Forum: Kultur
Wie weit geht die Print-Krise?

"Vanity Fair" ist das jüngste Opfer des Zeischriftensterbens. Wie weit geht die aktuelle Print-Krise?

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Rochus 18.02.2009, 14:07
1. Na ja, wenn ich so den Printspiegel zur Hand nehme ...

Zitat von sysop
"Vanity Fair" ist das jüngste Opfer des Zeischriftensterbens. Wie weit geht die aktuelle Print-Krise?
Jahrzehntelang habe ich beim Spiegel beim Blättern und Lesen vorwiegend die linken Seiten beachtet. Auf diese Weise habe 80% der Werbung ausgeblendet.
Wenn ich das mit den aktuellen Ausgaben mache, entgehen mir 50% der Artikel: es gibt kaum noch Anzeigen. Ich muß jetzt schon suchen und finde vor allem die üblichen Verdächtigen, die ohnehin aufs Jahr 100 Seiten gebucht und dafür fette Prozente rausgeprügelt haben.
Ja, ein bißchen Sorgen mache ich mir um den Soiegel: wie lange kann man ein gutes Nachrichtenmagazon machen, ohne Anzeigenkunden?
@PRINTSPIEGEL: viel Glück
Rochus

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Dunstmokel 18.02.2009, 14:19
2. Titel die die Printwelt nicht braucht

Im akt. Spiegel (Printausgabe) geht es erneut um Printjournalismus und Blogger.
Warum stellen sich (Print)Journalisten nicht die Frage, ob sie nicht selber (insbes. Herrn Poschi, den 1. Schäffe von VF) das von Ihnen hochgehaltene Schild vom Printqualitätsjournalismus zerstören, wenn solche unnötigen Papiervernichter wie VF auf dem Markt kommen und das Verkaufsregal noch enger machen?

Was der Printmarkt benötigt ist mehr von Spiegel Geschichte, GEO Epoche, mare! Und weniger von VF, Bunte/Focus, Glamour, Celebrity und diesen Unmengen an "Super-Freizeit-Spaß-Frau"-Titeln!
So lange es noch Titel wie Spiegel Geschichte, GEO Epoche, mare & Co. gibt, glaube ich noch an Qualitätsjournalismus ... so lange Titel wie VF früher eingestellt werden und wieder für einen besseren Überblick im Verkaufsregal zulassen.

Wie war das noch ... Movers, Shaker, Lohas... das sind alles Anzeigenverkaufstitel die nur von Sonder- und Bordverkäufen leben (siehe IVW-Daten), liebe Herren Horx, Burda, Welte & Co.

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Adran 18.02.2009, 14:21
3.

2009 ist ein gutes Jahr Banken zu gründen..

2010-11 wird ein gutes Jahr um Magazine, zeitungen, Zeitschriften zu gründen.
Aber auch beim Fernsehn sieht es dann nicht anders aus. Kleine Nischenprogramme sterben da auch schon, und dann kommen die großen dran, die einerseits Einnahmerückgänge, anderseits Schulden haben.
Also trifft die Krise nicht nur Print, sondern alle Medien..

Also ab 2011 wird es dann Zeit für Neugründungen ;)

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Pablo alto 18.02.2009, 15:11
4. Tief moved und schwer shaked

Mover & Shaker? Das war demnach ein Blatt für Möbelpacker (Movers) und Mixbecher (Shakers)? Small wonder, dass that not geworked has.

Einfach wieder Bunte lesen oder Stern. Geht doch auch.

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Frau Wutz 18.02.2009, 15:34
5. Krise?

Zitat von sysop
"Vanity Fair" ist das jüngste Opfer des Zeischriftensterbens. Wie weit geht die aktuelle Print-Krise?
Für mich war es eher Ausdruck einer Krise, dass ein solch aufgeblasenes Heftchen wie "Vanity Fair" sich überhaupt am Markt hat halten können.

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mooksberlin 18.02.2009, 15:38
6. Vf

Mal wieder ne gute Nachricht, dass so ein Schrottmagazin wie VF die Segel streicht. Dann muss sich Graf Alexander von Schönburg-Glauchau ( der Bruder von Gloria v. T&T) nun wohl wieder der Kunst des stilvollen Verarmens widmen.
Seine Kolumnen wie die, in welcher er den neuen Wirtschaftsminister über den grünen Klee lobten, waren vor Peinlickeit kaum zu übertreffen. Habe VF übrigens nur gelesen weil es in meinem Fitnessclub kostenlos abgegeben wurde :)

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Plethon 18.02.2009, 15:40
7.

Keiner wird dem Ramsch einer Träne hinterher weinen! Es sollten noch mehrer andere Zeitschriften vom Markt verschwinden; Blatt-Material-Umweltverschmutzung diese "Zeitschriften"!

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berufszyniker 18.02.2009, 15:46
8. Byebye, Ms American Pie...

Erst Wall-Mart und nun Vanity Fair.
Es ist augenscheinlich, dass sich nicht jede amrikanische Idee in Deutschland hält.

Ich denke, das liegt nicht am schwächelnden Anzeigenmarkt. Das ist lediglich eine typische anglo-amerikanische Art der Erklärung, um die Verantwortung jemanden unterzuschieben, der eigentlich nur auf etwas regaiert hat, was die Manager nicht unter Kontrolle hatten: Das Interesse der Leserschaft.

Die Wahrheit ist: In Deutschland hat sich nun mal keiner Interesse an diesem Glitzermedium gezeigt.

Gut so, Deutschland - mehr davon!
Liebe Grüße aus der Realität

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enrico_f 18.02.2009, 15:48
9. War da was?

Zitat von Frau Wutz
Für mich war es eher Ausdruck einer Krise, dass ein solch aufgeblasenes Heftchen wie "Vanity Fair" sich überhaupt am Markt hat halten können.
danke für die treffende Anmerkung: Hab die VF im 'Zwangsabo' im Münchner Verkehrverbund und noch nicht EINEN Artikel gelesen ...

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