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Widerstand: Eine Geisteshaltung, die man einüben kann
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Der Diskurs verschiebt sich nach rechts, die etablierten Parteien reagieren apathisch auf die AfD - wir müssen den Widerstand für die demokratischen Kräfte wiedergewinnen.

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klmo 16.07.2018, 11:14
230.

Zitat von widower+2
. Beklatscht wird dann der eindeutige Rechtsbruch bei der kürzlich erfolgten Abschiebung nach Tunesien. Ich möchte den Typen zwar auch nicht um jeden Preis in Deutschland behalten, die Abschiebung war aber zu betreffenden Zeitpunkt zweifellos rechtswidrig.
Apropos: Zeitpunkt und rechtswidrig. Frage: Wie viele Jahre befindet sich der besagte Mann in Deutschland und beschäftigt die Gerichte?
Nicht nur das: Die Gerichtskosten und die ständige Überwachung plus das soziale Beiwerk bezahlt der Steuerzahler wie gehabt.
Wer bitte soll da noch an einem Rechtsstaat glauben, der solche juristischen Kuriositäten im Langzeitverfahren produziert?

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tales.dom 16.07.2018, 11:26
231. Dietz

und die ewige Sehnsucht nach dem gelebten Kommunismus. Geht's noch?

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Bondurant 16.07.2018, 11:34
232. Vollkommen richtig.

Zitat von widower+2
Beklatscht wird dann der eindeutige Rechtsbruch bei der kürzlich erfolgten Abschiebung nach Tunesien. Ich möchte den Typen zwar auch nicht um jeden Preis in Deutschland behalten, die Abschiebung war aber zu betreffenden Zeitpunkt zweifellos rechtswidrig.
Selbstverständlich hat sich die Verwaltung an Gerichtsbeschlüsse zu halten. Auch in diesem Falle. Andererseits: wenn der Beschluss des Verwaltungsgerichts Gelsenkirchen, die Abschiebung dieses Gefärders auszusetzen, mit der geltenden Rechtslage übereinstimmt, muss das Gesetz geändert werden. So einfach ist die Streitfrage zu lösen.

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Bondurant 16.07.2018, 11:53
233.

Zitat von tales.dom
[Dietz] und die ewige Sehnsucht nach dem gelebten Kommunismus. Geht's noch?
Diez ist praktisch die Karikatur eines Linksintellektuellen. Insofern kann man seine Kolumnen nur von der komischen Seite her betrachten. Dann machen sie auch irgendwie Spaß.

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klmo 16.07.2018, 11:55
234.

Zitat von Bondurant
Selbstverständlich hat sich die Verwaltung an Gerichtsbeschlüsse zu halten. Auch in diesem Falle. Andererseits: wenn der Beschluss des Verwaltungsgerichts Gelsenkirchen, die Abschiebung dieses Gefärders auszusetzen, mit der geltenden Rechtslage übereinstimmt, muss das Gesetz geändert werden. So einfach ist die Streitfrage zu lösen.
Richtig.
Prinzipiell sollte die Legislative dafür sorgen, die Verfahrenswege zu verkürzen!! Ergo, es MUSS über einen überschaubaren Zeitraum ein Entscheid geben, der definitiv zu gelten hat. Dies entspräche mit Sicherheit auch den betroffenen Personen, die für ihre weitere Orientierung einen klaren Bescheid erwarten.

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demokratie-troll 16.07.2018, 12:28
235. Weltsozialamt mit einem einzigen Einzahler

Zitat von nucky_thompson
"Der um Abgrenzung bemühte Nationalist dagegen kann seinen Selbstbehauptungswillen innerhalb einer von universalistischen Prinzipien geprägten Weltöffentlichkeit nicht argumentativ legitimieren." Der letzte Satz greift im Grunde genau das auf, was Diez und andere fürchten...
@nucky_thompson 115. Zivilreligion
Ich wüsste jetzt keinen Staat zu nennen, der seine Selbstauflösung propagiert, außer im Grundgesetz Artikel 23 vom Jahre 2008 (!), der eine gewisse Art der Selbstauflösung Deutschlands propagiert:
"Zur Verwirklichung eines vereinten Europas wirkt die Bundesrepublik Deutschland bei der Entwicklung der Europäischen Union mit".
Eine Auflösung in eine Weltgemeinschaft mit einer Art Weltsozialamt propagieren nur die Spinnner. Weil sie es nämlich nicht ernst meinen. Denn sie meinen damit ja keine Institution in die die Weltgemeinschaft einzahlt, sondern dass allein Deutschland zahlt und alle Bittsteller eingemeindet.
Damit ist die Verlogenheit ja auf den Punkt gebracht, es ist nur Sektierertum, es gibt keine Weltöffentlichkeit, die das durchzusetzen sucht.

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Koana 16.07.2018, 12:51
236. Wo ist der Unterschied?

Zitat von im_ernst_56
Entschuldigung, was bitte ist "Konsumfaschismus"? Der inflationäre Gebrauch der Worte "Faschismus" (gleiches gilt das Wort "Nazi") vernebelt langsam die Gehirne (bullshit baffles brains). Vielleicht meinen sie Fetischismus statt Faschismus. Dann sollten Sie das aber auch schreiben.
Der Faschismus ist ein Fetisch, sprich der Faschist - ob nun im Sinne eines Mussolini oder Hitler, oder eben im Sinne eines konsumsüchtigen Mitteleuropäers, ist dermaßen auf etwas getriggert, dass er schlicht jegliche Vernunft negiert, einzig um seinem Fetisch zu frönen.

Konsumismus ist nicht minder mörderisch, als etwa Rassismus oder blinder Nationalismus.

Das Konsumfieber spielte schon bei den Nazis eine sehr große Rolle!

Man könnte das semantisch wunderbar ableiten, das Wort Faschismus bleibt nicht dem Rassen- und Größenwahn bezüglich "Territorium" vorbehalten, Größenwahn herrscht auch bei den kaufkräftigen Artgenossen, bei den Gehaltswünschen der "Führungskräfte", bei den Kulturschaffenden, kurz der Wahn durchzieht alle Bereiche unserer destruktiven Gesellschaften.

Nichts ist immanenter als der tägliche Faschismus von uns allen, der uns den Fetische Besitz, Status, "Selbstentfaltung" (was nichts anderes als asoziales, hemmungslos egoistisches Verhalten, sobald man die Chance dazu hat, (im Zusammenhang mit der gesellschaftlichen Akzeptanz diesbetreffend!) ist)

Wir pervertieren jede positive Eigenschaft unserer Art und bringen uns damit um die Chance eine wirklich menschliche (im positiven Sinne) Entwicklung der Gesellschaften voranzutreiben.

Beispiele gefällig - ich nenne Ihnen gerne welche, so sie es nicht selbst in der Realität finden.

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nucky_thompson 16.07.2018, 12:52
237. @Bondurant #233

So sehe ich es auch. Es hat eindeutig Unterhaltungswert.

Ich sehe es aber auch kritisch: Die Artikel von Herrn Diez wie auch einige eindeutig Antifa-nahe Kommentatoren hier tragen massiv zu einer weiteren Spaltung der Gesellschaft bei.

Ein prominenter Vertreter der Neuen Rechten hat es als erforderlich bezeichnet, den Riss in der Gesellschaft zunächst zu vertiefen, um die Ziele der Bewegung längerfristig zu erreichen.
Was immer man von dem Mann aus Schnellroda und seinen Zielen halten mag - aus meiner Warte ist er ist ein exzellenter (meta)politischer Stratege.
Und damit ist anzunehmen, dass die lautesten Schreihälse hier am Ende die unfreiwilligen Helfer des aufziehenden konservativen Umbruchs sein werden.

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im_ernst_56 16.07.2018, 13:02
238.

Zitat von Koana
Der Faschismus ist ein Fetisch, sprich der Faschist - ob nun im Sinne eines Mussolini oder Hitler, oder eben im Sinne eines konsumsüchtigen Mitteleuropäers, ist dermaßen auf etwas getriggert, dass er schlicht jegliche Vernunft negiert, einzig um seinem Fetisch zu frönen. Konsumismus ist nicht minder mörderisch, als etwa Rassismus oder blinder Nationalismus. Das Konsumfieber spielte schon bei den Nazis eine sehr große Rolle! Man könnte das semantisch wunderbar ableiten, das Wort Faschismus bleibt nicht dem Rassen- und Größenwahn bezüglich "Territorium" vorbehalten, Größenwahn herrscht auch bei den kaufkräftigen Artgenossen, bei den Gehaltswünschen der "Führungskräfte", bei den Kulturschaffenden, kurz der Wahn durchzieht alle Bereiche unserer destruktiven Gesellschaften. Nichts ist immanenter als der tägliche Faschismus von uns allen, der uns den Fetische Besitz, Status, "Selbstentfaltung" (was nichts anderes als asoziales, hemmungslos egoistisches Verhalten, sobald man die Chance dazu hat, (im Zusammenhang mit der gesellschaftlichen Akzeptanz diesbetreffend!) ist) Wir pervertieren jede positive Eigenschaft unserer Art und bringen uns damit um die Chance eine wirklich menschliche (im positiven Sinne) Entwicklung der Gesellschaften voranzutreiben. Beispiele gefällig - ich nenne Ihnen gerne welche, so sie es nicht selbst in der Realität finden.
Fetischismus mit Faschismus gleichzusetzen ist weder semantisch, noch historisch richtig. Daran ändern auch Ihre etwas konfusen Ausführungen nichts. Machen Sie sich einfach mal sachkundig. Zur Not genügt Wikipedia.

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nucky_thompson 16.07.2018, 13:20
239. Weil es so schön passt...

... zitiere ich hier mal den Beitrag eines Foristen unter einem SPON-Artikel aus dem Jahr 2016:

-------#4 - 21.12.2016, 12:13 von 2idane
Warm anziehen
Als gestandener Alt-Linker muss ich gestehen: Im Moment sind es hierzulande eher die "Linken" (bzw. das, was neuerdings so als links firmieren darf), die es sich intellektuell und politisch erheblich zu einfach machen. Ich stehe diametral zu Kubitscheks Grundthesen, aber die Auseinandersetzung mit ihnen wird anspruchsvoll und genau sein müssen. Häme und Spott sind demgegenüber unterkomplex und verraten beschämend flaches Denken.-------

So ist es. Die Auseinandersetzung ist anspruchsvoll. Und der weit überwiegende Teil der Linken, Herrn Diez inbegriffen, ist den Ansprüchen mMn nicht gewachsen.

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