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Wie wir alles kaputtmachen: Das Grauen hinterm Gartenzaun
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Wo ist nur die Liebe hin? Anstelle von Mitgefühl und Freude tragen die Menschen nur noch Verachtung in der Brust. Uns steht eine traurige Zukunft bevor.

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Artist.A 24.09.2017, 09:18
30. Danke für den perfekten Artikel.

Es trifft mich direkt in der Seele. Toda Raba.

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alterknacker54 24.09.2017, 09:20
31. Hey, der ist gut!

Zitat von PaulZ
Wir haben ein Wirtschaftssystem, das auf unendliches Wachstum ausgerichtet ist, ohne sich um endliche Größen, wie Ressourcen oder Käufer, zu scheren. Immer mehr Staaten machen dabei mit, deswegen wird es auf dem Weltmarkt immer enger. Druck erzeugt Hitze. Unsere neue Gewalt ist im Grunde Gegengewalt gegen uns selbst, wir verteidigen das System, das uns zerstört. Der Apparat, der uns befähigen würde, die freigesetzte Energie sinnvoll zu nutzen, das Gehirn, schmilzt leider in der Glut.
Vielleicht sollte man noch ergänzen, dass dieses bescheuerte Wirtschaftssystem, welches immer weiter auf Wachstum setzt, "Kapitalismus" heißt. Wachstumsfetischisten: Wie endlos kann man eigentlich in einem begrenzten System (In diesem Fall unser aller Planet) wachsen? Ach so, no Chance - die Hirne sind ja schon geschmolzen...

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moev 24.09.2017, 09:45
32.

Zitat von
So wird das werden. Alles andere wäre ja komplett sinnlos.
Woher die irrige Annahme es gäbe einen Sinn hinter der Existenz? Wir sind ein kosmischer Zufall ohne jeden Sinn dahinter und genauso werden wir vergehen.

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tgastar65 24.09.2017, 09:56
33. Liebe in Zeiten der Shisha

Zitat von Beauregard
literarischer Text für die Wahl morgen. Für unsere AFD-wählenden Nachbarn. Aber die werden die Kolumne nicht lesen, und wenn sie sie lesen, werden sie sie nicht verstehen. Und wenn sie sie im Ansatz verstehen, werden sie sagen, was hat das damit zu tun, daß ich Angst habe vor Leuten, die anders aussehen.
Da muss ich Sie enttäuschen: ich habe den Artikel aufmerksam gelesen und verstanden, zuzugeben lyrisch durchaus wertvoll, inhaltlich Geschmacksache wie eine Shisha. Offenkundig geht es um Liebe und Hass und auch Gartenzäune kamen vor, journalistische Semiotik adressiert an spießige Kleinbürger mit dem Intellekt von Gartenzwergen. Habe ich das richtig verstanden, Frau Berg?

Sie ahnen schon, ich mag keine Shishas, denn erfahrungsgemäß erzeugt auch Liebe einen rauschartigen Trancezustand, während ein mäßiger, gesunder Hass wie eine Impfung gegenüber denjenigen schützen kann, die meine Urteilsfähigkeit in Frage stellen, damit ihre propagierte Toleranz exklusiv für mich opfern und mir anschließend für ihre Luftschlösser die Rechnung schicken, während die Baugenehmigung noch aussteht.

So jemanden wird man doch wohl noch ein bißchen „dissen“ dürfen. Sein Sie doch mal tolerant. Insofern viel Erfolg beim „Love&Peace“-Projekt Almanija, es wird genauso an sich selbst scheitern, wie seinerzeit „Großdeutschland“.

So wird das werden. Alles andere wäre doch komplett sinnlos.

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decathlone 24.09.2017, 10:04
34. Es scheint leider so ...

dass 2 oder 3 Generationen nach dem letzten großen Weltenbrand die bitteren Lektionen schon wieder vergessen sind. Man will wieder greater sein. Notfalls auf Kosten der Anderen und ergeht sich in Separatismus anstatt Frieden und gegenseitiges Vertrauen zu fördern. Helmut Schmidt hat gesagt, es sei besser 100 mal zu verhandeln statt einmal in den Krieg zu ziehen. Stattdessen droht man sich wieder mit der totalen Vernichtung oder überfällt Nachbarn.

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larslarsson 24.09.2017, 10:29
35. Wow

@ 15
Sie machen es richtig. Da bin ich noch nicht, aber da will ich hin.

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flux71 24.09.2017, 10:34
36.

Vielen lieben Dank für diese Kolumne. Sie spricht mir aus der Seele. An einem Morgen, an dem der Oberhasser Präsi Menschen öffentlich als Hurensöhne beschimpfen darf und Bomber los schickt, an einem Tag, dessen Abend im Desaster zu enden droht: Danke für die wohligen Worte. Menschen, die so denken, sind nicht allein! Es gibt sie noch, die, die die Wut nicht wollen. Die hässlichen Fratzen sind ja auch nicht zu ertragen.

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larslarsson 24.09.2017, 11:05
37. Selbsterkenntnis

Ich bin auch so ein Hasser geworden.
Wusste mir irgendwann nicht mehr anders zu helfen.
Aber so langsam erkenne ich es und fange an dem entgegen zu wirken.
Manchmal sehr mühsam, aber nur so wird es funktionieren. Ich zeige immer Empathie, doch gleichzeitig hasse ich auch. Bin immer mit den Armen und Schwachen, aber gleichzeitig gegen die Starken und Mächtigen. Ich bin ein aggressiver Autofahrer, Arbeitnehmer, Patient, Kunde....
Aber damit ist nun Schluss. Operation Selbsterkenntnis. Ich möchte meinen Kindern ein Vorbild sein und lernen zu lieben und zu verzeihen. Ich weiß, mit 44 etwas spät, aber lieber zu spät als nie. Und genau u.U. Artikel, wie dieser, haben mich zum umdenken bewegt. Dafür, Frau Berg, vielen lieben Dank.

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Sumerer 24.09.2017, 11:14
38.

Zitat von moev
Woher die irrige Annahme es gäbe einen Sinn hinter der Existenz? Wir sind ein kosmischer Zufall ohne jeden Sinn dahinter und genauso werden wir vergehen.
Der Sinn des Seins ergibt sich mit und nicht hinter oder nach einer Existenz. Ich bin auch nicht zufällig zu Stande gekommen. Da steckte schon die Absicht meiner Eltern dahinter sich zu reproduzieren. Wenigsten das sollte ihnen auch Freude bereitet haben. Das ist ja auch schon einmal etwas Sinn vermittelndes.

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motzbrocken 24.09.2017, 11:55
39. Herzlichen

Dank. Sie sprechen nein, schreiben mir aus der Seele.

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