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Weltraum-Epos "Interstellar": Willkommen im Wurmloch
Warner Bros.

Wohin geht der Mensch, wenn die Erde stirbt? Christopher Nolan beantwortet die Frage in seinem Sci-Fi-Epos "Interstellar" mit Quantenphysik und Weltraum-Action - der Plot bleibt bei der Reise leider auf der Strecke.

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Topf Gun 03.11.2014, 17:49
10. Dagegen

Zitat von reever_de
Für einem Exodus irgend eines fernen (oder nicht so fernen?) Tages auf einen neuen erdähnlichen Planeten mit einem Mulitgenerationenschiff wird die gute alte Erde zuvor ausgeplündert bis auf das nackte Hemd und wohl aller noch vorhandenen Ressourcen für die dummen Zurückbleibenden beraubt ... damit das menschliche Erbgut zu fremden Welt reisen und sich dort erneut wieder fruchtsam vermehren kann.
Dagegen hat die Physik, Gott sei Dank, einen wirksamen Riegel vorgeschoben. Die Entfernungen sind zu gewaltig und die Karre bleibt mit Sicherheit vorher am "Sternenrand" mit einer Panne stehen......

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stelzit 03.11.2014, 18:01
11. Sie scheinen Gravity nicht ganz verstanden zu haben...

Zitat von wosenjohn
Wieso haben diese Filme alle gefühlt falsche Namen? Gravity spielt komplett (bis auf die letzten 30 Sekunden) in der Schwerelosigkeit, wieso heißt er dann Gravity? Wenn bei Interstellar zwischen Galaxien gereist wird müsste er "Intergalactic" heißen, Interstellar bedeutet "Zwischen Sternen" (Stalla ist Latein und steht für Stern), richtig wäre "Zwischen Galaxien".
"Gravity" steht metaphorisch für die zwischenmenschliche Anziehungskraft, die sich zwischen Clooney und Bullock entwickelt und ohne die sie in der Schwerelosigkeit verloren wären.

Was Interstellar betrifft: Wer terrestrische Planeten (die zwangläufig Teil eines Sonnensystems sind) in unterschiedlichen Galaxien besucht, reist in jedem Fall auch zwischen Sternen umher. Zwar habe ich den Film noch nicht gesehen allerdings bezweifle ich, dass McConaughey und Co auf der anderen Seite des Wurmlochs, all zu viele andere reisetaugliche Wurmlöcher finden werden. Daher wird sich ihr Ausflug wohl auf unser und ein weiteres Sonnensystem beschränken, weshalb Interstellar wohl ein ebenso treffender Name ist wie Intergalactic, der obendrein auch noch weitaus cooler klingt.

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Emil Peisker 03.11.2014, 18:34
12. Allerdings ist mit zeitgenössischer Physik keine andere Galaxis zu erreichen

Zitat von themistokles
Oder aber ein Quantum Trost, wo kein einziges Mal getröstet wurde... ;-D Aber mal zum konkreten Film: Der Mann ist Farmer und baut Mais an, aber die Erde ist zu einem lebensfeindlichen Planeten geworden? Nicht gerade stringend, oder? Und an die Physiker hier: Ein Wurmloch nahe des Saturns... bleibt da, einmal dort platziert, von der Erde überhaupt was übrig?
Ein Wurmloch ist kein schwarzes Loch, jedenfalls in der bisherigen Theorie.

Allerdings ist mit zeitgenössischer Physik keine andere Galaxis zu erreichen und alle bunten Trekking-Märchen haben sich eine eigene Physik ausgedacht.

Unterhaltung, daher ist das auch erlaubt.

Wenn man sich die beiden letzten Star Trek Filme ansieht, dominiert Aktion und die Physik ist eben die von Star Trek.

Staring: Matthew McConaughey, Anne Hathaway, Jessica Chastain, Bill Irwin, Ellen Burstyn, and Michael Caine.

Ein guter Cast, und mal weniger bunt als die Star Trek Blockbuster.

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Layer_8 03.11.2014, 18:36
13. Anmerkung

Das muss wirklich ein physikalisch korrekter Film sein, zumal DER Spezialist für schwarze Löcher, Kip Thorne, maßgeblich beratend tätig war.

Von Physikern wird dieser Film im Internet schon länger gelobt und ich werde mir diesen Film ohne vorhergelesenen Kritiken anschauen, auch wenn die Handlung etwas doof sein sollte.

http://www.wired.com/2014/10/astrophysics-interstellar-black-hole/

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misterjupiter 03.11.2014, 19:34
14. Einstein-Rosen Brücke

"...in denen sich Zeit und Raum auf unerklärliche Weise zu einem ewigen Kreis schließen. Und es Cooper letztlich erlauben, kosmische Distanzen und Jahrzehnte zu überbrücken."
Ein Wurmloch, oder auch Einstein-Rosen-Brücke genannt - man kennt den Namen vielleicht aus Marvel's Thor, würde tatsächlich eine Reise über eine beliebige Distanz derartig abkürzen. Da die tatsächlich im Wurmloch stattfindende Reise mit normaler Geschwindigkeit erfolgt, nur über eine wesentlich kürzere Distanz. Wenn der Autor sich 5 Minuten Zeit genommen hätte sich mit den einfachen Grundlagen der Theorie zu befassen, müsste er nicht so einen Unsinn schreiben. Nicht umsonst hat am Film Kip Thorne, neben Stephen Hawking einer der Experten auf dem Gebiet, mitgewirkt.

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DrStrang3love 03.11.2014, 19:50
15.

"Die Faszination von "2001" besteht bis heute darin, dass Kubrick seine sinfonisch aufgebaute Transzendenz von Zeit und Raum eben nicht erklären wollte, geschweige denn konnte…"

Das verwirrt mich. Wieso hätte Kubrick denn 2001 nicht erklären können? Kannte er denn das Skript nicht, dass er zusammen mit Arthur C. Clarke selber geschrieben hatte? Das Skript, in dem am Ende die Handlung explizit durch einen Erzähler erklärt wird? Eine Erklärung, die praktisch wörtlich so auch im Roman von Clarke auftaucht?

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Layer_8 03.11.2014, 20:07
16. Roman

Zitat von DrStrang3love
"Die Faszination von "2001" besteht bis heute darin, dass Kubrick seine sinfonisch aufgebaute Transzendenz von Zeit und Raum eben nicht erklären wollte, geschweige denn konnte…" Das verwirrt mich. Wieso hätte Kubrick denn 2001 nicht erklären können? Kannte er denn das Skript nicht, dass er zusammen mit Arthur C. Clarke selber geschrieben hatte? Das Skript, in dem am Ende die Handlung explizit durch einen Erzähler erklärt wird? Eine Erklärung, die praktisch wörtlich so auch im Roman von Clarke auftaucht?
Ich meine zu wissen, dass Clarke den Roman erst längere Zeit nach dem Film herausbrachte. Vorher existierte von ihm nur eine Kurzerzählung, nach der sich Kubrick richtete. Und der Roman findet doch ein etwas klischeehaftes "doofes" Ende, wo das "Sternenkind" die Menschheit vor der nuklearen Selbstzerstörung rettete. Unpassend zum Film, denke ich.

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DrStrang3love 03.11.2014, 20:47
17.

Zitat von Layer_8
Ich meine zu wissen, dass Clarke den Roman erst längere Zeit nach dem Film herausbrachte. Vorher existierte von ihm nur eine Kurzerzählung, nach der sich Kubrick richtete. Und der Roman findet doch ein etwas klischeehaftes "doofes" Ende, wo das "Sternenkind" die Menschheit vor der nuklearen Selbstzerstörung rettete. Unpassend zum Film, denke ich.
Clarke hatte den Roman zeitgleich zu den Arbeiten am Filmskript geschrieben, der dann auch nur wenige Monate nach der Premiere des Films veröffentlicht wurde.

Der Roman basiert auf einer frühen Fassung des Skripts, an dem – wie gesagt – Clarke und Kubrick zusammen geschrieben hatten. Fast alles, was in dem Roman ist, stand auch so im Skript.

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suprahet99 03.11.2014, 21:25
18. Wann wann wann

wird die Verwendung des Wortes Galaxie endlich richtig eingesetzt?

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Barath 03.11.2014, 21:42
19. ...

Zitat von DrStrang3love
Clarke hatte den Roman zeitgleich zu den Arbeiten am Filmskript geschrieben, der dann auch nur wenige Monate nach der Premiere des Films veröffentlicht wurde. Der Roman basiert auf einer frühen Fassung des Skripts, an dem – wie gesagt – Clarke und Kubrick zusammen geschrieben hatten. Fast alles, was in dem Roman ist, stand auch so im Skript.
Ja.
Aber deswegen ist der Film auch besser (oder sagen wir lieber: ganz anders) als die Bücher.
Kubrik hat nicht erklären WOLLEN. Stilistisch war das sehr sicher gehandhabt.
Das ist der große Unterschied zu Alien, wo Scott das Alien nur deswegen nicht zeigt weils technisch/budget-mässig nicht ging... sonst wäre Alien vermutlich so schrottig wie Prometheus geworden.

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