Forum: Kultur
Von der Leyen und die Bundeswehr: Ja, wie geschickt sie das anstellt!

Die ist so nett. So sympathisch. So unaufdringlich. Aber immer klar. Deutlich. Und vor allem: immer sachlich. Sie ist die große Umwälzmaschine im zarten Gewand: Ursula von der Leyen.

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Observer 19.01.2014, 09:26
1. Da ist was dran.

Und gefällt mir besser als der Versuch, preussische Ideale ins 21. Jahrhundert zu befördern.

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jj2005 19.01.2014, 09:29
2. Volltreffer

Zitat von sysop
eine Organisation, die das Töten lehrt, die Gehorsamkeit einfordert und Feindbilder schafft, gerät in den Hintergrund
Kompliment, Frau Burmester - eine präzise Analyse. Und ja, sie wird Kanzlerin, sobald Angie etwas amtsmüde wird...

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olddreamer 19.01.2014, 09:40
3. Warum auch nicht?

Diese Frau hat mit Sicherheit mehr Chuzpe als viele ihrer Kollegen.

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bresson1 19.01.2014, 09:42
4. vfL ist eben festgefahren in einer ganz banalen Sicht- und Verhaltensweise

aus vdL - Sicht: sie macht halt genau mit dem (einzigen) Stiefel weiter, der sich in ihrer Laufbahn (bisher) bewährt hat, nämlich ihre Lebensrolle "Mutter der Nation" vorzuspielen.

Wirkliche Arbeit, echte thematische Aufbereitung, Konzept und Strategie und vor allem reale Ergebnisse? Pustekuchen - eine Mutter konzentriert sich auf das Wohlfühen und heimelige Wärme am nährenden Busen.

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wolfgangreusch 19.01.2014, 09:42
5. Man muss nicht immer ...

...eine Persiflage draus machen, liebe Medien ... Es ist ja klar, dass Journalisten, die nunmal keine Zeit- oder Berufssoldaten sind, sich das alles nur schwer vorstellen können. Ich bin im 19. Jahr Soldat und sage immer : Wir sind ein Großunternehmen wie viele andere in Deutschland, mit dem Unterschied, dass unser Produkt "Sicherheit" heißt und nicht so richtig mit Händen zu greifen ist. Die Menschen, die beider Bundeswehr arbeiten, haben keine anderen Bedürfnisse als anderswo. Sie haben Kinder, machen Urlaub, konsumieren, haben mal mehr und mal weniger Sorgen. Die Belastung ist dann sehr hoch, wenn es um die Einsätze geht. Dann tut Entlastung Not. Und dass die Ministerin das nun anpacken will, auf höchster Ebene und nicht nur, weil sich hier und da lokal engagierte Menschen gegen die furchtbare Bürokratie in der Bundeswehr durchsetzen, ist zumindest für uns Mitarbeiter ein Lichtblick. Nur blöd, dass das so gar nicht dem medialen Bild vom tumben, kriegsgeilen Soldaten entspricht. Worüber soll man noch schreiben wenn herauskäme, dass dort ziemlich normale Menschen arbeiten? Also bitte: Nicht einfach Ex Cathedra einen solchen Artikel in den Orbit semmeln, vielleicht einfach mal an einen Standort fahren und mit den Menschen dort reden. Ist anstrengend, ich weiß ...

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jonathandoe 19.01.2014, 09:44
6.

Für mich ist das die schlechteste Kolumne seit langen. Selbst Fleischhauer holt da mehr raus. Was soll mir hier gesagt werden? Kaserne brauchen KiTas oder eher nicht? Alte Menschen brauchen estländische Fachkräfte zur Pflege oder doch nicht? Und das alles im Zusammengang mit der Bw, weil ja Frau v. d. L. jetzt zuständig ist? Und warum macht sie das automatisch zu Muttis Nachfolgerin? Liebe Kolumnistin, bitte erst denken und dann schreiben. Irgendwie hängt das alles recht wenig zusammen.

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andreas.spohr 19.01.2014, 09:48
7. Karriere!

raffiniert und berechnend, "mit allen "Wassern gewaschen" diese Mutter und Hausfrau.....

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spon72 19.01.2014, 10:01
8. Frau Burmester...

...hat es wunderbar ironisch auf den Punkt gebracht, die einstmals verschmähte Bundeswehr wird zur Schmusewehr und alle haben sie lieb!
Nun denn, ich als Ex-Zeitsoldat der "guten, alten Zeit" (1990-1995) hatte schon damals ein Problem mit dem Slogan "unsere Armee gehört in die Mitte der Gesellschaft", weil es völliger Blödsinn ist. Es mag sein, dass ohne die Bundeswehr Brandenburg abgesoffen wäre oder ein paar Brunnen weniger in Afghanistan beschützt gebaut worden wären, der Punkt ist aber, dass eine Armee für den Kriegseinsatz da ist. Es spielt keine Rolle, wie es dem Volk verkauft wird, letztendlich ziehen auch in der Bundeswehr Soldaten ins Gefecht oder beliefern deutsche Transall-Maschinen andere Armeen mit Waffentechnologien. Dies alles in ein Wohlfühlpaket zu packen, um propagandistisch "die besten Köpfe" in die Bundeswehr zu lotsen, ist einerseits naiv und andererseits nicht durchführbar. Schon zu meiner Zeit war besagte Armee voller militaristischer Betonköpfe (meistens auf der Kommandoebene) und Leuten, die als Zivilist gescheitert waren.
Aber gut, das von der Leyen-Konzept passt irgendwie in die heutige Zeit, wo alles in rosa Samt verpackt und ne rote Schleife drumgebunden wird, um es als Fortschritt in eigener Sache zu verkaufen. Und wenns nur der Beweis ist, dass man auch so toll Kanzlerin kann!
Schlaf weiter einig Vaterland!

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Creedo! 19.01.2014, 10:03
9. hmmm ...

Zitat von sysop
Die ist so nett. So sympathisch. So unaufdringlich. Aber immer klar. Deutlich. Und vor allem: immer sachlich. Sie ist die große Umwälzmaschine im zarten Gewand: Ursula von der Leyen.
Das Fazit ist nicht ganz richtig. Von der Bundeswehr wird keiner mehr dienstlich töten, noch muss einer zu Auslandseinsätzen. Die Familienwehr ist nach der von der leyenschen Reform absolut gewaltfrei und noch unfähiger, irgendeinen militärischen Auftrag zu erfüllen, als sie es eben ohnehin schon ist.
Das ist natürlich gut, denn was hat Gewalt schon Positives? Nur, wenn die Familienwehr zu Nichts anderem gut ist, als da zu sein, wozu wird sie dann unterhalten? Die Familienwehr ist dann doch nur noch ein Hort für Familien-Harz-IVler. Irgendwie nett, aber auch irgendwie teuer.
Die Familienwehr kann man genau so gut abschaffen. Die beiden einzigen wirklichen Aufgaben, das Spalierstehen des Wachbattailons bei Staatsbesuchen und das Aufspielen des Musikkorps bei Fußballnationalspielen, können auch von Karnevall- und Trachtenvereinen übernommen werden.

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