Forum: Kultur
Welt im Umbruch: Hass ist das letzte, was jetzt hilft
Getty Images

Wir können Helene Fischer hören, so viel wir wollen: Wir bekommen die alte Welt nicht wieder. Dauernd entdecken wir neue Dinge, vor denen wir Angst haben. Wir müssen lernen, dass Hass nicht hilft.

Seite 4 von 14
Newspeak 23.04.2016, 22:58
30. ...

Ach, Frau Berg, da fangen Sie so genial an...

Die Jungen, die bis Dreißigjährigen, wissen wenigstens, was sie bedroht. Sie wissen um Selbstausbeutung, wissen um die Geschwindigkeit der Begabten, die Unbarmherzigkeit derer, die sich erlauben können, aus hedonistischen Gründen zu arbeiten. Die Jungen fürchten sich nicht vor Zuwanderern, sie haben Angst, dass die Welt bald nur noch aus zwei Klassen bestehen wird: den Superreichen und dem Rest.

...was völlig stimmt (ich zähle mich auch zu dieser Gruppe, obwohl Ü30), und dann hören Sie gleich wieder auf. Woran liegt es, daß man bei vielen SPON Beiträgen denkt, ein Redakteur habe vergessen, die zweite Seite reinzukopieren? Geht nur mir das so, daß ich diesen Eindruck des plötzlichen und unerwarteten Endes habe? Was ist denn jetzt die Botschaft? Ok, niemand rettet mich, aber warum darf ich dann nicht hassen? Hass ist wenigstens eine Emotion, die mich aus diesem bräsigen Deutschland von Merkel herausholt. Die einen noch etwas fühlen lässt.

Ich sage es ganz "ohne Hass", ganz unbeteiligt. Als Teenager hat man mir die Menschenrechte beigebracht, das Grundgesetz, das Gewaltmonopol des Staates, den Gesellschaftsvertrag, das "Leistung zahlt sich aus", die Chancengleichheit. Ich habe das alles geglaubt. Ernsthaft. Ich dachte, so sieht eine gute Welt aus und ich darf sogar in einem Land leben, wo das so ist.

Heute weiß ich, das war naiv. Es ist nicht so. Es sind alles Lügen. Lügen, Lügen, Lügen. Die einzigen, die da historisch durchschaut haben, waren die Franzosen 1789. Oder die RAF. Mir persönlich gefällt der französische Ansatz besser. Es wird sich nichts verändern, sonst. Ich hoffe auf den Großen Knall. Und hoffentlich wird er groß genug, um die oberen 1 oder 2% restlos zu vernichten. Dann hat man vielleicht wieder für 200 Jahre oder so relative Ordnung, bevor sich alles wiederholt.

Beitrag melden
Europäer1992 23.04.2016, 22:58
31. @Beitrag Nr.1

Ja, sperren wir uns besser ein. Geschlossene Grenzen auch zwischen den Bundesländern und den freien Reichstädten, nein! besser zwischen den Volksstämmen. Kein Sachse mehr nach Franken!

Oder noch besser, wir brauchen geschlossene Türen. Am besten Räume ohne Fenster. Wir könnten sonst am Ende weiter und mehr sehen als unser Horizont erlaubt. Erst wenn wir uns vollkommen verrsteckt haben vor der Welt, dann können "wir" (Wenn inmer Sie als Europäer damit meinen) wieder in Frieden leben.

Lassen wir lieber die Finger von allem. Wer weiß, was passiert.

#OhMann #Facepalm

Beitrag melden
puempel 23.04.2016, 23:00
32. wenn Recht

zu Unrecht wird, wird Widerstand zu Pflicht. dieser schöne Slogan ist nicht länger den Linken vorbehalten. Wenn die Sorgen der buergerlichen Mitte und der Leistungsträger um die Errungenschaften der? Periode nach den Sechzigerjahren und vor dem Internet? als Hass bezeichnet werden, spricht dies für die Arroganz und Abgehobenheit der Kolumnistin. Dieses Gelaber der Gutmenschen und unfähigen Politiker ist unerträglich. Viele die mit der Freiheit der 70er und 80er Jahre gross geworden sind, sind bereit diese bis zur letzten Kugel zu verteidigen. Und kommt jetzt bitte nicht wieder mit der Nazi Keule.

Beitrag melden
spon-1232393256492 23.04.2016, 23:03
33. Lebe!

"Mit Sturmesschnelligkeit eilt die Gegenwart einem trockenen Mechanismus zu; wir können ihren Lauf nicht hemmen, sind aber nicht zu schelten, wenn wir für uns und die Unsrigen ein grünes Plätzchen abzäunen und die Insel solange wie möglich gegen den Sturz der vorbeirauschenden ... Wogen befestigen."

Karl LEBERECHT Immermann, 1836

Beitrag melden
marcw 23.04.2016, 23:08
34.

Die Ablehnung negativer Entwicklungen ist keine diffuse Angst vor Veränderung.

Beitrag melden
thequickeningishappening 23.04.2016, 23:09
35. Aus Ohnmacht

wird Hass! A good Stress Relief is the Dream Walk (wird bei den Aborigines seit Jahrtausenden praktiziert).

Beitrag melden
Europäer1992 23.04.2016, 23:18
36. @Clara78

Ich weiß nicht, wen Sie mit "Wir" meinen, ich meine jedenfalls "uns Europäer". Es ergibt keinen Sinn zwischen Tirol und Südtirol, zwischen Bayern und Salzburg, zwischen dem Böhmerwald und dem Bayerwald, zwischen den griechischen und den bulgarischen Rhodopen, zwischen den Alemannen in der Schweiz und denen in Schwaben (und in x 1000 anderen Fällen) Mauern zu bauen. (Aber z.B. zwischen der ehem DDR, also den Sachsen und den Franken nicht. Oder zwischen den Bayern und den Preußen nicht).

Es ergibt keinen Sinn. Weder kulturell, noch historisch, noch sprachlich, noch ethnisch - nichts trennt "uns Europäer hier in Europa voneinander - außer Mauern in Köpfen, die sich mir nicht erschließen und die es auch in den Jahrtausenden vor dem 1. Weltkrieg in Europa nicht gab.

Außerdem - zur Beruhigung: Wir haben Grenzen. Außen. Ganz außen: Nordkap. Mittelmeer. Atlantik. Asien. Nur ist das - um Angela Merkel zu bemühen - dort, wo Wasser ist, eben ein bisschen schwierig mit diesen Zäunen.

Beitrag melden
erdmann.rs 23.04.2016, 23:25
37. Liebe Frau Berg

Liebe Frau Berg,

nach dem ersten Absatz Ihres Artikels wollte ich eigentlich gar nicht weiterlesen, habe es aber schließlich dann doch getan.
Warum schreiben Sie eigentlich oft "Sätze", die gar keine
Sätze sind? Oft steht da nur ein einziges Wort mit einem
Punkt oder Fragezeichen dahinter.
Das ist doch kein richtiges Deutsch.
Dass Sie die Sprache beherrschen, davon gehe ich aus.
Warum bilden sie nicht grammatikalisch einwandfreie
Sätze? Damit könnten Sie doch auch d a s ausdrücken,
was Sie Ihren Lesern vermitteln wollen.
Sie schreiben über das Thema "Hass" und sagen, dass
Hass wenig hilfreich ist.
Da gebe ich Ihnen Recht. Viele andere Leser tun das
sicher auch. Ich frage mich dann aber, warum auch bei
Ihnen "Hass" - auf irgendwen oder irgendwas - mitunter
ziemlich unverblümt zum Vorschein kommt.
Zum ersten Absatz dieses Artikels möchte ich Sie noch fragen, w a s Sie ausgerechnet an Volker Beck so toll
finden. Damit, dass er schwul ist, habe ich kein Problem;
jedoch finde ich es unmöglich, wie aggressiv und fast
militant er (und sehr viele andere Homosexuelle) seine
sexuelle Ausrichtung als etwas "Besonderes" hinstellt,
so als stünde diese haushoch über der Heterosexualität.
Ein Problem habe ich damit, dass er zu denen gehörte,
die seinerzeit "einvernehmlichen Sex zwischen Kindern
und Erwachsenen" gesetzlich straffrei stellen wollten.
Das ist keine harmlose Verirrung, sondern eine riesige
Sauerei. Ich nehme Beck auch übel, dass er heute noch
versucht, alles zu verharmlosen oder gar zu leugnen.
Beck wurde nun - zufällig - erwischt, als er sich bei einem
Dealer ein "harte Droge" besorgt hatte. Es wäre mal
interessant zu wissen, wie l a n g e er das Zeug schon konsumiert hat. Das alles zusammengenommen, ist Beck
für mich jemand, der in der Politik nichts zu suchen hat.
Äußerungen anderer Grüner, sie wünschten sich, dass er
bald wieder "mitmacht", halte ich für Lippenbekenntnisse.
Sollte es jedoch ehrlich gemeint sein, sagt mir das, w e r
die Grünen sind und spricht "für sich selbst".
Schreiben S i e doch mal, was Sie an Beck gut finden.

Beitrag melden
Schnulli 23.04.2016, 23:26
38. Finster orakelt es aus der Sybille Grotte. Einsam spinnt die Parze.

Bisweilen ist man schon platt, wie brutal die Kolumnisten hier in den Spinat hauen. Und fragt sich, ob die alle erst gestern morgen angefangen haben, mal die Zeitung zu lesen. Wo war Sybille in der Zeit vor dem Internet? Was war damals anders? Erinnert sie sich nicht, wie damals ganz Linksdeutschland mit Global 2000 in den angstschweißigen Pfoten dagehockt hat und das Ende der Welt im Kopfsalat hat winken sehen? Wie wir alle zerfressen von Angst vor Overkill, Atomkraft und Pershing nachts schreiend aus den Betten fielen? Petra Kelly, die menschgewordene Sorgenfalte wählten?. Das "no future" der Zeit "zwischen 60ern und vor Internet" war kein Werbeslogan von C&A, sondern das vorherrschende Lebensgefühl. Und wie verarbeitete der Mensch der guten alten Zeit seine tiefgegründeten Ängste? Stand "Hass" auf jeder zweiten Lederjacke, weil dies das Codewort der Achtziger für Blümchensex war? Menschenskind, wie kann man nur so die Tatsachen verdrehen.

Liebe Frau Sybille, ich würde sagen, nix hat sich geändert. Hass und Angst und Weltuntergang wie seit mindestens Jahrzehnten geübt. Hat man nicht zu Albchen Dürers Zeiten für Sylvester 1499 mit dem großen Knall gerechnet? Weil die anderen alle so sündig leben? Und heute? Nix ist anders, nix unterscheidet den (wahrscheinlich rechts einsortierten) Helene Fischer - Fan von Ihrem Bento-Muschi-Linken-Zielgruppenleser. Links wie rechts, alteingesessen wie gewandert, Proll wie gebildet, Wellfugee wie Freitalglatze: Alles voller Hass auf und Ressentiment gegen den vermeintlichen Gegner, der, wenn nicht mit allen Mitteln bekämpft, den Untergang herbeiführen würde.

Beitrag melden
candidesgarten 23.04.2016, 23:31
39. Hass und Resignation

Weder Hass noch Resignation werden es schaffen, und ganz sicher nicht Frau Berg alleine. Der Krieg in Syrien ist wie jeder Krieg beendbar, durch - überaus schwierige - politische Steuerung. Nicht aber durch Frau Berg, die von Schwäche zu Größenwahn übergeht. Das gilt für alle anderen politischen Probleme auch. Was also soll der Text? Sagen dass es schiefgehen kann? Das kann es immer, ging ja auch oft genug schief. Und was soll das Bild von Frauke Petry? Mag sein, dass sie hasst, aber nochmehr wird zum Hass gegen sie aufgerufen. Was bitte ist denn los bei Spon? Die Berg ist depressiv und Augstein hat festgestellt, dass demokratische Wahlergebnisse anders als erhofft ausfallen können ( Hört, Hört!) , - und denkt dann ( das ist nun wirklich skandalös) über die Abschaffung von Volksabstimmungen und Wahlen nach. Wehe die AfD täte dies, weil 80% sie nicht wählen. Manierierter Defätismus gegen manirierten Elitarismus.

Beitrag melden
Seite 4 von 14
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!