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Wahlabend im Ersten: MDR-Chefredakteur entschuldigt sich für Wortwahl der Moderatorin
CLEMENS BILAN/ EPA-EFE/ REX

Nach der Kritik an einer Formulierung der MDR-Moderatorin Wiebke Binder hat sich Chefredakteur Torsten Peuker entschuldigt, nimmt sie aber auch in Schutz. Der MDR werde sie auch weiterhin einsetzen.

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hergen.heinemann 02.09.2019, 16:53
1. Wenn man sich mal die Statistik ansieht

darüber wer die AfD gewählt hat, dann sieht man, dass die Moderatotin gar nich so falsch lag.

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josef-roider 02.09.2019, 16:58
2. Bürgerlich ?

Was soll dieser Aufschrei ? Ist der Begriff etwa rechtlich in seiner Verwendung geschützt. Weiter so, meine Damen und Herren „Etablierten“, dann hat die AfD bald über 50%.

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mistarich 02.09.2019, 17:01
3. Ja stimmt, bürgerlich

rechte Koalition hätte es heißen müssen. Sowas kann im Stress untergehen. Verziehen! Aber mal ohne Spaß, gibt es nicht größere Aufreger?

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kael 02.09.2019, 17:01
4. Es sind alles nur Menschen

Auch TV-Journalisten, die - entgegen den Kollegen/innen der schreibenden Zunft - keine Chance haben, im Rahmen von Live-Sendungen unglückliche Wortwahlen zu korrigieren. Auch routinierten Fernsehmenschen darf man ein gewisses Maß an Nervosität nicht absprechen, wenn sekündlich und von allen Seiten neue Informationen und Situationen auf sie einprasseln. Also ist Gnade angesagt und keine Beckmesserei. Dass man Frau Binder den Rücken stärkt, versteht sich von selbst.

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Bondurant 02.09.2019, 17:06
5. Köstlich

Jetzt soll sich schon die Bundesregierung, in Gestalt des "Ostbeauftragten" wegen dieser Formulierungen "eingeschaltet" haben.

Man scheint insgesamt redlich bemüht, das Vorurteil vom "Staatsfunk" zu bestätigen.

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feedback19 02.09.2019, 17:14
6. Wo liegt eigentlich das Problem?

In dem Fall geht es m. E. nur um Wortglauberei. Was heißt (heute) eigentlich "bürgerlich" im pol. Sinne? Wer will das denn noch exakt definieren bei den derzeitigen pol. Angeboten?! Wenn eine Partei mit fast 28% Wählerstimmen mit Wählerinnen aus allen gesellschaftlichen Milieus nicht bürgerlich ist, sind es die anderen wohl auch nicht!

Warum sieht sich der MDR eigentlich genötigt, sich für eine provokativ und kontroverse Fragestellung zu entschuldigen? In einer u. a. durch Pressefreiheit gekennzeichneten Freihetlichen Demokratischen Grundordnung gehört soetwas zum öffentlichen Diskurs. Jedem politischen Akteur, der die besagte Frage gestellt bekommt, steht es doch vollkommen frei, diese zu kommentieren bzw. zu beantworten.

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M.Wiedemann 02.09.2019, 17:14
7. Wer entschuldigt sich für Kalbitz?

Der Spitzenkandidat der brandenburgischen AfD Kalbitz bezeichnet Greta Thunberg als „zopfgesichtiges Mondgesichts-Mädchen“ und der MDR-Chefredakteur entschuldigt die Wortwahl seiner Kollegin Frau Binder mit Stress.
Stand Herr Kalbitz in der Diskussion mit einer 16jährigen auch unter Stress?
Wer entschuldigt seinen Aussetzer?

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McTitus 02.09.2019, 17:16
8. Man könnte die Äußerung der Moderatorin auch...

... als Versuchsballon verstanden wissen. Bleibt die Bezeichnung „bürgerlich“ für die AfD unwidersprochen, dann wäre die Taktik dieser populistischen Partei noch um einen weiteren Schritt mehr aufgegangen und die nächste Eskalationsstufe hätte aus der Sicht dieser Nationalisten gezündet werden können. Nämlich die, von der Mitte der Gesellschaft akzeptiert zu werden. Es passiert schon seit der Gründung dieser Partei, dass sie Themen radikalisiert, die längst von den Bürgerlichen übernommen wurden. Auch in der Schärfe und Wortwahl nähern sich die Konservativen den Radikalen immer mehr an. Leider. Insofern war der Fauxpas wohl eher ein Freudscher Versprecher. Es ist erschreckend zu sehen, wie schnell die AfD in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist. Obacht!

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egoneiermann 02.09.2019, 17:18
9.

Zitat von hergen.heinemann
darüber wer die AfD gewählt hat, dann sieht man, dass die Moderatotin gar nich so falsch lag.
Nun wenn man betrachtet, wen es zu wählen gab, dann ist erstaunlich, dass beim MDR scheinbar die Vokabel rechtsextrem nicht vorhanden ist.

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