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Verlogene Migrationsdebatte: Das "Bleibt-bloß-weg-Paket" der Regierung
DPA

"Ausländer weg - alles gut!" So lässt sich die Intention des nun beschlossenen Migrationspakets umreißen. Damit knickt die Regierung vor dem rechten Lager ein - und am Fachkräftemangel ändert sich nichts.

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cobaea 16.06.2019, 09:38
140. zu einfach

Zitat von azorba
Es gibt keinen Fachkraeftemangel Frau Ataman. Man muss die Leute nur anstaendig bezahlen!
Sie machen es sich sehr einfach. Ja, zweifellos gibt es Berufsfelder, in denen man die Leute nur besser bezahlen müsste, damit genügend Leute die Jobs übernehmen. Gleichzeitig gibt es aber Jobs, bei denen zwar lange über Fachkräftemangel geklagt, aber trotzdem nichts getan wurde - und wo's nicht nur an der Bezahlung liegt, sondern auch an den Arbeitsbedingungen. Deshalb besteht jetzt ein Fachkräftemangel z.B. in Pflegeberufen und bei Hebammen. Auch wenn man nun sofort begänne, das Gesundheitswesen so umzubauen, dass die Arbeitsbedingungen samt Bezahlung besser würden, bliebe vorläufig eine Personallücke, die erst nach beendeter Restrukturierung und durch vermehrte Ausbildung geschlossen werden könnte. Das dauert aber. Bis dahin könnte man aber weder Kranke, noch Alte, noch Gebärende einfach liegen lassen und darauf vertrösten, dass es in ein paar Jahren dann schon mal mehr Personal geben wird. Bis es so weit wäre, müsste man aber auch weiterhin die Fachkräfte irgendwoher bekommen - naheliegenderweise ist das das Ausland.

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heinz k 16.06.2019, 09:39
141. @138 bsauss

Widersprechen Sie sich nicht ?
Jugendarbeitslosigkeit in Italien ,Spanien und Frankreich - das ist doch schon lange bekannt !
Wo sind die Altenpfleger aus diesen Ländern ?
Und die europäische Mehrheit für die Einwanderungspolitik - wohin Einwanderung ?
Nach Italien , Spanien ,Frankreich ?
Wollen wir eine Wahlhilfe für Berlusconi , Le Pen oder die spanischen Faschisten ins Leben rufen ?

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Patrik74 16.06.2019, 09:51
142. @18 vergebens

Zitat von
Wo sollen die sich eingenistet haben? Weder unsere Sozialausgaben sind übermässig angestiegen, noch die Anzahl der H4 Empfänger. Also eine Million, das müsste ja irgendwie auffallen. Und klar, wenn die Kids dieser Wirtschaftsflüchtlinge in 10 Jahren Abitur machen wirft man sie wieder raus.
Jetzt kommen sie dich den rechten nicht mit Fakten.

Die Flüchtlinge kosten uns jährlich 20 Mrd. Die tauchen zwar in den Büchern nirgends auf, aber das macht nichts - Björn sagt was anderes, und wer das bezweifelt ist links-grün-versifft. Die Ausländer sind auch alles kriminelle - gut, es sind jetzt mehr Ausländer im Land als vorher und es werden weniger Straftaten verübt, aber das tut jetzt nichts zu Sachen. Die amtlichen Statistiken sind sowieso alle falsch. Gleiches gilt für die Zahl der eingereisten seit 2015, es sind mehr als 1 Mio., auch wenn es weniger sind. "Gefühlt" sind es mehr, auch wenn man in der sächsischen Provinz noch keinen einzigen gesehen hat...

Das schlimme an den sog. "rechts-konservativen" ist, dass sie komplett irrational sind und sich weigern, sich an der faktischen Realität zu halten. Damit haben sie die Grundlage der abendländischen Aufklärung verlassen (Faktenorientierung und Logik=Vernunft), und daher ist es müßig mit ihnen zu diskutieren. Es gibt in wahrsten Sinne des Wortes einfach keine Diskussionsgrundlage mehr; Glaube und Meinung ersetzen Fakten, willkommen im Mittelalter.

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kleinsteminderheit 16.06.2019, 10:20
143. Wir können Menschen nicht in bestimmte Berufe zwingen

Unser Grundgesetz garantiert die freie Entfaltung der Persönlichkeit die freie Berufswahl. Beides ist nicht nur den Deutschen, sondern allen Menschen im Geltungsbereich des GG garantiert.

Ich frage mich, wie man sich vor diesem Hintergrund die Verknüpfung von Aufenthaltsrecht und, sagen wir, einer Tätigkeit in der Altenpflege vorstellt. Ich glaube nicht, dass man jemandem den Aufenthalt entziehen kann, wenn er als Pflegefachkraft angeworben wird und dann aus der Altenpflege auf einen Industriearbeitsplatz wechselt.

Dass man Flüchtlinge als Lösung für unseren Facharbeitermangel vorsieht, hat für mich einen ziemlich schalen Beigeschmack. Facharbeiterprobleme haben wir dort, wo Arbeitsbedingungen und Lohn nicht stimmen. Mit welchem Recht buchen wir Flüchtlinge ausgerechnet auf diese Stellen? Warum dient dies ausgerechnet den Vertretern einer liberalen Flüchtlingspolitik als Argument? Nur weil uns die Arbeitsmigranten in der Vergangenheit stets die dreckigen, gefährlichen und unterbezahlten Arbeiten erledigten und froh waren, diese Jobs zu haben?

Das Flüchtlinge haben viele Träume, aber sicher nicht die Absicht, jene Berufe zu lernen, die mangels Attraktivität, keinen deutschen Nachwuchs finden

Ich möchte nicht das R-Wort verwenden, aber ich halte die Idee,, ausgerechnet unsere ungeliebten Ausbildungsstellen mit Flüchtlingen aufzufüllen, für sehr grenzwertig.

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interessierter Laie 16.06.2019, 10:29
144. Zwei Teile...

ja das ist richtig - Einwanderung und Asyl sind zwei paar Schuhe. Aber dem Rest kann ich nicht zustimmen.

Ja, es gibt in vielen Gegenden und Bereichen Fachkräftemangel. Aber Fachkräft haben per Definition einen anerkennungsfähigen Abschluss vorzuweisen. An anderen Arbeitskräften herrscht kein Mangel. Das macht auch kein klassisches Einwanderungsland anders, sonder die sind oft noch viel selektiver.
Sanktionieren für Asylbewerber sind nicht schön, aber leider notwendig. Asylbewerber haben ein paar Pflichten, nämlich: (1) Die Meldepflicht einzuhalten. (2) Das Asylverfahrens zu unterstützen (indem man Papiere vorlegt oder zumindest Namen, Alter und Herkunft wahrheitsgemäß angibt). (3) Während des Aufenthalts die Gesetze des Landes zu befolgen. (4) Den Ausgang des Verfahrens (zumindest nach gerichtlicher Prüfung) zu akzeptieren und bei Ablehnung zu gehen. Diese 4 Regeln kann nahezu jeder einhalten, aber sie werden massenhaft verletzt. Und das ist auch nicht verwunderlich. Wer sich ihnen unterwirft, lebt schlechter und hat eine geringere Chance bleiben zu dürften. Das ist den anderen Abgelehnten, aber auch den anerkannten Flüchtlinge gegenüber ungerecht. Erstere sitzen im Flieger zurück und ihnen winken diejenigen, die wegen nicht feststellbarer Identität weiter bleiben dürfen oder sich der Abschiebung entziehen. Zweitere bekommen als echte Verfolgte mit kleinen Kindern keinen vernünftigen Platz, weil um sie herum sitzen lauter Schauspieler sitzen, die sich als ihresgleichen ausgeben. Da man einen nicht auffindbaren, nicht identifizierbaren Menschen nicht in sein Heimatland zurückschicken kann, muss man rechtliche Mittel finden, diesen Fehlanreiz zu überwinden.

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maxi_stulz 16.06.2019, 10:41
145. Ein paar Menschen weniger werden das Land nicht ruinieren

Zitat von dachristoph
wünsche mir hier eine etwas detailierte Erläuterung was geschehen muss, um den Fachkräftemangel zu beheben. Flüchtlinge sind nicht automatisch Fachkräfte. Ein Punktesystem klingt prinzipiell gut, doch auch da lese ich hier nicht wofür es Punkte gibt. Deutschland braucht Einwanderung, das ist eine Frage des Erhalt dieses Landes. Solange deutsche Familien nicht genügend Nachwuchs erzeugen, wird sich daran auch nichts ändern.
Was heißt schon "genügend"? Wir werden länger leben und solange es bei diesem Rentensystem bleibt eben auch länger arbeiten. Wofür brauchen wir Einwanderung? Wegen Fachkräftemangel, fehlenden Einzahlern in das Rentensystem, ...? Wenn man den Menschen flexible (vor allem für Frauen) und gut bezahlte Arbeitsplätze bietet sehe ich keine Probleme. Denn hier stecken gewaltige Potentiale. Aber es ist eben einfacher simple Parolen zu übernehmen. Ein kleines Schrumpfen der Bevölkerungsanzahl ist nicht existenzbedrohend und die Geburtenrate steigt seit Jahren wieder an. Richtig ist, daß Zuwanderung nicht per se positiv ist. Das Thema ist viel komplexer.

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ThomasS79 16.06.2019, 10:42
146. Ehrliche Zahlen und Fakten!

Der Anteil von Flüchtlingen, welche Hartz4 beziehen, ist mit 25% überdurchschnittlich hoch. Über 30% aller Flüchtlinge haben nie eine Schule von innen gesehen oder keinen Abschluss. Der Anteil tatsächlich als hochspezialisierte Fachkraft arbeitender Menschen mit Migrationshintergrund allgemein liegt unter 10%. (Quellen: Bamf, IW, statistisches Bundesamt) Man könnte diese Statistiken noch weiter führen, vertiefen und instrumentalisieren, das möchte ich aber nicht! Das was ich aber möchte ist, dass wir uns ehrlich den realistischen Situationen und Herausforderungen stellen! Dazu gehört eben auch ein Bewusstsein, dass der Großteil der Flüchtlinge eben nicht, oder nur mit extrem hohen Aufwand für unsere Integrations- und Bildungssysteme erfolgreich einer qualifizierten Tätigkeit nachgehen wird. Die Regel, und das spiegeln auch aktuelle Beschäftigungszahlen wider, wird im Segment der Hilfstätigkeiten oder niedriger Qualifikationen tätig werden. Und eine weitere, bedenkliche Entwicklung ist das Lohndumping bei Fachkräften mit Migrationshintergrund. Hier müssen sicher Gründe und Möglichkeiten eruiert werden, dass dies nicht zu einer generellen Methode der Entwertung führt. Quintessenz ist, das wir sicherlich bessere und vor allem wirksamere Mittel und Möglichkeiten zur Integration benötigen! Aber eben auch, dass nur 1 von 5 Flüchtlingen als tatsächliche Fachkraft relevant ist, und mehr noch, dass bei jedem zweiten von diesen auch noch über Jahre erheblicher Aufwand betrieben werden muss, bis er in D arbeitsfähig ist! Zusammenfassend kann man also sagen, ja, wir müssen uns alleine rein statistisch mehr um die Organisation der Abschiebung und der Auswahl von Fachkräften bei der Einwanderung kümmern! Und zweitens müssen wir den Aufwand in Relation zum Nutzen bewerten! Integration sollte nicht zum Lohndumping für Fachkräfte führen. Und vielleicht kann man auch in Relation setzen, was mit den Kosten für Integration für unser Bildungssystem oder die Stärkung besonders benötigter Berufsgruppen getan werden kann. Ohne dieser ein "Geschmäckle" anzudichten, habe ich das subjektive Gefühl, dass die Verhältnismäßigkeiten bei den Kosten für unsere Sozialsysteme, Bildung und Integration von Menschen mit Migrationshintergrund verglichen mit möglichen, generellen Maßnahmen für unsere Bildungs- und Versorgungssysteme deutlich schief hängt. Das meine ich wirklich ohne irgend einen rechtspopulistischen Hintergrund. Ich meine aber, das wir uns hier Fachkräfte extrem teuer erkaufen, die langfristig wieder gehen, anstatt in unser Land zu investieren!

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erespondek 16.06.2019, 10:44
147. Ein Visum für Filipinos

im Berufsanfänger Alter zu bekommen ist nahezu ein Ding der Unmöglichkeit. Die Botschaft in Mamila lässt nahezu jeden Antrag an der "fehlender Rückkehrwille" Klippe scheitern. Begründung: immer fie Gleiche: unzureichendes Einkommen der Eltern oder unzureichende soziale Verwurzelung. Bleiben die Eltern beide auf den Philippinen reicht das Einkommen nicht, arbeiten sie im Ausland, ist das Kind unzureichend sozial verwurzelt. Rentern deren Kinder in Deutschland leben gibt man dann aber ein Visum. Erinnert mich an die DDR, irgendwie.

Wenn man irgendwann einmal Vorhaben sollte Pflegekräfte von den Philippinen anzuwerben: wer glaubt denn, dass jemand in ein Land arbeiten gehen möchte in dem man so verlogen als Mensch 2. Klasse behsndelt wird? Auch Pflegekräfte haben Kinder

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zeisig 16.06.2019, 10:55
148. Arbeit annehmen.

Zitat von kleinsteminderheit
Unser Grundgesetz garantiert die freie Entfaltung der Persönlichkeit die freie Berufswahl. Beides ist nicht nur den Deutschen, sondern allen Menschen im Geltungsbereich des GG garantiert. ... Ich möchte nicht das R-Wort verwenden, aber ich halte die Idee,, ausgerechnet unsere ungeliebten Ausbildungsstellen mit Flüchtlingen aufzufüllen, für sehr grenzwertig.
Warum soillte man von den Flüchtlingen nicht eine Gegenleistung erwarten dürfen ? Ich finde schon, daß diese Leute, gerade wenn es sich um die junge Generation handelt, eine Ausbildung in einem Beruf machen sollen, wo Bedarf besteht. Nicht jeder Mensch kann sich seinen Traumberuf aussuchen.

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Tacitus73 16.06.2019, 11:06
149. Tauwetterperiode wieder vorbei

Zwei gestrige Beiträge von mir wurden hier nicht gebracht. Sie enthielten natürlich scharfe Kritik an Frau Atamans Behauptungen und Äußerungen in diesem Artikel; so habe ich die Frage gestellt, wie bösartig (im Sinne von haßerfüllt gegenüber Andersdenkenden) man eigentlich sein müsse, wenn man den Migrationskritikern immer wieder pauschal schlimme Motive oder Dummheit unterstelle, wie Frau Ataman das ja oft tut. Das ist provokant, aber von der Meinungsfreiheit gedeckt. Im übrigen lässt man sich bei SPON von viel weniger Feingefühl leiten, wenn es um Invektiven gegen die andere Seite, gegen Konservative oder sogenannte Rechtspopulisten geht. Ich könnte nun optimistisch sein und davon ausgehen, dass technische Probleme die Ursache waren. Ich befürchte jedoch, dass die Tauwetterperiode, die bei SPON seit Relotius zu vermerken war, wieder vorbei ist. Schade.

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