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Verlogene Migrationsdebatte: Das "Bleibt-bloß-weg-Paket" der Regierung
DPA

"Ausländer weg - alles gut!" So lässt sich die Intention des nun beschlossenen Migrationspakets umreißen. Damit knickt die Regierung vor dem rechten Lager ein - und am Fachkräftemangel ändert sich nichts.

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Ökofred 15.06.2019, 17:41
70. Get Real

Zitat von bernteone
Rechten ein sondern bemerkt das ein großer Teil der Bevölkerung die Flüchtlingspolitik nicht wirklich gut findet . Die Tore wurden weit geöffnet für Gut und Böse . Fachkräfte sind sicherlich die wenigsten . Ich finde wenn Fachkräfte benötigt werden , sollten sie auch hier ausgebildet werden und nicht aus z.b. dem Balkan abgeworben werden . Damit wird die benötigten Fachkräfte in den Armenhäusern Europas abgeworben und damit due Wirtschaft in den Ländern massiv geschädigt , der Rest kommt als Wirtschaftsflüchtling nach Deutschland und wird dann wieder zurück geschickt . Trauriges Schauspiel der deutschen Wirrschaft nur um die teuren Ausbildungskosten zu sparen und wie in der Pflege Personalkosten zu sparen .Die ausgebildeten Pflegerin oder Pfleger aus den Balkan arbeiten auch für Hungerlöhne und bescheren sich nicht wie ihre deutschen Kollegen die wenn sie die Miete bezahlt haben kaum noch genug zum.leben haben . Schöne Welt in der wir leben
Toller Beitrag. Erstens wurden keine "Tore weit geöffnet", die waren offen. Und das ist auch nicht das schlechteste gewesen. Mauern und geschlossene Grenzen hatten wir in einem Teil DE lange genug, wir wissen wie erfolgreich das war.
Aber was Sie offensichtlich auch nicht verstehen, dass die Menschen, die Sie "hier ausbilden" wollen eben nicht mehr gefunden werden. Ausbildungsplätze zB für Bäcker und in der Gastronomie bleiben reihenweise unbesetzt. Von Pfleger/innen mal gar nicht zu reden. Das heisst man muss sogar die Leute holen, die man ausbilden will.

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Ökofred 15.06.2019, 17:44
71. Echt jetzt?

Zitat von capote
Es geht noch nicht mal um Billigfachkräfte, dann könnte man ja 50+ Fachkräfte einstellen, die arbeiten lieber für billig, als in Hartz IV zu fallen. Jeder zweite deutsche, diplomierte Ingenieur im erwerbsfähigen Alter macht beruflich was ganz anderes, weil einfach nicht so viele Ingenieure gebraucht werden. Der Fachkräftemangl ist einfach nur dummes Gerede, sonst nichts.
Für diese steile These haben Sie sicher ein paar belastbare Quellen.
Ab 50 wird es schwer mit Job, aber es ist keinesfalls unmöglich. Ich kenne selber viele Firmen, die suchen, das machen die nicht aus Spaß.

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neutron76 15.06.2019, 17:50
72. Andere Länder bluten aus

Ganz nebenbei bemerkt brauchen die Herkunftsländer auch Fachkräfte. Wie soll in Polen, der Ukraine oder Syrien das Gesundheitssystem funktionieren, wenn junge motivierte Menschen zu uns auswandern?

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Calen 15.06.2019, 18:03
73. Verständnisprobleme

Der Artikel versucht unter anderem klar zu stellen, dass wir ein Einwanderungsgesetz brauchen und Flüchtlinge keine Einwandere sind. Die Flüchtlingsfrage ist etwas anderes. Das nennt sich Asyl und hat mit dem Einwanderungsgesetz nichts zu tun. Weil wir aber keine Einwanderung zulassen, wird jeder , der nach Deutschland will, sich als Flüchtling ausgeben. Leider unterscheiden 90 Prozent der Menschen in Deutschland Asyl und Migration nicht. Es wird besser, wenn wir endlich ein echtes Einwanderungsgesetz haben, selbst Amerika ist da weiter.

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gruen99 15.06.2019, 18:13
74. @no.50 Zweifelturm

Sehr geehrter Forist, Sie haben das mit dem von Deutschland 2015 "ausgesetzten" (mann kann auch sagen "gebrochenen") Dublin Abkommen noch nicht begriffen. Es hilft da leider auch nicht danach den linken Populisten zu betätigen ohne auf die dargebrachte sachliche Argumentation Ihres Vorredners einzugehen. Schade.

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janos71 15.06.2019, 18:14
75. Billige Fachkräfte

Mit billigen "Fachkräften" aus dem orientalischen oder afrikanischen Raum werden wir kaum den Anschluss an die Weltspitze halten können als Noch-Industrienation. Es sind nur wenige Fachkräfte aus Westeuropa, den USA, Japan oder China die den Weg nach D finden. Ganz einfach die Löhne hier sind für diese Fachkräfte einfach zu niedrig. So werden wir durch längeres Siechtum den Anschluss an die Weltspitze immer mehr verlieren. In den Bereichen IT, Software, Elektronik, ... sind wir schon längst ein Entwicklungsland und beim Automobilbau wird sich zeigen ob wir langfristig mit japanischer Qualität mithalten können. Im übrigen sollte die Entwicklungshilfe gerade in den ärmeren Ländern viel eher vor Ort helfen und nicht die wenigen Experten dieser Länder billig abwerben. Dann sollten wir uns lieber als sogenannte "reiche" Industrienation einen Wettkampf mit anderen Ländern der westlichen Welt um Fachkräfte dieser Länder liefern.

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andre_36 15.06.2019, 18:15
76.

Zitat von Ökofred
Aber was Sie offensichtlich auch nicht verstehen, dass die Menschen, die Sie "hier ausbilden" wollen eben nicht mehr gefunden werden. Ausbildungsplätze zB für Bäcker und in der Gastronomie bleiben reihenweise unbesetzt. Von Pfleger/innen mal gar nicht zu reden. Das heisst man muss sogar die Leute holen, die man ausbilden will.
Und das hat sicher nichts damit zu tun, dass gerade in diesen Branchen sehr anstrengende Arbeit, regelmäßige Überstunden und befristete Verträge mit sehr wenig Lohn vergolten wird. Da braucht man natürlich Ausländer, die man sogar legal unter Mindestlohn abspeisen kann.

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decathlone 15.06.2019, 18:21
77. Rückzugsgefechte...

2015 waren noch die Syrer die vielgesuchten Fachkräfte. Daimler-Boss Zetsche unterstützte Merkel lautstark dabei, diese Story unters Volk zu bringen. Es sei die gebildete Mittelschicht, die sich von dort aus auf den Weg nach Europa gemacht habe. Man hat nicht mehr viel davon gehört und Daimler hat wohl auch nicht so viele Leute aus diesem Kontingent eingestellt. Die Kosten trägt ansonsten ja praktischerweise der Steuerzahler... Als nächstes viel das Tabu, eine höhere Kriminalität bei gewissen Gruppen der Zuwanderer in den Bereichen Rohheitsdelikte, Delikte gegen die sexuelle Selbstbestimmung usw. überhaupt nur zu thematisieren. Da seien ja überwiegend junge Männer gekommen und die lebten prekär und daher sei das ganz normal, hört der verdutzte Bürger. Hat auch mit Fachkräftezuwanderung wenig zu tun. Es stellt sich die Frage, was diese Art von Zuwanderung dem Land bringen soll. Und bei vielen Zuwanderern, die straffällig wurden, stellte sich in der Folge heraus, dass der Asylgrund fragwürdig war bzw. der Antrag auch bereits abgelehnt war. Sie denken also, dass es hier aus Sicht der dahinsiechenden Altparteien keinerlei Handlungsbedarf gibt? Und dass es nicht so langsam mal an der Zeit ist, romantische Vorstellungen über Bord zu werfen und sich ehrlich zu machen? Einwanderung in die Sozialsysteme, würde diese irgendwann erledigen. Dafür finden sie in diesem Land keine Mehrheit. Genauso wird es sein, wenn die Einwanderung dazu führt, dass man sich ständig mit Fragestellungen herumschlagen muss, denen mittelalterliche Weltbilder und mangelnde Toleranz der Einwanderer zugrunde liegen. Das bringt eine Gesellschaft schnell an den Rand der maximalen Zumutung. Von daher kann ein 'Macht hoch die Tür, die Tor macht weit...' nicht funktionieren. Ihnen würden auch schlicht die Steuer- und Beitragzahler ausgehen, die das Ganze finanzieren. (Genau die aber sucht man ja mit dem Zuwanderungsgesetz, aber die sind anspruchsvoll...) Und das würde nicht nur bei den schlimmen Deutschen passieren, sondern überall auf der Welt.

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SenYek 15.06.2019, 18:22
78. Trennung von Asyl/Flüchtlinge und Migration

Es sind zwei Dinge zu trennen (was in den Artikel nicht geschieht): Asyl-/Flüchtlingspolitik (was man durchaus aus humaner Sicht verbessern kann) und Migrationspolitik (bei der die BRD keinen erkennbaren Plan verfolgt ... und auch das Hinterfragen des angeblichen "Fachkräftemangels" erscheint angemessen ).
Diese beiden Themen gehören nicht zusammen, weil aus den 2015-er Flüchtlingen eben defintiv nicht die Fachkräfte entstehen werden, die unser Land (vielleicht) benötigt. Sie haben zum allergrößten Teil keinen substanziellen Schulabschluss und tun sich auch mit elementaren Deutschkursen mehrheitlich extrem schwer. Damit ist ausgeschlossen, dass aus dieser Gruppe heraus substanzielle Mengen an Fachkräften rekrutiert werden können.

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ekel-alfred 15.06.2019, 18:24
79. Demokratische und rechtsstaatliche Werte

Zitat von locust
Man muss sich in Deutschland immer wieder fragen, warum die jeweiligen Regierungen bei rechten Spinnern, Rassisten und Chauvinisten, Aluhut-Trägern und radikalen Faschisten einknickt, statt demokratische und rechtsstaatliche Werte zu verteidigen und sich vor die absolute Mehrheit der Bevölkerung zu stellen.
Sie wissen aber schon, dass Ihre zitierten demokratischen und rechtsstaatlichen Werte von Menschen gemacht wurden und auch nicht in Stein gemeißelt sind? Die Welt dreht sich weiter und so müssen "Werte" auch mal angepasst werden, ob Ihnen das gefällt oder nicht.

Nichts ist für die Ewigkeit.

Und by the way.....die "absolute Mehrheit der Bevölkerung" muss auch die Belange der Randgruppen berücksichtigen, anders ist ein friedliches Zusammenleben nicht möglich.

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