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Weltstadt mit Gefühl: Berlin, du Hauptstadt der Hasser
DPA

Wer schlechte Manieren mag, liebt Berlin. Jeder regt sich über jeden auf, und sogar kleine Kinder findet man hier doof. Genau diese Verachtung der eigenen Spezies macht die Hauptstadt aber zur wahren Weltmetropole. Denn was ist moderner, als gegen den Fortbestand der Menschheit zu sein?

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Soilets 06.10.2012, 14:28
110.

Wenn ich an Berlin denke, kann ich eigentlich nur kotzen (man verzeihe mir den Ausdruck).

Keine andere Stadt der Welt hat mich je so angewidert wie Berlin. Man möchte mondän sein. Man möchte cool und hipp sein. Eben anders sein. Man ist es inzwischen auch, aber im negativen Sinne.

Tatsächlich zieht Berlin nämlich schon seit Jahrzehnten den Bodensatz der Gesellschaft an. Wehrdienstverweigerer, Möchtegern-Intellektuelle, linke Chaoten, sogenannte "Künstler", "coole Typen, die gern Party machen", Taugenichtse und Kriminelle aus aller Welt.

Nein, es gibt nichts an Berlin, dass ich vermisse. Außer dem täglichen Besuch im Pergamon-Museum...

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moserer 06.10.2012, 14:30
111. Ja Berlin so soll es sein.

Zitat von sysop
Ja. Genau das ist das Leben. Schmeisst es den anderen an den Kopf und lasst Euch ja nicht merh verbiegen. Lasst Euch auch hier nicht sagen was modern und hip ist, sonder bleibt Euch treu. Ihr wollt nicht, das an eurem Haus Kinderwägen stehen, dann sagt es, ja es ist Euer Haus. Ihr findet Kopftücher scheisse, ja raus mit der Sprache. Das Holzkruez ist euch eine Zumutung, und ja auch das muß gesagt werden. Berlin, ja du bist mein Vorbild, lasst es raus, wehrt euch gegen die Korrektheit.

Nur um eines bitte ich Euch. Stellt keine Pöller auf, erlasst oder bittet nicht um verbote, sondern macht Euch die mühe immer wach zu bleiben, um Euren Missmut zuäußern, jederzeit zu jedermann. Du magst keinen Kinderwagen vor deinem haus. Ja, dann steh dazu, sagt das jeder Mutter die dort parken will. Nur verzichte auf den Pöller, der ist nämlich gefährlich. Denn der Vrhindert nur dass du was sagen mußt, du erziehst die leute nicht damit. Werd nicht müde immer selbst auf deinen Missmut hinzuweisen, scheu keinen Konflikt. Denn das eigentlich gefährlich am Pöller ist, er bleibt erstmal da stehen. Und wenn der Nachmieter Kinder leibt und Mütter einladen will, dann geht das nicht mehr, und das ist der Trick an unpersönlichen Verboten, sie nehmen uns letztendlich mehr als sie uns geben.

Einige von Euch sind stolz Kopftuch und Kreuz aus den Schulen verbannt zu haben. Ja der Streit, der Konflikt darüber ist wichtig, aber er wurde feige unter den Tisch gekehrt, im Zeichen der Toleranz. Nein, lasst euch euren Streit nicht nehmen, wahre Toleranz muß weh tun. Nehmt die Hälfte der Kreuze aus den Schulen, die andere Hälfte lasst drin, dafür wird dort genau neben dem Krauz der Halbmond gehiesst. Ja das ist der richtige Weg. Das tut allen weh, dem Atheisten, der sich nun mit der doppelten Anzahl an religösen Symbolen konfrontiert sieht und der Katholik und Moselm, die nun Kreuz und Halbmond im gleichen Raum erdulden müssen. Wenn ihr das durchbekommt, bin ich schon am näcshten Tag in Berlin. In meiner fiesen Gehässigkeit werd ich nämlich peinlichst darauf achten, das das kreuz rechts hängt und der Halbmond links davon an die Wand genagelt wird.

Und ja, vergesst die Politcal Correctness, auch das sind Verbote, die Euch nur geistig an die Kette legen und genauso borniert sind wie kleinbürgerliche Moral. Steht zu Euch zu Euren Gefühlen und Wünschen und macht genauso weiter.

Und Frau Berg hat recht. auch mit dem Trader muß aufgeräumt werden. Nur für große Gegner braucht man sehr sehr viel Übung. Und dieholt man sich auf der Strasse und genau dort sollt ihr Euch Eure Meinung geigen, und wenn ihr wirklich Mumm habt, dann ladet den anderen auf einen Kaffee oder Bier ein und geigt ihm genau dort die Meinung.

Berlin Du bist auf den richtigen Weg,

Matthias Walser

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spon-facebook-1273970460 06.10.2012, 14:30
112. Kennen Sie Berliner?

die Verfasserin dieser Kolumne wohl nicht. Vielleicht sollte sie mal zu Mutter Fourage gehen oder Kindern beim Spiel in Parks zusehen, einem freundlichen Lächeln in der U-Bahn begegnen statt sich Plattitüden einfallen zu lassen. Ich habe lange genug in dieser Stadt gelebt und sie mit all ihren Eigenheiten lieben gelernt.

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rokokokokotte 06.10.2012, 14:31
113. ...

Zitat von sysop
...und sogar kleine Kinder findet man hier doof. ...
Mal vorweg: ich finde kleine Kinder auch blöd. Extrem blöd sogar, um der Wahrheit genüge zu tun.
Aber das liegt in erster Linie an den neudeutschen Tussimuttis, die, von der Politik entsprechend eingenordet tatsächlich nun auch in dem Gefühl leben sie seien qua geleisteter Gebärarbeit die Retter der Nation mit Sonderrechten und Befugnissen der Dritten Art. Wenn also so ein Gespann aus Mutti und Kinderkutsche auf dem Trottoir erscheint, so kannst Du aus Blick, Mimik und gnadenloser Spurbeharrung des Tandems erkennen, dass Du stantepede in den fliessenden Verkehr auszuweichen hast - subito!
So betrachtet: dieser Berliner Wirt hat meinen Applaus - vor allem (und das kann man durchaus an dem bundesweiten Gezeter festmachen...) wegen seines Mutes zu dieser philantropischen Massnahme.
Im übrigen frage ich mich natürlich, was das gutmenschliche Aufheulen bezüglich dieser, des Wirtes Entscheidung und Massnahme, in einem Lande soll, dass seit JAHRZEHNTEN seinen Menschenkindern verbietet den Rasen zu betreten...

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divStar 06.10.2012, 14:35
114. Ich denke, dass es in Berlin kaum anders sein kann...

..als irgendwo sonst in Deutschland. Kleine Kinder nerven nunmal einen selbst (vor allem, solange es nicht die eigenen sind) - oder mag irgendjemand keinen Schlaf bekommen, nur weil das Kind des Nachbarn die ganze Zeit am kreischen ist? Zumal man selbst nicht mehr Geld, Rente oder sonstwas bekommt, wenn man es aushält - also warum sollte man sie mögen?
Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass es in Deutschland (aber auch anderswo) sehr viel anders ist.

Gehupe? Da war wer noch nie in den arabischen und asiatischen Hauptstädten - dort gibt es keine Sekunde, in der nicht gerade ein Hupen zu vernehmen ist. Dank der eigenen Art schaffen es die Menschen dort aber besser miteinander aus zu kommen. Allerdings ist diese Unfähigkeit nicht Berlin, sondern Deutschland an zu lasten. Und so etwas rührt auch nicht aus der Gegenwart, sondern daher, dass man den Menschen dauernd die Vergangenheit anlastet, obwohl ein verschwindend geringer Teil der Menschen, die heute noch leben, Schuld an dieser ist.

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lichterzaehler 06.10.2012, 14:38
115. wer hasst denn Kinder?

Kinder sind nicht das Problem, es sind diese Brutpaar. Dieser seltsame Menschenschlag hält sich für das Zentrum des Universums, nur weil sie gerade geworfen haben. Ich habe selber zwei Kinder (beide fast erwachsen) und ich wäre niemals auf die Idee gekommen mit Kinderwagen z.b einen Flohmarkt am Rheinufer bei bestem Wetter zu besuchen und zwar wegen der Kinder nicht!
Bei meinem letzten Besuch wurde ich von drei unterschiedlichen Wagen in die Hacken gefahren und auch noch angemault warum ich nicht zur Seite gehe. Das Kinder mir im Supermarkt an der Kasse mit dem Einkauswagen gegen die Füße stoßen, ist ja nicht neues.
Dazu nervtötendes Geschrei in der Kneipe um die Ecke, in die man sich setzt weil einem die Verse schmerzt. Dank Rauchverbot sind auch hier einzelne Brüter oder Brutpaare (sind ja selten allein)
Dafür muß man aber nicht nach Berlin, da reicht Köln vollkommen aus. Nur hier ist man wirklich einen Schritt weiter als Berlin (wenn das geschrieben denn so stimmt). Die meisten Mitmenschen sind einem hier völlig gleichgültig. Der Kölner nennt das übrigens "Tolerant"

schönen Tach noch

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lichterzaehler 06.10.2012, 14:39
116. wer hasst denn Kinder?

Kinder sind nicht das Problem, es sind diese Brutpaar. Dieser seltsame Menschenschlag hält sich für das Zentrum des Universums, nur weil sie gerade geworfen haben. Ich habe selber zwei Kinder (beide fast erwachsen) und ich wäre niemals auf die Idee gekommen mit Kinderwagen z.b einen Flohmarkt am Rheinufer bei bestem Wetter zu besuchen und zwar wegen der Kinder nicht!
Bei meinem letzten Besuch wurde ich von drei unterschiedlichen Wagen in die Hacken gefahren und auch noch angemault warum ich nicht zur Seite gehe. Das Kinder mir im Supermarkt an der Kasse mit dem Einkauswagen gegen die Füße stoßen, ist ja nicht neues.
Dazu nervtötendes Geschrei in der Kneipe um die Ecke, in die man sich setzt weil einem die Verse schmerzt. Dank Rauchverbot sind auch hier einzelne Brüter oder Brutpaare (sind ja selten allein)
Dafür muß man aber nicht nach Berlin, da reicht Köln vollkommen aus. Nur hier ist man wirklich einen Schritt weiter als Berlin (wenn das geschrieben denn so stimmt). Die meisten Mitmenschen sind einem hier völlig gleichgültig. Der Kölner nennt das übrigens "Tolerant"

schönen Tach noch

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habnichviel 06.10.2012, 14:41
117. Is das denn da so billig.........

daß die vielen Habenichtse dort sich einrichten können. Da müßte sich doch eigentlich die Regierung mit ihrer Bannmeile richtig verloren vorkommen. Da soll es doch auch möglich sein, einen gebrauchten Luxus-Wohnwagen in die Laubenpieper Kolonie zu stellen und sich dort fest anzumelden. Wäre eigentlich der größte Vorteil dieser Stadt. Man würde der gesamten Immobilien Spekulation entrinnen. Nichts geerbt, schnell nach Berlin, da is man unter sich.

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rammbock 06.10.2012, 14:42
118. Nicht die Berliner Realität.

Das Problem mit den Touris kozentriert sich stark auf die (Ost-)Mitte, und hier ist das wirklich schlimm weil 10 tsd.e Touris 24Stunden auf den Strassen rumstolpern, klar mit Bierpulle in der Hand und Vodka vorgeglüht, das mit den spätgebärenden akademischen zugezogenen "Jungmuttis" auf den PBerg (West) ist unerträgich. Es ist eine unglaubliche Konzentration von Kinderwagen mit schiebenden Ü40 Personal. Alles profilneurotische Eltern.
Im PBerg sind tausend Cafes, wenn da 10 kinderfrei sind, warum nict? Muss die Mutt ihren Wagen 15 Meter weiter schieben.
Ansonstenist Berlin riesengroß, 50*50 km, von Dorfidylle bis zum Wohnen über den 24H open Cub ist alles möglich.
Jeder findet inBerlin seinen Freiraum. Jeder kann hier immer noch leben wie er möchte.

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papageienmusik 06.10.2012, 14:42
119. Ich gratuliere dem Besitzer des Cafes mit Poller!

Für seinen Mut, ganz klar gegen die in unserer Stadt wütende Kindergeld-Mafia ein Zeichen zu setzen. Diese Gruppe samt ihren Bälgern zeichnen sich durch absolute Rücksichtslosigkeit in Cafes und Supermärkten aus. Und erwarten, JA ERWARTEN!!!, dass man sie im Supermarkt und sonstwo in der Schlange vorlässt!!! Die tragen, ausgehend von ihrer Hombase in Prenzlauer Berg, natürlich zum schlechten Bild der Stadt bei. Chapeau für den Mut, hier mal einen eigenen Standpunkt zu haben!

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