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Wende-Komödie "Bornholmer Straße": Herr Oberstleutnant leidet an Verstopfung
ARD

Die Tragikomödie "Bornholmer Straße" mit Charly Hübner erzählt die Nacht des Mauerfalls aus Sicht eines Grenzers. Ein DDR-Soldat als Held - geht das?

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bonngoldbaer 04.11.2014, 15:26
1. Schutzwall

Wer sich die Wahlergebnisse in den östlichen Bundesländern anschaut, begreift, dass die Mauer tatsächlich ein Antifaschistischer Schutzwall war. Traurig, dass wir Westdeutschen seit 25 Jahren ohne diesen Schutz leben müssen.

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charlie1111 04.11.2014, 15:41
2.

Zitat von bonngoldbaer
Wer sich die Wahlergebnisse in den östlichen Bundesländern anschaut, begreift, dass die Mauer tatsächlich ein Antifaschistischer Schutzwall war. Traurig, dass wir Westdeutschen seit 25 Jahren ohne diesen Schutz leben müssen.
Ein "böser" Beitrag, aber ich komme irgendwie nicht umhin ihm zuzustimmen.

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pankgraf 04.11.2014, 15:48
3.

Na, das ist aber ein wenig kurz gedacht: da schwappt zum Teil nur zurück (Ost -> West) , was erst anders herum herkam (West -> Ost). NPD und Konsorten wurden ja nicht in Cottbus oder Südsachsen gegründet, sondern in Hannover (NPD). Klar, sehr vereinfacht, aber das war der erste Kommentar allemal auch...

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quasimodolo 04.11.2014, 16:12
4.

War einige Jahre Grenschutzmann auf der Westseite und musste zusehen, wie die Grenzsicherung auf der Ostseite verstärkt wurden; Trotzdem haben wir dazu "beigetragen" dass Ostgrenzer zu uns herüberkonnten; Nur so zum Spass, nicht wegen des Scheiss Systems in der SBZ-Ostzone.

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der_seher59 04.11.2014, 16:14
5. in weiteren 25 Jahren

wird die DDR als ein eigentlich ganz niedliches, lustiges Staatsgebilde erscheinen, wo die Ideale von Frieden und Sozialismus gelebt wurden und die Menschen den ganzen Tag gesungen und getanzt haben. Die Mieten waren billig, es gab überall Kindergartenplätze etc. pp.

Es war ja tatsächlich nicht alles schlecht, aber ich möchte nicht, daß man sich andiesen Teil Deutschlands als harmloses Disneyland erinnert, denn das war es nicht .
(Bin übrigens Wessi aus dem Zonenrandgebiet)

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graetz777 04.11.2014, 16:30
6. Einige Grenzer waren auch nur Menschen

Nur zwei Vorkommnisse aus 15 Jahren regelmässiger Grenzquerung: Ein Zöllner brachte es nicht übers Herz, mir (damals 7 Jahre, aus West-Berlin) die neu geschenkte Piko-Eisenbahn wegzunehmen. Die Ausfuhr war eigentlich verboten.

1988 gab ein Grenzer auf der Transitstrecke nach Norden indirekt zu, dass er gerne mal nach Hamburg auf die Reeperbahn fahren würde,

Die Grenzer damals an der Bornholmer Brücke waren echte Helden, denen Deutschland viel zu verdanken hat.

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CriticalPost 04.11.2014, 16:32
7. Unrechtsstaat

Vielleicht trägt so ein Film eher dazu bei zu zeigen, dass "Recht", "Unrecht" und "Gerechtigkeit" keine schwarzweiß Begriffe sind.

In jedem Staat herrscht unrecht und in Zeiten in denen es unerträglich wird ist es Zeit für Gerechtigkeit einzustehen.

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ostseestern70 04.11.2014, 16:54
8. Warum nicht?

Warum hat man Führungsstäben und Kommandeuren bis heute nicht mal ein bißchen Dank entgegen gebracht? Dank dafür, daß KEIN EINZIGER Schuß gefallen ist!!! Daß bereits mit scharfer Munitionierung marschbereite Einheiten aus Löbau oder Strausberg trotz Tagesbefehl nicht den Befehlsketten folgten, hätte im Falle einer Niederschlagung militärgerichtliche Maßnahmen für die Verantwortlichen, also die Befehlsverweigerer nach sich gezogen. Aber darüber redet heute niemand mehr.

Ebenso ist es eines Nachrichtenmagazins unwürdig, dem Duktus einer Bild-Zeitung zu folgen. Ihnen obliegt als 5. Gewalt eine gewisse Verantwortung. So würde es sich auch gehören, darauf hinzuweisen, daß eben nicht die "grimmigen Grenzer" Grenzer waren. An den Güst (Grenzübergangsstellen) verrichteten PKE's (Personenkontrolleinheiten) ihren Dienst. Diese PKE's trugen zwar die Uniformen der GT (Grenztruppen), waren aber Angehörige des MfS.

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hubertrudnick1 04.11.2014, 17:21
9. Irrsinn

Zitat von quasimodolo
War einige Jahre Grenschutzmann auf der Westseite und musste zusehen, wie die Grenzsicherung auf der Ostseite verstärkt wurden; Trotzdem haben wir dazu "beigetragen" dass Ostgrenzer zu uns herüberkonnten; Nur so zum Spass, nicht wegen des Scheiss Systems in der SBZ-Ostzone.
Es war einfach nur ein totaler Irrsinn, man konnte doch nicht wirklich glaubhaft erklären, dass man damit seine Republik schützen will, es war gegen die Bürger der DDR gerichtet.
Wer heute noch zu dieser Grenzsicherung steht, der macht sich nur selbst was vor.
Alle jungen DDR Bürger hatten Angst als Grenzer zum NVA-Dienst eingezogen zu werden.
Aber leider gibt es immer wieder Leute, die die Bürger gegen einander aufhetzen und das dann als Friedenssicherung hinstellen, wir sollten darum unsere Demokratie vor solchen Leuten schützen.
Die gesamte Welt ist auch heute wieder nur auf Feindlichekeiten aus, man möchte nur seinen Kopf durchsetzen, koste es was es wolle und darum sollten alle Medienvertreter etwas mehr auf Meinungsfreiheit achten und sie sollten sich hüten nur eine angepasste Meinung zu vertreten.
In der DDR gab es nur die Meinungshohheit der Partei, aber die Partei hat nicht immer Recht, sie missbraucht die Freiheit und jegliches Menschenrecht.
Wir müssen auch heute wachsam sein, denn so etwas geschied immer wieder.

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