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Vorm Weltfrauentag am 8. März: Ist der Feminismus zu weit gegangen?
DPA

Wenn Frauen für ihre Rechte eintreten, wird ihnen schnell Männerhass vorgeworfen. Dabei ist genau diese Argumentation der beste Grund, warum Frauen noch viel lauter und wütender werden müssen.

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knok 06.03.2018, 19:16
1.

Wenn es denn um Frauenrechte ginge... Dieser (amerikanische) Feminismus von #metoo usw ist etwas männerfeindlich, vor allem aber zutiefst frauenfeindlich. All jenen Frauen, denen Gleichberechtigung und Schutz vor Diskriminierung/Gewalt wichtiger sind als Medienpräsenz und genderneutrale Sprache.

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WiderstandsgewächsII 06.03.2018, 19:23
2. nicht jeder der

Mist von sich gab, welcher sich im Nachhinein als förderlich für Rassenhass erweisen hat, war Rassist oder hätte gar die Verbrechen des Nationalsozialismus gut gehießen oder geduldet. Und nicht jeder der den Feminismus als totalitäre Ideologie sieht hasst Frauen, vielleicht ist sogar das Gegenteil der Fall. Wenn aber eine staatlich Beauftragte die Nationalhymne ändern will, dann darf schon mal gefragt werden, wo soll das hinführen? Sollen jetzt Bücher, mit denen ich noch Deutsch lernte, von Die Muttersprache auf das Vaterländisch geändert werden? Nazis und Kommunisten hätten das fertigt gebracht. Vielleicht ist eine gewisses Beharren, von mir aus auch Bewahren(Vorsicht das steckt konservativ drin) mehr ein Zeichen von Nachdenken, mit Hass hat es jedenfalls nichts zu tun! Und wer den Bogen überspannt darf sich nicht wundern, wenn der Widerstand immer stärker wird, gegebenenfalls der Geduldsfaden reist!

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Fackel 06.03.2018, 19:25
3. Der Feminismus

Ist nicht zu weit gegangen, nein er ist mühsam geworden. Aber das ist nicht meine Baustelle.

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jufo 06.03.2018, 19:26
4. Der deutsche Feminismus ist blutarm

Es ist nicht meine Aufgabe als Mann ständig Rücksicht zu nehmen finde ich. Wenn meine russische Freundin sauer auf mich ist knallen die Türen, fliegt das Geschirr und ich ziehe den Kopf ein. Bei der muß ich mir keine Gedanken machen. Andererseits liebt sie mich mit der selben Emotionalität. Also eine Beziehung auf hohem emotionalen und niedrigen materiellen Niveau. Passt.
Bei deutschen Frauen hatte ich eher das Gefühl, dass ich bewundert wurde, das sie mich zweckmäßig fanden auch materiell aber ich fühlte mich nicht geliebt.

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jeze 06.03.2018, 19:27
5. Nicht ernts zu nehem

Der Feminismus ist nicht zu weit gegangen - er kann so weit gehen, wie er will in einer meinungspluralistischen Gesellschaft. Er darf nur nicht erwarten, dass er von vernünftig denkenden Menschen noch ernst genommen wird.

Was würde denn die Autorin dieser Kolumne machen, wenn alle Probleme gelöst wären? Sie würde sich welche aus den Fingern saugen, weil ihr gesamtes Selbstverständnis vom Vorhandensein solcher Probleme abhängt. Und genau an dem Punkt sind wir angelangt.

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auchdasnoch 06.03.2018, 19:32
6. Psychologische Studien

Liebe Frau Stokowski,

Sie schrieben:
"Sie [einige Frauen im TV] fahren in eine Talksendung, setzen sich da hin, und pinkeln im Schweinwerferlicht einer riesigen Menge von Frauen ans Bein. Ich bin manchmal wütend auf Männer, die sich ekelhaft verhalten, aber genau so wütend bin ich auf diese Frauen, denn ich kann mich nicht entscheiden, wen ich schlimmer finde."

Da Sie ja in Ihrer Kolumne einige psychologische Studien erwähnen, komme ich nicht umhin zu erwähnen, dass es praktisch exakt zu Ihrem angefügten Beispiel eine Studie von Kimberly Matheson und Kolleginnen gibt, die 2003 im Journal of Experimental Social Psychology veröffentlicht wurde. Dort zeigte sich, dass die Probandinnen genervter waren, wenn eine wenig frauenfreundliche Position (es ging um Abtreibung) in einer Talkrunde von einer Frau vorgetragen wurde, als wenn dieselbe Position von einem Mann vorgetragen wurde. Dies wird in der psychologischen Literatur als "black sheep"-Effekt bezeichnet.

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jokordo 06.03.2018, 19:36
7. Einfach Danke an Frau Stokowski

Ja, ganz ohne Ironie, Sarkasmus oder Häme, möchte ich Ihnen, Frau Stokowski, für Ihre klare Linie zum Feminismus danken!
Als Mann nehme ich das Gejammer (mancher) anderer Männer langsam ziemlich persönlich. Was bitteschön soll an der Ansicht, dass Frauen und Männer absolut gleich behandelt werden sollen, denn verwerflich sein?
Ich bin Feminist! Aus voller Überzeugung und uneingeschränkt.
Ich bin nicht perfekt, und weiß, dass auch ich noch viele tiefsitzende Reflexe loswerden muss, aber das bestärkt mich noch in der Überzeugung, dass Feminismus die einzige vertretbare Einstellung ist.

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TLB 06.03.2018, 19:42
8. nur als Ergänzung...

da Sie der meinung sind, Wut und Zorn bei Frauen würde anders wahrgenommen, als bei Männern: diese Beobachtung ist leider nicht vollständig. Wut und Zorn bei normal großen Männern (also so ab ca 1,75m) werden als Wut und Zorn wahrgenommen. Bei kleinen Männern (also bspw. bei mir - 1,63m) wird derselbe Zorn gerne mit "ach Gottchen, Napoleon-Syndrom" kommentiert. Was ich damit sagen will? Nicht nur Frauen werden und fühlen sich falsch wahrgenommen.

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kaltmamsell 06.03.2018, 19:45
9. Barbie-Aschenputtel ist noch immer ein gefragtes Kostüm

Werdet endlich Versicherungsberaterinnen, auch Bankerinnen, ihr habt das Zeug dazu. Da schaut dann manches anders aus. Ruhig, ausgleichend, Schritt für Schritt, im langfristigen Schichtenaufbau, so entstehen solide Vermögenswerte. Gruß an alle XY-Chauvis, die meinen, dass die Frau an den Herd gehört, dann muss der Herd aber auch ihr selbst gehören. Servus Penelope, wenn Odysseus mal wieder sein Ego erforscht oder die Welt rettet. Dahoam ist dahoam, und wenn was ist mit dem Zuhause, geht halt auch mal die Frau zur örtlichen Lokalbaukommission. Blättert in Akten, entdeckt Sachen, es können Details sein, die plötzlich wichtig werden und für die Männer gar keine Zeit haben.

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