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Verlogene Migrationsdebatte: Das "Bleibt-bloß-weg-Paket" der Regierung
DPA

"Ausländer weg - alles gut!" So lässt sich die Intention des nun beschlossenen Migrationspakets umreißen. Damit knickt die Regierung vor dem rechten Lager ein - und am Fachkräftemangel ändert sich nichts.

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cookie1 15.06.2019, 15:53
40.

Argumentationshilfe gegen Vorurteile: asyl-net
"Die meisten wollen ohnehin nicht längerfristig ihr Heimatland verlassen."

https://asyl-net-migration-bergstrasse.de/argumentationshilfen-gegen-vorurteile/

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cobaea 15.06.2019, 15:57
41.

Zitat von stefan.martens.75
Würde dem Autor dieser Zeilen helfen. Brauchen wir externe FachKräfte? Ich denke ja! Ist Deutschland ein Einwanderungsland? Wenn ich mir die Statistik und Alterspyramide anschaue, eindeutig Ja. Was aber heisst das für uns? Das wir jeden von überall aus der Welt, der es aus welchen Gründen und welcher Qualifikation auch immer, über die Grenze schafft hier willkommen heissen und unter welchen Mühen und Hindernissen auch immer integrieren? Auf gar keinen Fall! Wir haben Personenfreizügigkeit innerhalb der EU. Wir haben Millionen Arbeitslose in der Selben. Soll mir der Autor mal erklären, aus welchen komischen Selbstkasteiungsgründen wir die am schwierigsten zu integrierenden und kulturell am entferntesten einzustufenden Menschen hier bevorzugen sollten?
Der "Autor" ist eine "Autorin". Und sie hat nicht behauptet, in Deutschland müssten "die am schwierigsten zu integrierenden...Menschen bevorzugt" werden. Sie kritisiert, a) dass die Fraktionen der GroKo mit ihrem "Migrationspaket" alles durcheinander geworfen haben - Einwanderungsgesetz, Asyl- sowie Ausländerrecht - und, dass b) bei dieser Übung nichts Gescheites herausgekommen ist. Beim Fachkräfte-Einwanderungsgesetz geht es n i c h t um Flüchtlinge, sondern um Arbeitskräfte aus Nicht-EU-Staaten. Für die BewohnerInnen der EU-Staaten braucht man kein Einwanderungsgesetz in Deutschland. Aber wenn EU-Ausländer nicht nach Deutschland kommen, weil sie entweder nicht die passende Ausbildung haben oder die Sprache weder könnnen, noch lernen wollen oder weil sie nicht auswandern wollen, dann wird Deutschland eben in manchen Gebieten auf Nicht-EU-Ausländer angewiesen sein. Soooo neu ist das nun auch wieder nicht: Die Uni-Klinik Tübingen z.B. rekrutiert seit längerer Zeit regelmässig Gruppen chinesischer Pflegekräfte, Pflegeheime im Schwarzwald rekrutieren Altenpflegepersonal von den Philippinen. Dazu kommen Hebammen aus der Türkei oder solche aus dem EU-Land Italien. Alle müssen erst Deutsch lernen, aber sie werden gebraucht. Es kann ja sein, dass Sie eine türkische Hebamme oder einen chinesischen Krankenpfleger als "kulturell am weitesten entfernt" empfinden. Aber Deutschland hat es eben zu lange versemmelt, eigenen Nachwuchs auszubilden bzw. Bedingungen zu schaffen, unter denen Einheimische diese Berufe ausüben wollen. Trotzdem brauchen Kranke, Alte, Gebärende auch jetzt Hilfe und nicht erst, wenn sich die Regierung dazu durchgerungen hat, die Bedingungen in solchen Berufen zu verbessern.
Das Asylrecht wiederum betrifft weiterhin Flüchtlinge. Wenn aus jenen, die länger oder immer bleiben, mal Fachkräfte werden, okay. Aber zuallererst einmal sind sie geflohen und nicht als Arbeitskräfte eingewandert. Sie zu integrieren braucht andere Massnahmen, als Fachkräfte anzuwerben.

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Jörg-Detlef 15.06.2019, 15:58
42. Alterspyramide schon vergessen?

Zitat von pelayo1
Der Artikel strotzt geradezu von Ignoranz und Einseitigkeit, wie bei Frau Ataman üblich. Es gibt keinen Fachkräftemangel, es gibt nur zu niedrige Löhne in Deutschland. Zahlreiche deutsche Ärzte, Informatiker usw. gehen in die Schweiz oder nach Norwegen, weil sie dort besser bezahlt werden. Wunderbar ergänzen sich die Interessen des Kapitals und er Multikulturalisten, möglichst viele Menschen nach Deutschland zu holen. Die qualifizierten dürfen für geringe Löhne arbeiten, und die unqualifizierte Mehrheit schafft Nachfrage über das Sozialsystem, indem sie Leistungen beziehen, die die arbeitenden Deutschen finanzieren dürfen.
Alterspyramide schon vergessen? Die wenigen Jungen teilen sich auf in solche, deren berufliche Interessen oft wenig hilfreich sind, wenn’s darum geht, Angebot an Arbeit und Nachfrage in Übereinstimmung zu bringen, und immer mehr solche, die es wegen Reichtums der Eltern, später des eigenen nicht selbst verdienten, gar nicht nötig haben, sich in Lohnabhängigkeit zu begeben.

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ernie-ohne-bert 15.06.2019, 16:02
43. Fachkräftemangel ?

Wir sind offensichtlich nicht in der Lage oder bereit, erstmal die von H4 betroffenen Mitbürger entsprechend zu qualifizieren und zu motivieren... weiterhin wird zu wenig Nachwuchs gezeugt (man lebt ja lieber alleine bzw. selbstverwirklicht), der dann in bildungsfernen Schichten zumeist schlecht oder gar nicht auf die Schule vorbereiten wird .. den Abiturienten wird erzählt, dass am besten alle studieren müssen, obwohl eine gute Lehre und Weiterqualifikation für viele die bessere Alternative wäre .. vor allem für die Endlos-studenten der Orchideenfächer. Statt dessen werden Millionen von "Fachkräfte" hereingewunken, die überwiegend gar keine Ausbildung haben und oft sogar Analphabeten sind... aber political correct gesehen sollen es ja alles Ingenieure etc. sein. Migration und Asyl sollen nicht in einen Topf geworfen werden und zwar so, dass Asylberechtigten Schutz auf Dauer gewährt wird, aber nicht Abermillionen von Glücksrittern, die ihr Herkunftsland aufbauen und dort selbst für sich und ihren zukünftigen Familien sorgen sollen. Wer seine Identität verschleiert und sich deren Feststellung verweigert, der hat jedes Recht auf dauerhaften Schutz und Sozialleistungen verspielt. Wie kann man ernsthaft als Journalistin oder Politiker Sympathie für solche Leute haben ? ... vermutlich nur dann, wenn man die ganze Welt zur dauerhaften Versorgung zu uns einladen will und zugleich weiß, dass es mehr als 7 Milliarden Menschen gibt, denen es erheblich schlechter geht als wenn sie mit unseren Sozialleistungen leben würden. Diese Journalisten und Politiker wundern sich dann noch, wenn der Wohnraum knapp wird und die Mieten steigen ... ist es nur Idiologie oder Naivität, die dort sichtbar wird ? Versucht es endlich mit gesundem Menschenverstand.

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cobaea 15.06.2019, 16:07
44.

Zitat von spongboob
Ihr Beitrag ist ziemlich daneben. Kein Land in der EU hat soviel Ausländer aufgenommen wie Deutschland. Viele sind zu uns gekommen, obwohl sie in einem anderen EU Land schon in Sicherheit waren. Es können nicht alle Asyl bekommen. Wenn kein Asyl gewährt wird,haben diese Menschen das Land wieder zu verlassen. So sind die Gesetze, in der ganzen Welt. Leider hat das mit den abschieben in den letzten Jahren noch nicht geklappt, viele sind untergetaucht. Was soll an einem Gesetz falsch sein, daß das jetzt unterbinden. D hat letztes Jahr wir 20 000000000 Euro für Asyl und die Folgen gezahlt und das Jahr davor auch. Ich finde wir sollten zu einem Rechtsstaatlichem Verfahren zurück kommen und Menschen die hier nichts zu suchen haben, wieder zurück zu schicken. Fachkräfte waren unter den Asylanten nicht viele. Man sollte die Asylpolitik und die Einwanderung qualifizierter Menschen nicht vermischen.
Ihr Wort nicht in Gottes, sondern in Ihrem eigenen Ohr: "Man sollte Asylpolitik und die Einwanderung qualifizierter Menschen nicht vermischen." Genau das sagt Frau Ataman in ihrer Kolumne. Sie kritisiert die Vermischung von Themen und Gesetzesänderungen, die nur eines gemeinsam haben: die direkt Betroffenen haben keinen deutschen Pass. Sonst verbindet sie nichts. Das Asylwesen verläuft bereits heute nach rechtsstaatlichem Verfahren (und tat es schon immer) - da braucht man gar nichts zu ändern. Diejenigen, die abgeschoben werden sollen, sich aber sonst nichts zu schulden kommen liessen, in Gefängnisse zu stecken, ist hirnrissig. Wenn ihre Heimatländer sie nicht zurücknehmen: Wie lange will man sie dann im Knast lassen? Und sollen sie dann dort die VHS für Kleinkriminelle besuchen und mit strafrechtlich bedeutenden Kenntnissen (die sie zuvor nicht hatten) wieder rauskommen? Deshalb ist die Gefängnis-Inhaftierung in solchen Fällen Stuss.
Das Fachkräfte-Einwanderungsgesetz wiederum hat damit nichts zu tun. Es richtet sich weder an Flüchtlinge (nach dem Asylrecht) noch an EU-Ausländer.

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Actionscript 15.06.2019, 16:08
45. In die USA kommt keiner mit Greencard.

Zitat von spot78
wir müssen immer noch entscheiden dürfen wer kommen darf und wer nicht. Es reicht bereits dass sich 2015 ca. 1 Million "Einwanderer", halt stopp Wirtschaftsflüchtlinge in unserem Sozialsystem eingenistet haben. Ich würde dies ganz einfach analog zu den USA mit einer Greencard-Regelung machen. Und wer nicht per Greencard kommt ist eben Flüchtling und kehrt nach Beendigung des Fluchtgrundes in sein Heimatland zurück. Und zwar umgehend.
Die kann man erst nach ein paar Jahren dort beantragen. Die Visa sind zeitlich begrenzt. Es gibt Visa für Studenten, F1, für Postdocs und Internships, J1, und echte zeitlich begrenzte Arbeitsvisa, H1. Diese Visa sind der Einstieg, um eine Greencard zu beantragen. Viele dieser Einwanderer mit solchen Visa sind Wirtschaftsflüchtlinge, die auch wie ich aus wirtschaftlichen Gründen zB aus Deutschland geflüchtet sind. Und auch in den USA machen die Einwanderer viele Jobs, die die Amerikaner nicht machen wollen.

Auch gibt es in den USA, besonders in Kalifornien viele illegale Einwanderer, die arbeiten, einen Führerschein haben, weil man ein Auto braucht und die sogar Steuern zahlen. Es ist also nicht so einfach, wie es aussieht. Und wann ist ein Fluchtgrund beendet? Die Trump Regierung will genau wie die AFD Einwanderung generell verhindern und baut darauf ihren Zuspruch aus.

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DanielBerlin 15.06.2019, 16:10
46. Migranten alles andere als Fachkräfte! Sie sind nur billig...

... und das ist alles. Die Industrie sucht keine Fachkräfte, sondern Billiglöhner. Und die Migranten kommen da gerade recht weil man die auch so schön über den Löffel ziehen kann...

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Urzweck 15.06.2019, 16:13
47. Recherchiert, schlecht interpretiert

Es gibt keinen Fachkräftemangel in Deutschland. Es gibt grundsätzlich nie Fachkräftemangel in schlecht bezahlten Berufen! Diesen Fachkräftemangel herbeizureden und ihn mit Migranten beheben zu wollen, finde ich ein nationalistisches Argument.
Die Alterung der Gesellschaft ist keine Bedrohung für die Bewohner der Republik, weder für die Alten, noch für die Jungen.
Ich finde die demografische Entwicklung gut. Wenn es in Zukunft weniger Menschen in der EU gibt, dann ist das gut für die Umwelt und die Einwohner haben mehr Platz. :-)


Es gibt übrigens keine "Antimigrationsmuftis" in Deutschland. Ein Mufti ist jemand mit Macht oder Autorität. Das haben die Rechten beides nicht.

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cobaea 15.06.2019, 16:14
48.

Zitat von casbavaria
Warum also sollte man noch mehr Leute über ein Einwanderungsgesetz ins Land lassen, die keine Ausbildung haben - es klappt doch mit denen, die da sind, auch schon nicht! Kanada oder Neuseeland machen vor, wie es geht - zum Arbeiten ins Land darf nur, wer eine Ausbildung UND fundierte Sprachkenntnisse hat. Zudem ich mich frage, was denn nun stimmt. Einerseits wird das Mantra vom Fachkräftemangel heruntergebetet, anderseits schreien die Linken und Grünen nach dem BGE, weil künftig so viele Arbeitsplätze durch KI wegfallen sollen. Was denn nun?
Wieso schreien Sie über etwas, was gar nicht vorgesehen ist? Das Fachkräfte-Einwanderungsgesetz lässt keine AusländerInnen aus Nicht-EU-Staaten einreisen bzw. Stellen suchen, die keine Ausbildung haben. Sie müssen einen Schulabschluss vorweisen, der mindestens einem deutschen Fachabitur entspricht - das haben die Handwerksvertretungen bereits kritisiert. Ihnen hätte auch ein Realschulabschluss genügt. Ihren Bau-Hilfsarbeiter gibt's auf diese Art garantiert nicht. Und die Sprachkenntnisse sind ebenfalls Bedingung.

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zweifelturm 15.06.2019, 16:20
49. Rechtslastige primitive Hetze

Zitat von MichaelundNilma
Ohne jetzt eine politische Position zu beziehen, möchte ich bemerken, dass nicht nur die Argumentation der Regierung verlogen ist, sondern auch die von Flüchtlingsverbänden und Medien. Fangen wir an mit Asylanten welche eigentlich gar nicht hier sein können, weil Asyl nur in dem Staat gestellt werden kann, welchen der Flüchtende zuerst betritt (Dublin). Kommen wir zu Seehofer und dem Kern des Problems. Menschenrechte und Flüchtlingsrecht kollidieren . Das Grundrecht der Nichtabschiebung kollidiert mit dem Recht eines souveränen Staates illegale Einwanderer abzuschieben. Es bleibt unwidersprochen, das die meisten Flüchtlinge keine Flüchtlinge im Rahmen der Flüchtlingskonvention sind, sondern eindeutig ein besseres Leben suchen und sich deswegen zu Hause hoch verschuldet haben. Es macht einen Unterschied zwischen berechtigter Flucht und Recht auf Asyl und offensichtlichem Mißbrauch selbigen. Ein Flüchtling z.B. aus Afghanistan, seien wir einmal ehrlich, hätte genügend Möglichkeit im Iran oder Pakistan Schutz zu suchen, wonach er nach Flüchtlingskonvention übrigens verpflichtet ist. Die Flüchtlingskonvention der Organisation für Afrikanische Einheit ist eine regional für Afrika geltende völkerrechtliche Konvention. Jeder Afrikaner kann sie also beanspruchen. Afrikanische Wirtschaftsflüchtlinge fallen de jure nicht unter Flüchtlingsrecht sondern sind Einwanderer ohne Legitimation. Deutschland unterstützt als einziges Land in der EU selbst solche Nichtflüchtlinge, mit der vollen Daseinsfürsorge. Es geht nicht, daß in einem Land in dem schon die Wohnungsnot für Einheimische katastrophal ist, eine unbegrenzte Migrations, - Flucht, - Asyl und Einwanderungswelle in Gang zu setzen, wobei die Begriffe, auch im SPIEGEL, keine Abgrenzung erfahren. Migration fällt eindeutig unter Einwanderung. Was den Fachkräftemangel anbelangt gibt es innerhalb Europas viele Länder, besonders außerhalb der EU (z.B. Ukraine, Balkanländer) deren gut ausgebildete Fachkräfte sofort zu uns kommen würden. Prof. Sell hat übrigens darauf verwiesen, daß Fachkräftemangel nur in zwei Bereichen bestehen. Einer davon ist die Pflege.
Zu Ihrer Information: Geltendes Recht ist, dass jeder, der deutschen Boden betritt, hier einen Antrag auf Asyl stellen kann. Ihren Dublin-Schwachsinn können Sie sich schenken. Den Rest Ihres Ergusses kann man gleichfalls vergessen, wäre da nicht die bei Rechtsradikalen übliche perfide Nummer, Flüchtlinge a la, wie Sie völlig Gaga schreiben: "eine unbegrenzte Migrations, - Flucht, - Asyl und Einwanderungswelle" - eijeijeijeieijei - gegen den deutschen Wohnungsmarkt allerprimitivst auszuspielen. Das Eine hat mit dem Anderen rein garnichts zu tun, nur in der kranken Phantasie Rechtsradikaler.

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