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"Werbeverbot" für Abtreibungen: Warum spricht niemand über Gebärneid?
HAYOUNG JEON/EPA-EFE/REX

Abtreibungsgegner stellen sich gern als Lebensretter dar. Dabei gibt es unzählige andere Möglichkeiten, Kinder zu schützen - und Frauen. Doch die würden der Machtgier vieler Männer zuwider laufen.

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klichti 05.02.2019, 15:36
1. Entschuldigung, Frau Stokowski

Ich habe jetzt seit über einem Jahr keine ihrer Kolumnen ausgelassen, genau wie vorher bei Sibylle Berg.

Ich wollte sichergehen, daß ich mir kein überhastetes Urteil über Sie und Ihre Herangehensweise und auch die Auswahl Ihrer Themen bilde.

Ist jetzt aber gut, ich gebe auch. Neben Frau Berg sind jetzt auch Sie auf meiner Unwesentlichkeitsliste. Ihre Feindseligkeit gipfelt in dem Satz (siehe oben) von dem unpraktisch heraushängenden Organ, und das ist reine, sinnfreie Polemik - nein, Demagogie. Solche Artikel braucht kein Mann, braucht keine Frau, und vermutlich schaden Sie sich selber mit jedem dieser Ergüsse. Haben Sie schon Magengeschwüre? Nein? Kommen noch, seien Sie da sicher!

Schade, aber lebendiger Schreibstil und unkonventionelle Gedanken alleine reichen nicht, um mich Ihre Haßtiraden weiter ertragen zu lassen.

NB: Ich bin NICHT schuld am verhangenen Himmel und dem diesigen Wetter heute. Das hat die Erde ganz ohne mich hinbekommen.

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TLB 05.02.2019, 15:41
2.

Ich stimme Ihnen zu, das so genannte Werbeverbot gehört gestrichen. Eine Pflicht-Beratung mit anschließender Pflicht-Bedenkzeit sollte beibehalten werden. Ebenso sollten Verhütungsmittel für HartzIV-Empfänger, Auszubildende oder anderweitig erwerbsschwache Personen kostenfrei sein

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Johannes Meier 05.02.2019, 15:42
3. Abkehr vom Katholizismus

Es wird wahrhaftig Zeit, sich von den veralteten Vorschriften des manngemachten Katholizismus zu verabschieden.
Lasst den Frauen die Hoheit über ihren Körper, ihren Geist, ihr Leben.
Lasst den Menschen die Freiheit über sich selbst zu bestimmen. Auch die Politik sollte sich aus unseren Leben heraushalten!
Ich will Sex, Drugs, Rock'n'Roll? Dann lass mich.

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pecx 05.02.2019, 15:42
4. Hui

sehr schön analysiert und die herrschenden - vernünftig nicht begründbaren - Scheinargumente meiner männlichen Artgenossen dargelegt.
Ich werde die Kolumne gerne in meinem Ethik-Unterricht als Position diskutieren lassen :)

Viele Grüße!

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locate 05.02.2019, 15:46
5. Schön daß Frau Stokowski diese Kolumne hat.

Andere müssen sich derart Komplexbeladen auf die Couch legen und erzählens für viel Geld ihrem Seelenklempner.

Schade daß heutige Ausbildungen des Feminismus derart fragil sind. Früher hat man sich in wichtigen Fragen auch Wasserwerfern gegenübergestellt, heute kommt die Denke nicht über Themen wie den Neid auf baumelnde Genitalien und den sicherlich höchstausgeprägten Gebärwunsch praktisch aller Männer raus.

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anna.fürst 05.02.2019, 15:47
6. Sex ohne Folgen

Ist aus meiner Sicht der eigentliche Wunsch hinter der Debatte. Was hat das mit Selbstbestmmung der Frau zu tun? Oder der Mannes? Wiegt das Recht auf Sex mehr als das menschliche Leben?

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quacochicherichi 05.02.2019, 15:50
7.

Gebären können ist eine Form von Macht. Stimmt, ich kenne einige Trottel die sich dieser Macht ergeben mussten, und den Grossteil ihres Lebens dafür ackern durften. Teilweise sogar ohne dafür verantwortlich zu sein. Nutze die Macht Margarete, sie ist in Dir.

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tiefenrausch1968 05.02.2019, 15:50
8. Super Margarete

Dem ist nichts hinzuzufügen. Nur das eine: Wenn Männer schwanger werden könnte, gäbe es staatlich finanzierte Abtreibungen mit After-No-Birth-Party auf den Kanaren, Wellness-Behandlung und Schadensersatzzahlung.
Diese "Schutz des ungeborenen Lebens" Agenda ist derartig verlogen, man möchte speien.

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mwroer 05.02.2019, 15:52
9.

"Nun ja. Männer, die eine Frau schwängern, haben natürlich erst mal nur einen ziemlich geringen Anteil an dem, was die Frau danach erlebt."

Da habe ich dann aufgehört zu lesen und kommentiere nur kurz um Ihnen zu sagen dass Sie keine Ahnung haben was man als Vater von 3 Kindern nach dem Zeugungsakt noch 25 Jahre mitmacht. Das ist rein körperlich für 9 Monate nicht so anstrengend wie das was die Frau mitmacht, klar, aber alles danach ist exakt gleichwertig.

Alleine schon der Ausdruck 'Männer die eine Frau schwängern' legt die Rolle Täter > Opfer fest und dass ist eine bodenlose Frechheit. Im Normalfall entscheiden sich Mann und Frau gleichermaßen ein Kind in die Welt zu setzen und dafür die Verantwortung zu übernehmen.

Die Schwangerschaft ist für Frauen physisch anstrengender (Ich warte noch drauf dass Sie uns erklären warum auch daran der Mann Schuld ist) - aber psychisch für beide ungefähr gleich schwer.

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