Forum: Kultur
#vonhier-Debatte: Wohin, nicht woher
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Warum werden Menschen mit offensichtlichem Migrationshintergrund ständig gefragt, woher sie kommen? Es könnte sein, dass die Fragenden vor allem auf der Suche nach der eigenen Identität sind.

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AufJedenFall 03.03.2019, 18:36
1.

Was heißt denn "ständig" jeder wird von jedem nur einmal gefragt. Und wenn man auf die Frage "Woher kommen Sie?" nicht schnell und kurz antworten kann, dann hat man doch eher selbst Probleme, aber viel Erfolg dabei auch dieses anderen in die Schuhe zu schieben.

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ClausB 03.03.2019, 18:39
2. Neben uns

wohnt ne junge, verheiratete Frau. Während eines zufälligen Gespräches -sie spricht akzentfrei deutsch -- fragte ich sie mal ( wegen ihres "nichtdeutschen" Vor - und Nachnamens ), woher sie oder ihre Familie ursprünglich stammen. Ihre Antwort : Aus Afghanistan. Das war`s. Und so werde ich es auch in Zukunft halten, ohne das Thema zu vertiefen mit Fragen wie : " und warum seit ihr ihr in D, und wie lange usw usf ". Weitere Gedanken wie im Artikel geschildert mache ich mir nicht und werde es auch in Zukunft nicht tun.

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hwdtrier 03.03.2019, 18:40
3. El Quassel

Kennt nicht die europäische kennt nicht die europaeische Art der Kontaktaufnahme. Wir fragen wenn wir jemand Fremden kennenlernen. Egal ob er aus Posemuckel oder Afrika kommt.
Das Wissen ueber dieHerkunft laesst uns den Fremden besser kennen.

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bart4ever 03.03.2019, 18:46
4. Pause

Lieber SPIEGEl, wir brauchen nach ca. 40 Leserjahre eine Beziehungspause. Wo findet ihr nur die Autoren, die aus nichts eine Staatsaffäre basteln? Räumt mal eure Kartei mit den ‚unterdrückten, meetoos, vonhier, meistens Frauen’ auf! Weder intellektuell bereichernd noch als Bericht spannend.

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smsderfflinger 03.03.2019, 18:51
5.

Schon der fiktive Einleitungsdialog ist geuält dahinphantasiert. Nicht jeder dritte, sondern ausnahmslos jeder Taxifahrer wird die Forderung der Autorin erfüllen und sofort nach den "Wohin" fragen. Sitzt unser Jonas im Zug und wird in ein Gespräch verwickelt, ist das schon mal ein Zeichen von Kommunikationswilligkeit, bisher wurde doch den Biodeutschen eher vorgeworfen, sich abzugrenzen.
Und bei jedem Arztbesuch? Die anderen Patienten würden sich bedanken, wenn die Arzthelferin am Empfang jeden (!) Patienten mit vermuteten Migrationshintergrund in ein längeres Gespräch verwickeln würde. Die Autorin ist offenbar schon länger nicht in einer Praxis gewesen oder frequentiert lediglich Privatpraxen...
Nun zum eigentlichen "Problem" der Autorin: Anstatt das Interesse an der Herkunft seines Gegenübers zu beklagen, sollte Sie froh sein, dass überhaupt ein Interesse zu bestehen scheint.
Je freundlicher auf solche furchtbaren Fragen geantwortet wird, desto mehr wird es den Frager für den Befragten einnehmen, er wird vielleicht am Abend seiner Familie berichten, welch angenehmes Gespräch er hatte und so seinen positiven Eindruck weitergeben.
So haben beide etwas für eine bessere Integration getan.
Also fragt weiter, bleibt höflich und wenn ihr merkt, dass die Fragen nicht auf Resonanz stossen ist das Gespräch ja schnell beendet.
Aber lasst euch nicht von Leuten wie der Autorin Vorschriften über politisch korrekte Gesprächsinhalte machen.
D

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Osservatore 03.03.2019, 19:00
6. Rechtferigungslimbo

Es kommt sicher immer auf den Fragenden an und wie gefragt wird. Auch gibt es den umgekehrten Fall des Diskriminierens ohne Fragerei. Aber ja, ich kenne den Rechtfertigungslimbo...

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funkstörung 03.03.2019, 19:02
7. nachdenke

wenn ich mal nachdenke, dann bin ich in meinem leben auf deutschlands strassen schon zig-tausenden menschen begegnet deren zumindest grosseltern äußerlich erkennbar in dieses land eingewandert sind.

gefragt habe ich allerdings vielleicht von diesen zig-tausenden 5 oder 6 personen woher sie stammen, aber auch dies erst im laufe eines gesprächs, die waren dann auch nicht beleidigt sondern sichtlich bereits die frage zu beantworten.

deshalb frau quassil, auch von mir eine herzliches "so what" und glückwünsch, dass sie mit einem solchen konstruierten und aufgeblasenem thema geld verdienen können.

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Leser161 03.03.2019, 19:03
8. Oder Interesse?

Also man fällt natürlich nicht mit der Tür ins Haus. Aber ist das nicht interessant - vielleicht haben die interessante Rezepte?

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lazyfox 03.03.2019, 19:04
9. Echtes Interesse an anderen Menschen

Echtes Interesse an anderen Kulturen, Lebens- und Umgangformen. Man kann ja neugierig sein ohne schlechte Absichten. Neugierde ist ja nichts schlechtes, ohne blieben wir dumm.

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