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Widerstand gegen Rechts: Es kann nicht genug Antifa geben
DPA

Heute tolerieren Leute einen Hitlergruß als Kollateralschaden ausufernder Trauer. Dabei gilt doch: Wenn Rechtsextreme marschieren, muss der Widerstand so stark sein, dass sie nicht vorankommen.

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seit1973 04.09.2018, 14:29
30. Ja, ja und nochmal ja...

...zu diesem Beitrag von Frau Stokowski. Gegeüber Neonazis mild aufzutreten wäre ebenso erfolgreich wie genüber der IS mild aufzutreten. Deren (beider) Idiotie lässt sich nicht verbieten, noch deren Meinungen, noch deren Zusammenkünfte. Unsre Gemeinschaft aber muß jeglichen aus dieser Idiotie folgenden Konsequenzen mit aller Härte der institutionellen Mittel dagenhalten.
Dazu gehören sich auch die von Jan Fleischhauer erwähnten Wasserwerfer, wobei 3 davon nicht reichen.
Ich denke, alle Intellektuellen und freiheitlich gesinnten sollten sich auch nochmal im Klaren darüber werden, daß unsre Verfassungswerte (Menschenwürdet, Gleichheit, Religionsfreiheit , Meinungsfreiheit) mit allen Mitteln einer "wehrhaften Demokratie" (Willy Brandt) verteidigt werden müssen, sonst sind sie in Zeiten politischer Schlaglochstrecken in akuter Gefahr.
Der Staat darf Rassismus NIE tolerieren, oder den Kampf dagegen vernachlässigen, dies würde unser Gemeinwesen letztendlich zerstören. Auch wenn Heiko Maas die Bürger aufruft "Gesicht zu zeigen", so ist doch die Politik gefragt, hier schlagkräftige Gegenmaßnahmen zu präsentieren. Dazu würde z.B. eine Art GSG 9 - eine Tas-Force oder schnelle Eingreiftruppe - für den Schutz von gafährdeten Minderheiten gehören. Der Staat darf den Neonazis und dem andren braunen Mob nicht das Gefühl vermitteln, er lasse ihnen die Ausschreitungen durchgehen.
Hierzu muß es auch eine drastische Verschärfung des Strafmaßes für rassistisch motivierte Taten geben, dies wäre sicher unkomliziert in der Umsetzung.
Wir müssen begreifen, daß DAS, was den Naziterror des 3 Reiches in seiner Art einzigartig und unmenschlicher macht, als alle anderen politischen Katastrophen weltweit, eben der RASSISMUS war.
Dies dürfen wir als Bürger dieses nun freien Staates, der sich in zig Jahren nach dem Krieg die Achtung der Weltgemeinschaft errungen hat, NIEMALS vergessen.
Die begreife ich als meine deutsche Identität. Nehmt den braunen die Deutschland-Fahnen aus der Hand, tragt sie selber, und stellt genug Wasserwerfer bereit.
dann können wir uns alle als anständige Bürger auch morgens in den Spiegel schauen.
Frau Stokowsi, ich glaube, das haben Sie gemeint, oder?
Ich jedenfalls bin 100% dàccord mit Ihnen.

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Juro vom Koselbruch 04.09.2018, 14:30
31. So unangenehm ....

... oder unpassend es manchmal scheinen mag: Es gilt der Rechtsstaat und das Gesetz, sprich die Verfassung
Frau Stokowski schreibt: "Dabei gilt doch: Wenn Rechtsextreme marschieren, muss der Widerstand so stark sein, dass sie nicht vorankommen."

Wenn eine Demonstration von Rechtsextremen staatlich genehmigt wurde und von dort keine Straftaten ausgehen, müssen die vorankommen dürfen. Ob mir das passt oder nicht.
Wer sich dem entegegenstellen möchte, sie an der Ausübung ihres dann offensichtlich genehmigten Rechts hindern will, versucht sein persönlich subjektiv aufgefasstes "Recht" in die Hand zu nehmen.

Wie die "Rechten" einerseits keinerlei Recht haben, auf Tötungsdelikte von Migranten hin Jagd auf Migranten oder fremd aussehende Menschen oder überhaupt auf Menschen zu machen, so haben auch andere andererseits nicht das Recht, sich Teilnehmern von genehmigten Demonstrationen in den Weg zu stellen.

Das Gewaltmonopol liegt eindeutig beim Staat. Auch noch so sympathisch erscheinende "Selbstjustiz" ist daneben, wirkt unnötig provozierend und schafft gar nicht so nebenbei dann auch noch völlig ungewollt aber hochwirksam Märtytrerlegenden.
Weimar ging unter anderem auch daran zu Grunde, dass der Rechtsstaat von verschiedenen Seiten her nicht (mehr) akzeptiert wurde.

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tz33 04.09.2018, 14:30
32. Ohne relativieren zu wollen,

aber es ist tatsächlich der Linksradikalismus und die Gewaltbereitschaft linker Gruppierungen die seit 2012 in diesem Lande viel , viel stärker zugenommen haben als ihr Pendant von Rechts. Auch in absoluten Zahlen, wie uns der aktuelle Verfassungsschutzbericht zeigt. Die Lager, die die Linken für Andersdenkende bauen würden wenn sie könnten, unterscheiden sie in keiner Weise von denen der Rechten....

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Martin H. 04.09.2018, 14:31
33. Mobilmachung linksradikaler Kräfte ist ein Fehler

Zitat von linksrechts
Wer die Antifa mit einigen wenigen Schlägern gleichsetzt und als "Staatsfeind" bezeichnet, macht es sich nicht nur sehr einfach, sondern macht es vor allem falsch. Die Antifa leistet in Deutschland einen ganzen Haufen Bildungs-, Informations- und Mobilisierungsarbeit, die dazu beiträgt, dass es in diesem Land nicht noch düsterer wird, und wer all das ausblendet, hat entweder schäbig recherchiert oder will es nicht besser wissen.
Mag sein, dass die Antifa einen ganzen Haufen Bildungs-, Informations- und Mobilisierungsarbeit leistet. Sie leistet aber eben nicht nur das. Für die meisten Menschen werden damit nun mal linksradikale Gruppe verbunden, von denen auch gewaltbereite dabei sind. Ich halte den Aufruf für mehr Antifa für einen Fehler. Ein Aufruf dafür, dass es mehr Menschen aus der demokratischen Mitte braucht, die sich aktiv gegen Rechts stellen, halte ich für sinnvoller als eine Mobilmachung linksradikaler Kräfte und dem dem Versuch damit unterschwellig den Begriff "Antifa" salonfähiger in der Gesellschaft zu machen.

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remixbeb 04.09.2018, 14:32
34. der Begriff

Der Begriff "Antifaschist" ist inzwischen tatsächlich so verdreht worden, dass es nicht mehr schön ist. Auch ich bin ein Antifaschist. Im ganz ursprünglichen Wortsinn: gegen Faschisten! Ich bin weder für Gewalt, noch Radikalität. Aber eben gegen Faschismus. Wenn mich deshalb einige Leute in die terroristische Ecke stecken, sollen sie es halt. Das zeigt, wie strunzdumm diese Debatte inzwischen geworden ist.

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macb 04.09.2018, 14:32
35. Es kann nicht genug AntiFa geben?

Schon den G20 und die Ausschreitungen der Linken vergessen?Aber von SPON erwarte ich mir eigentlich nichts anderes!Wir brauchen weder Links- noch Rechtsextreme, wobei mir der Staat eher auf dem linken Auge blind erscheint!

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roulaison 04.09.2018, 14:33
36. Wehrhafte Demokratie.

Gewalt ist in bestimmten Fällen sogar in der Verfassung als zulässig verankert. Wenn die Demokratie angegriffen wird.
Ich positioniere mich an ihrer Seite. Nazis raus.

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pom_muc 04.09.2018, 14:33
37.

Das Problem dabei ist dass Stokowski & Co. alles als "rechtsextrem" klassifizieren was nicht der eigenen Ideologie entspricht.
Wer in D kriminelle Ausländer abschieben will wird als "rechtsextrem" bezeichnet. Wer eine Obergrenze von Zuwanderung will gilt als "rechtsextremer Menschenfeind".
Man sieht das schön bei der Linken die ja innerlich zerrissen erscheint weil Wagenknecht nicht weiter dem Dogma "Keine Obergrenze" hinter her laufen will.
https://www.express.de/news/politik-und-wirtschaft/interview-sahra-wagenknecht---es-koennen-nicht-alle-fluechtlinge-kommen--23710068

Oder wenn Politiker der Linken plötzlich "rechtsextreme" Positionen übernehmen.
https://www.welt.de/politik/deutschland/plus181410322/Frankfurt-Oder-Oberbuergermeister-Rene-Wilke-will-kriminelle-Syrer-ausweisen.html

An was macht Stokowski eigentlich "rechtsextremes" Verhalten fest?
An Leuten die die Faust zum "Arbeitergruss" ballen?
https://de.wikipedia.org/wiki/Roter_Frontkämpferbund
An schwarz gekleideten Menschen die Menschen verletzen?
"Er soll dabei Flaschen gegen Polizisten geworfen und einem unbekannten Passanten einen Faustschlag gegen den Oberkörper versetzt haben, als dieser ihn zur Rede stellen wollte."
https://www.limmattalerzeitung.ch/limmattal/zuerich/g20-flaschenwerfer-ist-zuercher-gastronom-nun-drohen-ihm-10-jahre-gefaengnis-131574579

Es ist ja nicht so dass Linke nicht Geschäfte plündern oder unliebsame Gebäude in Brand setzen würden. Auch Gewalt gegen den politischen Gegner schließt man nicht aus.
Nicht umsonst präsentierten die "Gegendemonstranten" in Chemnitz ein Plakat auf dem sie sich als "militant" bezeichneten. Oder reden vom "zertreten" des politischen Gegners.

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froileink 04.09.2018, 14:33
38.

Danke für diesen Artikel! Ich hoffe, dass viele ihn sich zu Herzen nehmen und sich der Antifa anschließen. Es ist vollkommen egal in was für einer Art und Weise man das macht. Das kann innerhalb des Familien und Bekanntenkreises sein, wenn jemand Rechte Thesen verbreitet oder (noch besser) die aktive Teilnahme an Demonstrationen. Und ja, man kann sich auch einer der vielen Antifa Gruppen anschließen. Wichtig ist nur, dass man etwas gegen den Rechtsdruck unternimmt!

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adal_ 04.09.2018, 14:34
39. Antifaschismus und die Antifa sind zwei paar Stiefel

Zitat von anna.bell.1850
... Antifaschismus ist kein Alleinstellungsmerkmal der radikalen Linken....
Eben. Das Problem ist nur, dass die linksradikale Antifa ihrerseits den Respekt vor Demokratie und Rechtsstaatlichkeit vermissen lässt und in diesem Punkt den Rechtsradikalen ähnelt, was es jedem Verteidiger des demokratischen Rechtsstaats unmöglich machen sollte, sich mit diesen Leuten gemein zu machen.

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