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Widerstand gegen Rechts: Es kann nicht genug Antifa geben
DPA

Heute tolerieren Leute einen Hitlergruß als Kollateralschaden ausufernder Trauer. Dabei gilt doch: Wenn Rechtsextreme marschieren, muss der Widerstand so stark sein, dass sie nicht vorankommen.

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sinnmacher 04.09.2018, 14:35
40. Ist das Ausgleich?

Wenn Menschen wie Frau Stokowski, also Journalisten im Besitz der einzig gültigen Wahrheit und dem Drang, dem Rest der Welt mit einem kilometerlangen Zeigefinger von oben herab den richtigen Weg zu weisen, weiterhin ihr schwarz-weiß-Bild malen, werden viele Menschen, die ihren Standards offenbar nicht genügen, sich sagen: "Na, dann bin ich wohl ein Nazi. Dann ist es auch schon egal!" Und was wählen die dann wohl? Die Menschen in Chemnitz haben Sie bereits verloren.

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playintime 04.09.2018, 14:36
41.

Zitat von Boone
Widerstand forciert immer Gegen-Widerstand. Ein dümmerer Weg ist kaum denkbar. Kluge Menschen suchen und finden den kleinsten gemeinsamen Nenner und nutzen ihn als ersten Baustein für eine neue Gemeinsamkeit, denn die sogenannten gewaltigen Unterschiede, sind idealistischer Natur und weit weniger real, als manch ein Ego es glauben mag.
Eben. Kluge Menschen. Kluge Menschen zeigen aber keinen Hitlergruß, jagen keine Fremden, nur weil sie dunkler als wir aussehen und greifen keine Journalisten an. Wenn nur kluge Menschen den kleinsten gemeinsamen Rest suchen, was wird mit dem Rest?

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PJanik 04.09.2018, 14:36
42. Ich finde es putzig das wir linken hier mit zweierlei Maß messen...

Was passiert den man in dem Satz

"Wer die Antifa mit einigen wenigen Schlägern gleichsetzt und als "Staatsfeind" bezeichnet, macht es sich nicht nur sehr einfach, sondern macht es vor allem falsch. Die Antifa leistet in Deutschland einen ganzen Haufen Bildungs-, Informations- und Mobilisierungsarbeit, die dazu beiträgt, dass es in diesem Land nicht noch düsterer wird, und wer all das ausblendet, hat entweder schäbig recherchiert oder will es nicht besser wissen."

das Wort Antifa mit Rechtskonservativen ersetzt?
Wir haben mindestens zwei Optionen, uns von den Extremisten beider Seiten aufhetzen zu lassen (AntiFa Schläger und Neo-Nazi Schläger sowie deren Sprachrohre).
Oder wir grenzen BEIDE Extreme aus. Und setzen uns demokratisch mir unseren Weltbildern auseinander und versuchen ein GEMEINSAMES Haus neu auf zu stellen.
Damit wird keine Seite 100% zufrieden sein, aber man kann sich seine Mitmenschen halt nicht aussuchen, man kann nur mit denen reden und arbeiten die da sind.

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gewappnetTS 04.09.2018, 14:37
43. Straßenkämpfe haben nicht zum Erhalt der Demokratie beigetragen

Zitat von M._Kohlhaas
Das wurde in den '30ern schon mal versucht, hieß damals "Appeasement" und es hat nicht sehr gut funktioniert.
Aber die Straßenkämpfe in der Weimarer Republik zwischen SA und Roter Frontkämpferbund auch nicht. Im Gegenteil, diese Gewaltexzesse haben erst recht der Demokratie das Genick gebrochen, denn die "gemäßigten Bürger" waren davon verschreckt und haben dem bestehenden, demokratischen Staat die Schuld dafür gegeben.

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urbanism 04.09.2018, 14:38
44. die Antifa bekämpft die Wirkung aber nicht die Ursache

das ganze hat nur einen Denkfehler. Sie benötigen die Antifa um die Wirkung einzuschränken und somit wird eher die Gewalt ausgedehnt als dass das Problem gelöst wird. Die Ursache des Rechtsradikalen liegt doch in der fehlerhaften Politik der etablierten Parteien. Wenn die etablierten Parteien nicht verstehen oder überfordert sind alle Menschen in diesem Land mit zunehmen, haben wir hier das Problem und da bringt die Antifa gar nichts, außer wie bisher Gewaltexzesse.

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HomerJ 04.09.2018, 14:38
45. Danke Frau Stokowski

für den Beitrag. Antifa war, ist und bleibt wichtig im Kampf gegen Faschismus und Faschisten. Mit einem Verfassungsschutz, Politiker und Bürger die die rechte Bedrohung kleinreden, relativieren oder verniedlichen bin ich sehr sehr froh, dass es diese mutigen Frauen und Männer gibt, die sich dem Nazidreck in den Weg stellen. Alerta Alerta Antifascista

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Whatsoever 04.09.2018, 14:38
46. Guter Artikel

Wer glaubt eigentlich noch, dass man die AfD irgendwie durch das, was man sagt, beeinflussen kann - positiv beeinflussen? Dass man da irgendeine Macht hätte? Wieso merken nur so wenige, dass wir längst vorgeführt werden? Es ist kindliches Verhalten zu glauben, wenn ich nur lieb genug bin, sind es meine Eltern auch. Wenn man angegriffen wird, kann man auf verschiedene Weise damit umgehen. Aber weglaufen ist nicht immer die optimale, und auch nicht die Angriffsenergie an mir vorbeileiten und mich taub stellen, als würde ich nichts merken. Und auch den "kleinsten gemeinsamen Nenner" zu finden taugt nur was, wenn die andere Seite auch nur annähernd den EIndruck macht, als sei sie selbst daran interessiert. Manchmal muss man sich dem Angriff stellen. Augen aufmachen und sehen, was wirklich ist - auch wenn man erst mal einen Schreck kriegt, dass die Sache vielleicht doch nicht ganz so harmlos ist.

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cladwell 04.09.2018, 14:38
47. so, so gegen Menschenfeindlichkeit

Zitat aus dem Artikel:
"Radikal heißt in diesem Fall: breit aufgestellt, unnachgiebig, keine Menschenfeindlichkeit duldend"

was ist das denn sonst, was in dem Artikel (und einer Reihe von Kommentaren) befürwortet wird?
Es gab da mal jemand, wie hieß der denn noch gleich, der hierzu mal einen Alternativentwurf formuliert hat. Ach ja, ich glaube Jesus oder so.....

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sven2016 04.09.2018, 14:39
48.

Es kommt halt immer darauf an wie man den unscharfen Begriff „Antifa“ verwenden will.

Für Trump gehört inzwischen jeder Kritiker zur Antifa (Schimpfwort ähnlich zu „Liberal“, nur mit mehr Action), in Deutschland haben ganz unterschiedliche Gruppen den Begriff gekapert, entweder für sich (Schwarzer Block) oder zur Kriminalisierung anderer (CSU, BKA).

Besser, man vergisst solche ablenkenden Schubladen und bewertet Menschen, Gruppen und Demos nach ihren Inhalten.
Pegidas etc. sind auch nicht einfach „Nazis“, sondern durchaus auch dumme Deutsche, die die Welt nur nicht verstehen. Ist ein Unterschied.
„Antifa“ sollte man im historischen Kontext belassen - schon da war er als Begriff umstritten, weil ihn sowjetische Ideologie ausschließlich für ihre Follower beanspruchte.

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postbote101 04.09.2018, 14:39
49.

Frau Stokowski, Sie schreiben sich das Leben auch irgendwie schön.
Die linksextremen gehören definitiv in dieselbe Schublade wie die rechtsextremen. Für mich besteht da kein Unterschied mehr. Jeder Extremist wird am Ende über Leichen gehen, nur um die eigene Weltanschauung durchzusetzen.

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