Forum: Kultur
Verschwörung um Bestseller-Autor: Die zwei Gesichter des John S. Cooper

Wer ist der Kerl? Jahrelang rätselten Leser und Fachwelt über die Identität von John S. Cooper. Der angebliche US-Amerikaner ist Autor zweier erfolgreicher Thriller - war aber nicht zu sprechen. Jetzt hat SPIEGEL ONLINE den großen Unbekannten ausfindig gemacht und plötzlich doppelt gesehen.

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Machine 25.11.2010, 15:35
10.

Ich hatte das Buch (Das fünfte Flugzeug) auch mal gelesen, aber fast keinerlei Erinnerung mehr daran. Worum ging es? Ganz vage ist da noch die Ahnung von einer Roadstory und fiesen Staatsagenten. *Blubber* *gähn*
War das Ding net als Roman vermarktet worden? Erwartet da jemand wirklich Fakten?
Gibt es Hobbits?
Hallo?
Und zum Pseudonym:
Mal "Stahlfront" gelesen? Angeblich von einem US-amerikanischen Professor geschrieben. *kicher* *LOL* Ja, klar! :-P
Literaturtechnisch unterste Schublade, inhaltlich... äh... Inhalt? Neuschwabenland, Flugscheiben, Ausserirdische, arabische Arier und deutsche Deutsche... ist vermutlich von einem jugendlichen NPD-Mitglied geschrieben worden.
Krasse Sache: Der erste Band ist frei im INet verfügbar. Wollte wohl niemand Geld dafür ausgeben.... Die Folgebände soll man tatsächlich kaufen können. :-)

Wieso regt sich SpOn nicht darüber auf. Grund genug gäbe es ja wirklich.

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mmueller60 25.11.2010, 15:35
11. x

Zitat von semper fi
In Kombination mit dem Pseudo-Übersetzer ist das wie ein gefälschter Medikamenten-Beipackzettel. Dem ehrenwerten Leser wird nämlich - durch den Namen und dem gefakten Übersetzer - vorgegaukelt, dass die beiden Bücher einen englischsprachigen Autor haben.
Ich habe ebenfalls noch nie von diesen Büchern gehört. Sind die mit 65.000 Exemplaren schon Bestseller? Reich werden Autoren damit ja nun nicht, wenn man bedenkt, daß vermutlich analog zu CDs nur 1-2 Euro beim Autor landen pro Exemplar.

Wenn ich vor dieser Enthüllung neugierig auf die Bücher geworden wäre, hätte ich den Betrug mit der amerikanischen Autorenbio schnell gemerkt - so ein Buch würde ich nämlich nur im vermeintlichen amerikanischen Original lesen wollen, und eine Übersetzung ins Englische existiert offenbar nicht.

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clearance 25.11.2010, 15:42
12. The Cooper Proof

Wenn ich mich recht erinnere, ist Cooper im Englischen genauso wie im Deutschen ein Name, der auf eine Berufsbezeichnung zurückgeht: in einigen Regionen heißt sie Küfer/Küper, in den meisten jedoch - huch: Böttcher!

Wenn das kein Beweis ist! Kann ich jetzt in der Spiegel-Online-Redaktion anfangen?

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cantaricky 25.11.2010, 15:50
13. Böttcher

Zitat von clearance
Wenn ich mich recht erinnere, ist Cooper im Englischen genauso wie im Deutschen ein Name, der auf eine Berufsbezeichnung zurückgeht: in einigen Regionen heißt sie Küfer/Küper, in den meisten jedoch - huch: Böttcher!
Good one! Das das dem Autor entgangen ist…

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amonn 25.11.2010, 16:28
14. 9/11

Zum Buch: steht bei mir im Regal (gekauft übrigens nach einer Empfehlung auf dieser HP: http://www.spiegel.de/kultur/literat...01597,00.html), ist spannende Lektüre für Leute, die sich mit der Materie auskennen und zudem eine Affinität zu Action-Filmen haben. Die Rahmenhandlung strotzt vor herrlicher Unlogik, die durchaus schlüssigen Hintergründe sind jedoch ein guter Aufhänger. Und Max Fuller wäre durch einen Bruce Willis in Bestform ideal besetzt, ich hatte ihn beim Lesen die ganze Zeit vor Augen...

Zum Tenor des Artikels: Es ist immer wieder ernüchternd, dass bei SPON alle Menschen, die die Vorgänge um den 11. September kritisch hinterfragen, als versponnene Verschwörungtheoretiker fern aller Realitäten hingestellt werden. Dabei sind die Vorgänge alles andere als so eindeutig, wie sie hier immer wieder dargestellt werden:
- Hochhäuser die wegen eines Brandes zusammenstürzen, selbst wenn sie nicht von einem Flugzeug getroffen werden
- Attentäter, deren Identität schon wenige Stunden nach der Tat zweifelsfrei bewiesen ist, obwohl jeder fünftklassige Scheckkartenbetrüger erst nach Monaten identifiziert wird (wenn überhaupt)
- Kriegserklärungen gegen Afghanistan und Irak, obwohl die Attentäter aus Saudi-Arabien stammen
- Milzbranderreger aus US-Labors, die nur an Gegener der Notstandsgesetze versendet werden
- rätselhafte Millionengewinne durch Put-Optionen auf genau die betroffenen Airlines
- und noch viele weitere hinterfragenswerte Dinge...

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codemonk 25.11.2010, 16:53
15. Der Artikel ist Satire, oder?

Sollte dies nicht zutreffen, wäre der Artikel bestenfalls lächerlich ...
<'Konvolute'>

Really? Lest Ihr Spiegel-Leutchen Eure eigenen Texte mal gelegentlich?!
<'Konspirationsapologet'>
Die adäquate Replik wäre dann vermutlich <'Terrorpanikhelfer- und verbreiter'>
Dass sich Eure Redaktion wirklich erblödet, sowas zu veröffentlichen, erschreckt.
Und ich bin ganz gewiss kein Bröckers-Unterstützer, der Kerl nervt.

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cobobka 25.11.2010, 17:05
16. .

Die Bücher kamen nicht als Sachbücher, sondern als Romane auf den Markt. Ich besitze sie in Form von Hörbüchern. "Das fünfte Flugzeug" ist ein Actionfilm für die Ohren. Und nebenbei wird noch auf einige Merkwürdigkeiten im Zusammenhang mit dem 11. September verwiesen. Die jedoch jenen Menschen geläufig sind, die nicht an Verschwörungstheorien glauben, wie sie bei SPON zum Thema erschienen.

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donfuan 25.11.2010, 17:11
17. Auf Thema antworten

Ich halte die auch von Spon verbreitete Meldung, dass Terroristen einen Sturm auf "das Herz der Demokratie" (SIC!), den Bundestag, ausführen wollen, für eine Verschwörungstheorie, also wäre ich als Redakteur mal GANZ vorsichtig was "Apologeten" und "Konvolute" angeht - davon gab's hier in den letzten Wochen mehr als genug zu lesen!

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faustjucken_tk 25.11.2010, 17:20
18. ...

Hui, er hat bei "ran" und "Beckmann" mitgearbeitet.
Na, wenn das mal kein Qualitätsindikator ist, dann weiß ich aber auch nicht weiter.
Aber andererseits, bei der Vitae würde ich auch nur noch anonym schreiben.

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tweet4fun 25.11.2010, 17:53
19. Good one!

Zitat von mmueller60
(...) Wenn ich vor dieser Enthüllung neugierig auf die Bücher geworden wäre, hätte ich den Betrug mit der amerikanischen Autorenbio schnell gemerkt - so ein Buch würde ich nämlich nur im vermeintlichen amerikanischen Original lesen wollen, und eine Übersetzung ins Englische existiert offenbar nicht.
Guter Hinweis! Daß darauf keiner gekommen ist während der jahrelangen Schnipseljagd, mutet verwunderlich an.

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