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Weltstadt mit Gefühl: Berlin, du Hauptstadt der Hasser
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Wer schlechte Manieren mag, liebt Berlin. Jeder regt sich über jeden auf, und sogar kleine Kinder findet man hier doof. Genau diese Verachtung der eigenen Spezies macht die Hauptstadt aber zur wahren Weltmetropole. Denn was ist moderner, als gegen den Fortbestand der Menschheit zu sein?

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sonntags 06.10.2012, 12:00
20. Noch ein sinnloser Berlin-Artikel...

Die SPON-Mitarbeiter sollten sich ruhig mal aus dem P'berg rauswagen. Im "Rest-Berlin" empfinde ich Stadt als relativ normale und entspannte Großstadt, übrigens überhaupt nicht kindefeindlich und auch Turis gegenüber aufgeschlossen. Sollche pseudo-coolen Artikel braucht doch niemand, auch keine Vergleiche mit NY oder Tokio - Berlin ist halt Berlin, machen wir das Beste draus!

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autocrator 06.10.2012, 12:03
21. petit fours

whuhahahaa! Frau Bergs Kolumnen sind wie petit fours: klein, viel zu gut, und mehr als anderthalb schafft man einfach nicht! Auch hier wieder eine perle: auf den punkt ins schwarze getroffen. Man mag sich über den einen oder anderen aspekt streiten können - dafür ist es ja auch eine kolumne und kein artikel (und erst recht keine wissenschaftliche abhandlung). Aber im grunde ...

genau das, was Frau Berg beschreibt, ist es, was mir persönlich Berlin auch so unsympathisch macht. Ja, Berlin übt noch, Metropole zu sein. Aber wie ich den kleinkarierten teutschen Michl kenne, werden die Berliner es nie lernen, metropolitan zu werden.

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Ruler 06.10.2012, 12:03
22. Berlin

ist keine Stadt, Berlin ist ein Sammelbegriff für die unterschiedlichsten Stadtteile, die irgendwann zusammengelegt wurden. Es gibt nicht DAS Berlin. Wenn man sich allein die Unterschiede z.B. zwischen Spandau Nord und Süd anschaut versteht man. Das eine ein Problembezirk, das andere eine ländliche Wohngegend mit noblen Einfamilienhäusern. Ich liebe dieses Bundeshauptdorf mit seiner Vielfalt und fremdenfeindlich ist hier nur der Osten.

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AnKai 06.10.2012, 12:03
23. Omg

Und mal wieder ein Artikel über uns böse Berliner ;)

Aber es stimmt, wir sind ein gesondertes Völkchen und pochen auch sehr stark darauf. Schließlich ertragen wir auch die Schimpfe das Berlin arm, hässlich und dreckig ist.

Das dabei auch gerne mal politische Entscheidungsträger aus Berlin kommen ist sowieso ideal für den Rest Deutschlands, denn so kann jeder seine Hände in Unschuld waschen und sagen, das waren die doofen Berliner.

Doch wir lieben unsere Stadt so wie sie ist. Jeder Ladenbesitzer hat Gestaltungsfreiheit bei seinem Interieur sowie Hausrecht und wenn er dabei die verzogenen Prenzlberger Kinder mit ihren zumeist zugezogenen weltoffenen Müttern, die wohl alle ihre Kinder in Waldorf- oder Montesurischulen schicken, ausgrenzen will, dann soll er das verflucht nochmal können ohne das sich darüber gleich wieder eine Welle der Entbrüstung ausbreitet über unsere Stadt. Würde dies in Köpenick oder Zehlendorf passieren würde keine Kuh sich danach umdrehen bzw. für interessieren. Aber Sie Herr lieber Journalist kauen natürlich das leckere Gras dabei wohl gerne mit!

Er könnte auch einen Türsteher engagieren und eben diese Kinderwagenmütter dadurch abweisen lassen. Durch die Türsteher kommt man hier auch nicht immer ungezwungen in jeden Club oder jede Bar rein. Und das ist auch gut so!

Wir sind so wie wir sind und ich glaube die meisten Berliner fühlen sich auch gut dabei. Es steuern jetzt schon einige dagegen, siehe auch die wunderschöne Iniative "No-go-Areas for Touris". Denn es reicht irgendwann einfach. Während man als Ansässiger die Stadt genießen will wird man von einer unkontrollierten Touristenmeute mit dem Fahrrad überfahren, mit einem Segway überrollt oder mit Berlin Souvenirs totgeschlagen. Es gibt noch viele weitere negative Beispiele.

MfG aus Berlin

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Klara 06.10.2012, 12:03
24. Oh Mann...genauso ist Berlin

Kann es sein, dass die Verfasserin dieses Artikels ebenfalls einen Kinderwagen schiebt? Was bitte ist so verwerflich in einer liberalen Metropole auch Kinderfreie Plätze anzubieten? Eine kinderwagenfreie Bar in einer Stadt mit 3 Mio Menschen? Ich finde die Kolumne hat ihr Thema verfehlt.

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yast2000 06.10.2012, 12:05
25. Korrektur

Zitat von Berg
...Aber soweit denkt in dem wundervoll urbanen Berlin keiner, da richtet sich das Unwohlsein gegen die Spezies an sich, gegen den Nachwuchs. Uns in klein.
Jetzt mal von Autor zu Autorin: "Uns in klein." als vollständiger Subjekt-Prädikat-Objekt-Satz in einem SPIEGEL-Artikel, wäre das nicht ein Vorschlag für das 'Unwort des Jahres' 2012? Es bleibt nämlich immer die große Frage, wer da eigentlich "bekloppt" ist, wenn man in Zürich wohnt, über Berlin schreiben will und dabei auch noch New York zitiert.

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Koana 06.10.2012, 12:09
26. Wem legen sie ihre Worte in den Mund?

Zitat von sysop
Wer schlechte Manieren mag, liebt Berlin. Jeder regt sich über jeden auf, und sogar kleine Kinder findet man hier doof. Genau diese Verachtung der eigenen Spezies macht die Hauptstadt aber zur wahren Weltmetropole. Denn was ist moderner, als gegen den Fortbestand der Menschheit zu sein? ......dieser Kannibalismuskapitalismus geht uns ja allen, die wir nicht davon profitieren, auf den Wecker.........

Oder sind das Gedankegänge die sie auch sich selber zuschreiben?

Leider gibt es wohl viele Menschen, die genau so reflektieren.

Dabei profitieren in Deutschland letztenendes sogar noch die Ärmsten vom Kannibalenkapitalismus - sofern sie nicht gerade als Obdachlose durch die Lande streifen.

Unsere bornierte Verbitterung würde eine Mutte in Bangalore, Dafur oder anderswo als den blanken Irrsinn betrachten - der Irrsinn einer satten, angepassten, beleidigten Verliermasse, die gespielt und eben nur zweiter Sieger geworden ist.

Von den Gewinnern müssen wir gar nicht mehr reden - die verkonsumieren den Planeten ganz alleine in eine ökologische Kathastrophe hinein.

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Marvin1 06.10.2012, 12:10
27. Berlin

Ich lebe seit etwa 30 Jahren in Berlin und bezahle zusammen mit meiner Frau etwa 20T€ Steuern pro Jahr. Mein Geld verdiene ich mit harter Arbeit in München. Mit dem Wegfall der Mauer kamen zuerst die sog. armen Brüder und Schwester aus dem Osten. Kameradschaftlich mit den übrigen Rechten wollten sie gleich alle „Ausländer“ am liebsten raus hauen. Danach galt der Begriff „Multikulti“ bei den Rechten als Schimpfwort. Später kamen die sog. reichen Investoren aus dem Schwabenland oder aus Bayern oder sonst wo. Daraufhin stiegen die Mieten und die Immobilienpreise fast so stark wie in München. Die dritte Gruppe waren die Touristen, die in Scharen kamen. Es gibt kultivierte Touristen, die eine Bereicherung für Berlin darstellen und es gibt „Ballermann-Touristen“, die wie Heuschrecken alles nieder machen. Ob sie in Berlin sind oder im Oktoberfest in München. Wertvollste Entwicklung in Berlin war die Entwicklung einer alternativen Kultur, die sich langsam und mühsam entwickeln könnte. Wie kann so ein zartes Pflänzchen unter der Invasion der o.g. Gruppen überleben?

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row4x5 06.10.2012, 12:10
28. Berlin - die einzige Deutsche Großstadt....

die es geschafft hat sich den Dorfcharakter zu bewahren!

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Brennstoff 06.10.2012, 12:10
29. Mein Gott, man kanns ja auch übertreiben!

Was ist der Sybille, die doch manchmal so wundervolle Hommagen an alles mögliche schreiben kann, denn da für ein Dinosaurier über die Leber gelaufen?
Hat ihr ein überforderter Kellner in der Simon-Dach-Str. nen lauwarmen Kakao über das neue Modellkleid geschüttet und sie anschließend auch noch wegen ihrer Ungeschicklichkeit einfach nur dort zu sitzen, angemault?
Ja ja, die Berliner muffeln dauernd über irgend etwas, sind was ihren Kiez angeht sehr provinziell, übernehmen immer mehr das aufgeregte Hupverhalten ihrer südländischen Mitbürger etc. Aber so schlimm ist es ja nun wirklich nicht, von ein paar Zugezogenen im Prenzlauer Berg mal abgesehen, die nun wirklich alles nervt. Es wird im Zwischenmenschlichen sehr viel gelacht, in dieser Stadt, wenn auch die Scherze ein wenig scharfzüngiger ausfallen, als dies in anderen Städten üblich ist. Was will man von Leuten erwarten, die es ständig eilig haben? Was dieses alberne Cafe angeht, so dürfte es bald pleite sein. Die gleichen Bürger, die den Kneipier zu seiner Kinderwagensperrzone animiert haben, werden diesem Etablissement in Zukunft tunlichst fern bleiben-, "so war dass nun nicht gemeint, mit so etwas will man nichts zu tun haben". Wir sind weltoffen und kinderfreundlich! ;o) Was die lieben Kinderchen angeht, so sind deren Eltern auch nicht maulfaul und lassen sich die Milch schon nicht aus dem Babyfläschchen kippen. Will sagen, die halten schon kräftig dagegen, das Gleiche gilt für die wundervollen Kindergärtnerinnen, die mit den Zwergen so häufig im Straßenbild zu sehen sind. Aber nehmen wir den Artikel mal genau unter die Lupe, ärgert sich die Gute nicht hauptsächlich über das bürgerliche Berlin? N bissken muffich, wars schon immer! ;o) Aber nun wirklich kein Grund sich aufzuregen! Der Berliner im allgemeinen gibt sich eher bräsig und lässt den lieben Gott einen guten Mann sein. Aber, und da hat Fr. Sybille recht, gemeckert muss sein! Um es mal mit der Übertreibung auf die Spitze zu treiben, jeder Berliner hat von Geburt an das Recht, den Rest der Menschheit durch den Dreck zu ziehen und damit fängt man am Besten gleich beim Nachbarn an! Ist aber nicht wirklich bös`gemeint! ;oP

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