Forum: Kultur
Von oben nach unten: Runter kommt man immer
DPA

Ein zukünftiger CDU-Minister, der Armut verharmlost. Ein prominenter SPD-Abgeordneter, der sich über den IQ von AfD-Wählern lustig macht. Nach unten treten ist unter Politikern gerade sehr in Mode.

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cougar60 13.03.2018, 16:30
30. Herrn Lauterbach könnte man darauf antworten,

das Arbeitnehmer welche die SPD Wählen auch nicht klüger als AfD - Wähler sein können. Denn wären sie intelligenter, würde sie nicht mehr die SPD wählen. Da diese den Arbeitnehmern so tolle Dinge wie Hartz IV, die Vereinfachung von Zeitarbeit, befristeten Beschäftigungsverhältnisssen usw eingebrockt hat. Oder wie heißt es doch im Volksmund. Nur die allerdümmsten Kälber wählen ihren Metzger selber, gell Herr Lauterbach

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Halfstep 13.03.2018, 16:31
31. It's just a running gag

Als Sonst-eher-Stokowski-Fan musste ich hier doch breit grinsen.
Logisch ist das ja alles korrekt, was Sie uns da erleutern.
Aber für mich steckt da nicht mehr dahinter als das Auswalzen eines Dauerkalauers aka Running Gag. Donald Trump hat (zu) kleine Hände, Ostfriesen trocknen ihr Klopapier auf der Leine - und ich als gelegentlicher Grün-Wähler habe selbstverfreilich einen Tesla (oder wenigstens einen E-Cayenne) im Park vor meiner Villa stehen.
Man kann solche Klischees ignorieren oder sich drüber aufregen oder sie (wie ich, der Öko mit dem Tesla) selbstironisch über(statt übeL;o)nehmen. Nur wegkriegen ist nicht machbar; jeder Schuss dagegen geht nach hinten los. Meistens schreiben Sie über viel wichtigeres, Margarete.

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fides100 13.03.2018, 16:31
32. Gut geschrieben, hoffentlich lesen die hochmütigen Herren das auch.

Hochmut kommt vor dem Fall! Und die Italienwahl beweist: auch vermeintlich kluge Köpfe rollen irgendwann nach unten. Aber, es sind ja nicht nur diese drei, die den "Mut" haben, den Hochmut aussprechen. Die sogenannte politische Elite ist durchsetzt mit eben diesem Hochmut, einer fürchterlichen Arroganz, nur fällts bei denen nicht so auf. Das ist wie Kokain, das sich wohl auch in den Kreisen unserer Bundestagsabgeordneten hoher Beliebheit erfreut - ohne irgendwelche Konsequenz. Das Debakel um die Regierungsbildung zeigt, das selbst super-schlechte Wahlergebnisse eben nicht zur Einsicht taugen, solange die Macht eben bei dieser Klientel verbleibt. Das wird sich ändern. Wie schon geschrieben, Hochmut kommt vor dem Fall!

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OhMyGosh 13.03.2018, 16:32
33. Immer feste druff...

Na, er hat es ja jetzt geschafft. Spahn wird ja nun Minister. Merkel hat den Rambo auf einen Ministersessel gesetzt. Und jetzt nimmt er sich noch wichtiger als vorher. Das an sich ist nicht das Problem. Völlig indiskutabel allerdings ist seine blaugeränderte Rhetorik. Die sollte er lieber dem Schmierblatt mit den vier Großbuchstaben überlassen, die Finken dort haben im Hatzter-Bashing seit Jahr und Tag Übung. Spahns Einlassung lässt im übrigen so einiges in seinem eigenen Ressort erwarten... ich sag nur Hüftoperationen für Senioren.

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äßikz 13.03.2018, 16:33
34. Ich verstehs nich!

Liebe Margarete Stokowski,
ich glaube generell sind wir ziemlich auf einer Wellenlänge, was die Themen deiner meisten Beiträge angeht. Trotzdem fällt es mir unendlich schwer, Dir zuzustimmen. Ich glaube, das hat vor allem zwei Gründe: Zum einen dein Schreibstil: Ich habe zwar gar nichts gegen umgangssprachlichen Stil, ganz im Gegenteil. Aber bedauerlicherweise leidet die Aussagekraft deiner Texte darunter. Ein Beispiel dafür ist der ellenlange Satz unter dem Lauterbach-Tweet dieses Artikels, der vor Modalpartikeln nur so trieft. Trotz Germanistik-Studiums bin ich mir nicht völlig sicher, was genau Du ihm da vorwirfst. Stellenweise wären klarere Formulierungen bestimmt hilfreich.
Der zweite Grund ist aber der Wichtigere: Deine Meinungen wären sicher viel besser nachzuvollziehen, wenn du der Gegenseite (in diesem Fall Spahn u co.) auch mal guten Willen unterstelltest. Ich glaube, öfter 'des Teufels Advokaten zu spielen' (wie man im Englischen sagt), würde deine Kommentare sehr viel differenzierter und reflektierter erscheinen lassen. Dann würdest du nicht nur von Leuten wie mir Applaus ernten, sondern könntest bestimmt auch grundsätzlich Andersdenkende zumindest ins Grübeln bringen.
Momentan feiern Dich wohl nur Leser, die Dich eh schon supi finden, während andere, wohlmeinende Leser, wie Ich, Dir zum Teil nicht folgen können.
Ich hoffe, Du kannst das als konstruktive Kritik verstehen.
Liebe Grüße
Andreas

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bieberh 13.03.2018, 16:35
35. So ist es....

Wie glaubhaft ein Politiker ist liegt u.a. auch daran, wie er argumentiert. Folgende Redewendungen sind abgegriffen: Wir sind auf einem guten Weg....wir fordern...ich glaube.... Alles ist unverbindlich!!!
Herr Spahn versucht es mit Angriff? All diese Versuche haben einen üblen Beigeschmack: Alles bleibt beim Alten!!!

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oliver61 13.03.2018, 16:52
36. Verhöhnt werden immer die anderen!

Es ist wie in der Schule. Verhöhnt werden die anderen, die, die anders sind als die Mehrheit. Das sind die Armen, die nicht ganz so Schlauen, halt jene, die unterhalb der statistischen Mitte angesiedelt sind. Gerade die Medien und die Linken haben die AfD ja anfangs nicht als Partei für Doofe dargestellt. Da war es die "Professorenpartei". Und das nicht, um sie zu loben. "Professor" ist ein Synonym für "irgendwie auch doof", nämlich welt- und lebensfremd. Und das ist ein Verhalten wie bei kleinen Kindern. In der Schule sind auch jene zu Außenseitern, die entweder aus problematischen Elternhäusern kommen oder jene, die besonders gute Noten haben (Streber). Hier hilft nur Toleranz.

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hr.lich-daemlich 13.03.2018, 16:56
37. Zustimmung

Herrn Lauterbach nehme ich eigentlich nur ernst, wenn er sinnvolle Argumente anbringt und das kann er. Tweets hingegen interessieren mich weit weniger als die Medienvertreter und dass man Dinge wie Ironie, Sarkasmus und Zynismus über eine Text schwer rüber bringen kann, sollte jeden textenden Menschen irgendwann mal klar geworden sein. Herr Lauterbach hätte wohl einfach noch ein Bazinga ans Ende setzen sollen, auch wenn es dadurch nicht geschmackvoller geworden wäre.
Herr Spahn hat meiner Meinung nach keine Ahnung von Armut. Wo er allerdings recht hat, ist dass Armut nicht zwingend von Geld abhängig ist. Es sind gerade die besonders Geizigen und die besonders Gierigen, die ich als arm betrachte.
Herr Spitzer kenne ich nicht, aber die Herabwertung von Reinigungskräften und Eingeschränkten zeigt auch sehr viel über unsere Gesellschaft. Ich versuche das Wort "behindert" nicht mehr zu verwenden, weil es eine stärkere negative Konnotation hat als das es die Einschränkung beschreibt. Es ist immer noch ein Stempel um Menschen zu sagen "du kannst nicht" und genau so hat er es auch benutzt. Die Reinigungskräfte ärgern mich noch mehr, weil diese Menschen ja schon von der FDP gerne diskriminiert werden und es sich durch viele Parteien zieht. Alle wollen es sauber haben. Es soll richtig schön klinisch rein sein. Keine Keime irgendwo. Aber die Menschen, die das erledigen sind minderwertig, weil es keinen hohen Abschluss verlangt um diesen Job zu erledigen. So etwas hatten wir schon mal und der Spruch "nur herein, wenns kein Schneider ist" kommt daher. Jeder brauchte Kleidung, aber keiner wollte den Schneider bezahlen, deswegen war es eine brotlose Kunst. Ich bin dafür, dass Reinigungskräfte streiken, aber der Arbeitsmarkt ist ja auch schon nahezu komplett auf prekär umgestellt, da wird sich keiner finden der seine 10 € Zuverdienst aufgibt um auf die Situation hinzuweisen. Und die Politiker scheren sich ... vielleicht mal darum?

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53er 13.03.2018, 16:56
38. Kein Wähler sollte sich darüber Illusionen machen,

dass irgendein Politiker auch nur im Mindesten eine Ahnung davon hat, wie es sich " da unten" lebt und welche Existenzängste man "ganz unten" haben muss oder welche Gedanken man sich da über die Zukunft seiner Kinder machen muss. Spahn hat keine Kinder also woher soll er eine Ahnung davon haben? Muss und will er ja auch garnicht, er setzt einfach auf den Showeffekt. Übrigens auch AfD-Politiker sind für dieses Thema eher nicht zu gebrauchen von daher bleibt fraglich warum "die da unten" oft genug AfD-Wähler sind. Vielleicht weil die Linke auch lieber über das Leid von Migranten schwadroniert, denen aber im Gegensatz zum Leben in ihren Herkunftsländern in Deutschland nun wirklich ALLES geboten wird,
oft genug ohne irgendeinen Dank dafür zu erhalten, eher im Gegenteil.
Welche Fähigkeiten außer dem Showeffekt Spahn nun zum Minister machen, man weiß es nicht, vielleicht der Stummschaltungsmodus. Aber der hat bis jetzt eher nicht funktioniert. Lauterbach sei gesagt, dass es DEN AfD-, Linken- oder SPD-Wähler nicht gibt. Auch bei der CDU ist der Wechselwähler mittlerweile präsent. Woher will Lauterbach dann wissen, wo die höheren IQ´s anzusiedeln sind. Klar ist nach diesem, Twittererguß: Bei der SPD wird das wohl nur eine Minderheit sein, wenn sich selbst ein (SPD) Professor Doktor zu so einem Unsinn verleiten läßt.

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erdmann.rs 13.03.2018, 17:06
39. Frau Stokowskis Kolumne

Mit dieser Kolumne hat Frau Stokowski - im Gegensatz zu sehr vielen
zuvor - ganz gut argumentiert. Ziemlich gut zeichnet sie hier ein Bild
der Herren Spahn, Lauterbach und Spitzer.
Meistens arbeitet sie sich ja lieber - ähnlich wie Sybille Berg - an
alten, weißen Männern (vorzugsweise mit Schwabbelbauch) ab.
Zu den Äußerungen von Jens Spahn sage ich mal lieber weniger,
weil man das alles durchaus relativieren kann, was er gesagt hat.
Je nach (eigener) Sichtweise, kann man ihm sogar Recht geben.
Die Äußerungen des Herrn Spitzer mögen provokant klingen, treffen
aber auch nicht unbedingt den K e r n der Sache.
Voll daneben liegt m.E. Karl Lauterbach, wenn er über den IQ von
AfD-Wählern , Sympathisanten oder Mitgliedern ablästert.
D e n , oder einen vergleichbaren akademischen Grad, den er selber hat, haben in der AfD wahrscheinlich m e h r als in der SPD.
Er selber, Karl Lauterbach, ist doch kein dummer Mensch,
warum redet er also einen derartigen Blödsinn?
Ob Frau Stokowski aber gerade d a r a u f hinweisen wollte?
Da habe ich dann doch wieder meine Zweifel.

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