehrlich und sagen das es ihnen nur um Billigfachkräfte geht? Man kann das Geschrei von fehlenden Fachkräfte nicht mehr hören.

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hevopi 15.06.2019, 14:12
5. Wenn das Migrationsrecht

wirklich im Sinne und zum Vorteil der deutschen Bürger ist, sollte es die Migration fördern und dafür sorgen, dass in Zukunft die freien Arbeitsplätze auch aufgenommen werden. Wenn es allerdings nur irrwitzige Kosten (so viele Meldungen) unseres Sozialsystems verursacht, die Sicherheit in Frage stellt und unkontrolliert fortgeführt wird, muß es geändert werden. Leider werden in unserer politischen Diskussion nicht mehr Fakten und Realität dargestellt, sondern mit allen Mitteln versucht, daraus politisches Kapital zu schlagen. Das verunsichert natürlich die Bürger und jetzt versucht die Politik (wieder mal) die ganze Diskussion in eine andere Richtung zu drehen. Bei Abschiebungen von Gefährdern und Kriminellen ist es sicher auch richtig, die haben bei uns nichts zu suchen, unsere Zukunft hängt aber auch davon ab, dass wir genug Arbeitskräfte haben.

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Nordstadtbewohner 15.06.2019, 14:14
6. Flüchtlinge vs. Fachkräfte

Sehr geehrte Frau Ataman,
Sie wiederholen den Fehler, den 2015 viele gemacht haben: Sie werfen die Begriffe Flüchtlinge und Fachkräfte in einen Topf. Ich bin genau so wie Sie gegen eine Verschärfung der Asylregeln. Die Menschen, die es auf ihrer Flucht bis nach Deutschland geschafft haben, sollten ein Anrecht auf die Leistungen haben, die es bereits in der Vergangenheit für Flüchtlinge gegeben hat. Daran sollte sich überhaupt nichts ändern. Falsch jedoch finde ich den benutzten Fachkräftebegriff. Die Menschen, die als Flüchtlinge im erwachsenen Alter nach Deutschland gekommen, sind de facto schon zu alt, um für den deutschen Arbeitsmarkt eine Fachkraft dazustellen bzw. eine Fachkraft zu werden. Die beruflichen Defizite sind einfach zu groß, um mit deutschen und westlichen Fachkräften mithalten zu können. Daran wird sich auch nichts ändern, wenn man diese Personen überbetrieblich, wie auf dem Bild ihrer Kolumne zu sehen ist, ausbildet oder man sie irgendwie durch ein Studium bringt. Denn spätestens wenn diese Personen in den privaten Arbeitsmarkt eintreten, wird sich zeigen, dass zwischen formaler Ausbildung und tatsächlicher Anerkennung durch Privatunternehmen Welten liegen. Denn es geht nicht nur ums Formale, sondern auch um das Sozialverhalten am Arbeitsplatz. Und genau da ist die westliche Leistungsgesellschaft gnadenlos. Sie und andere erzeugen mit der Vermischung der Begriffe Flüchtlinge und Fachkräfte eine Erwartungshaltung, die in den kommenden Jahren auf vielen Seiten zu Frustration und Enttäuschungen führen wird. Ich kann nur hoffen, dass Sie das ein wenig überdenken und Ihre Sichtweise ein wenig ändern.

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Der Name 15.06.2019, 14:15
7. Da gebe ich rabode recht...

Es ist so wie rabode geschrieben hat. Es gibt kein fachkräftemangel sondern es gibt nur ein „wir suchen gute Leute für so wenig Geld wie möglich“ gäbe es ein Fachkräftemangel dann würden zeitarbeitsfirmen garnicht existieren: unternehmen würden sich jede Fachkraft Krallen. Ich habe von sogenannten headhunter ebenfalls Angebote bekommen: mit weit aus weniger Gehalt was ich momentan verdiene. Im öffentlichen Dienst werden massiv stellen unterbewertet: Elektriker stellen im Versorgungsbetrieb waren früher mit der 7 ausgeschrieben und jetzt ? Lohngruppe 5

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brandmauerwest77 15.06.2019, 14:18
8. Blockierer CDU/CSU

Leider blockiert die CDU/CSU schon seit Jahrzehnten ein fortschrittliches Migrationsgesetz
und das Schlimme ist, dass die SPD als Wurmfortsatz der Christlich-sozialen sich dem jetzt
auch noch anschließt. Jetzt wäre doch die Gelegenheit gewesen, mal ein eigenes Profil zu
entwickeln. Jeder Interessierte aus dem Ausland wird in Zukunft eher einen großen Bogen
um Deutschland machen, welcher vernünftige Mensch sollte sich sowas auch antun. Als
Konsequenz werden wir über kurz oder lang aus der ersten Liga der Industrieländer in die
zweite oder dritte Reihe durchgereicht. Danke CDU/SPD für nichts außer Murks und Betriebs-
Blindheit. Das ist ein Sieg der deutschen Hinterwäldler jeder Coleur auf der ganzen Linie.

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dasfred 15.06.2019, 14:20
9. Als ob hier alles so toll wäre

Wenn wir einen interessanten Arbeitsmarkt hätten, dann könnten wir schon lange einen Zustrom aus allen ärmeren Teilen der EU spüren. Die Freizügigkeit erlaubt es doch schon, sich heute noch in Athen, Barcelona oder Bukarest ins Flugzeug zu setzten und gleich morgen anzufangen. Nur haben Spezialisten nicht unbedingt Lust, zu uns zu kommen und für ungelernte Helfer ohne Sprachkenntnisse gibt es wenig Jobs. Gleichwohl hat Frau Ataman natürlich Recht, diesen fehlgeleiteten Aktionismus aus Seehofers Amt zu kritisieren. Mit intensiven Integrations und Ausbildungsbemühungen von Anfang an, wären jetzt schon viele tausend Migranten im ersten Arbeitsmarkt angekommen und viele Straftaten, begangen aus Frust und Langeweile wären nie passiert. Aber so weit sind wir immer noch nicht. Statt dessen werden wir genervt mit Aussagen, das Deutsche aussterben, Ausländer raus müssen, aber keiner mehr nachwächst, der mal die Rente erwirtschaftet. Es ist doch egal, wo die Menschen herkommen, die mit uns leben und arbeiten, solange wir menschlich miteinander umgehen.

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