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Wikipedia-Sendepause: Wo steht nochmal das Lexikon?
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Was tun, wenn man das Weltwissen anzapfen will - und Wikipedia Pause macht? Es mal mit einem guten alten Lexikon versuchen. Mal schauen, was der Wissensstand von 1895 zu aktuellen Debatten sagt.

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heissSPOrN 21.03.2019, 19:33
20.

Ich verstehe nach wie vor nicht, warum bei mir die Wikipedia, die doch heute stillgelegt sein soll, wie gewöhnlich funktioniert. Auf deutsch, aus Deutschland, ohne Probleme. Lebe ich in einem Paralleluniversum, oder kann mir das ein technikaffiner User hier erklären?

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Stefan_Schmidt 21.03.2019, 20:36
21. Die Wikipedia-App funktioniert auch heute

- und auch auf Deutsch. Aber schöne Anekdote darüber, dass wir heutzutage buchstäblich auf die Modernität, Wachsamkeit und Weltoffenheit von Jugendlichen angewiesen sind. Nochmal deutlicher: ohne die *noch nicht Erwachsenen* wäre es in einigen Bereichen deutlich schlechter bestellt um eine *erwachsene* Debatte über sehr weitreichende Weichenstellungen (wie z. B. die Urheberrechtsreform) in der sich rasant entwickelnden digitalen Welt. Trauriger Zustand, liebe Erwachsenen. Solange ein erheblicher Teil derjenigen, die in dieser Debatte auf der Höhe der Zeit sind, noch nicht wählen dürfen, ist es unsere verdammte Pflicht als Erwachsene, die Lücke zu schließen. Kurz: sobald es um Digitales geht, bitte IMMER auch Teenies zu Rate ziehen, da sie uns oft einiges voraushaben.

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spontiki 21.03.2019, 20:38
22. Wiki App funktioniert auch heute

Zitat von heissSPOrN
Ich verstehe nach wie vor nicht, warum bei mir die Wikipedia, die doch heute stillgelegt sein soll, wie gewöhnlich funktioniert. Auf deutsch, aus Deutschland, ohne Probleme. Lebe ich in einem Paralleluniversum, oder kann mir das ein technikaffiner User hier erklären?
Sie lesen die Wikipedia offenbar via App. Diese funktioniert auch heute problemlos.

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huelsebus 21.03.2019, 20:59
23. Es geht auch um Geld ..

.. für die Verlage. Das ist berechtigt, denn, wie der Artikel schon sagt: dem Urheber steht es zu, Geld zu bekommen. Es werden auch keine Freiheiten eingeschränkt, es kann schließlich auch weiterhin alles überall hochgeladen werden. Nur halt nicht mehr kostenlos. Das führt, natürlich, dazu, das weniger hochgeladen, oder „geteilt“ wird, was den Plattformen, deren Geschäftsmodell auch geteilte Inhalte mit eingestreuter Werbung sind, nicht recht sein kann, daher der Widerstand von unter anderem Google. So einfach ist das. Schön wäre, wenn Sie beim Spiegel das genauso einfach - und ehrlich - erklären würden. Schreiben, was ist, Leute. Wikipedia hier durch die Hintertür zu instrumentalisieren, scheint zu funktionieren, und wirft mithin kein gutes Licht auf den Spiegel.

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Carsten Guse 21.03.2019, 21:06
24. JavaScript

abschalten, dann ist Wikipedia wieder "angeschaltet". Könnte sein, daß dann unwichtige Seiten nicht wie gewohnt funktionieren.

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rastlos2 21.03.2019, 21:35
25.

Natürlich geht's ohne Wikipedia. Ist sogar besser so. Viel zu viele Artikel, die besser von unabhängigen Experten geschrieben sein sollten und doch von Laien besetzt sind. Schwarmintelligenz. Hauptsache eine Quelle, die nichts kostet. (außer Nerven)

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sekr 21.03.2019, 21:49
26. falls jemand schon mal...

...was von wayback gehört haben sollte: da ging fast alles.
aber manches war auch ein paar jahre alt... :-)
und ich hab zwar keinen genauen plan, was heute los war: aber finde ich trotzdem gut.
glaube ich...

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Sendungsverfolger 21.03.2019, 21:54
27. Ja und nein

Zitat von huelsebus
.. für die Verlage. Das ist berechtigt, denn, wie der Artikel schon sagt: dem Urheber steht es zu, Geld zu bekommen. Es werden auch keine Freiheiten eingeschränkt, es kann schließlich auch weiterhin alles überall hochgeladen werden. Nur halt nicht mehr kostenlos. Das führt, natürlich, dazu, das weniger hochgeladen, oder „geteilt“ wird, was den Plattformen, deren Geschäftsmodell auch geteilte Inhalte mit eingestreuter Werbung sind, nicht recht sein kann, daher der Widerstand von unter anderem Google. So einfach ist das. Schön wäre, wenn Sie beim Spiegel das genauso einfach - und ehrlich - erklären würden. Schreiben, was ist, Leute. Wikipedia hier durch die Hintertür zu instrumentalisieren, scheint zu funktionieren, und wirft mithin kein gutes Licht auf den Spiegel.
Ja, es geht um Geld. Nein, so einfach ist es nicht. Es ist technisch, rechtlich und tatsächlich nicht so einfach, wie es sich Lieschen Müller aka huelsebus vorstellt. Und Google & Co macht das mal gar nicht soviel aus, weil die nämlich - im Gegensatz zu kleineren Klitschen, durchaus in der Lage sind, sowas Ähnliches wie Upload-Filter (fünktionierende "Urheberverstoß"-Filter gibt es nicht und wird es nie geben) zu installieren, um dann dem Gesetz genüge zu tun. Andere können sich das schlicht nicht leisten - ergo: Konkurrenz erledigt. Und haben Sie mal nachgedacht, warum Sie selbst "Geld für Verlage" schreiben und nicht "Geld für Urheber"? Das ist nämlich nicht dasselbe und der nächste Haken bei der Geschichte. Denken Sie mal ein wenig drüber nach. Und so gibt es bei Art. 11 und 13 noch mehrere Pferdefüße. Die Idee ist prinzipiell gut, die Ausführung aber nicht nur besch...eiden, sondern auch noch gefährlich. Und wie bei der DSGVO schaffen sich hier Lobby-Juristen ihre eigenen Existenzberechtigungen. Ziemlich gefährliches Spiel, wenn man dem tatenlos zuschaut.

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briancornway 21.03.2019, 22:44
28. Nicht der Punkt

Zitat von hansdampfabcdefgh
Ohne den Beitrag gelesen zu haben: Ich lese die englische Wikipedia, wenn die dt. Version nicht funktionieren sollte.
Ist ja auch klar, dann soll das Volk eben Kuchen essen.

Sie sollten den Artikel trotzdem lesen.
Er drückt sehr schön das Gefühl aus, sich den ganzen Leuten überlegen zu fühlen, die ohne Internet nicht mal ihre Nase finden, und die unangenehme Erkenntnis, dass selbst die Ü40er sich schon bis in den Bereich der Abhängigkeit an die Möglichkeiten gewöhnt haben.

So sehr ich Wikipedia schätze:
Ich freue mich drauf, dass man irgendwann wieder einen Menschen fragen muss, wenn man etwas herausfinden will.

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cuauti 21.03.2019, 23:04
29. Die Anzahl der Neuronen

Dass die ehrwürdige Encyclopidia Brittanica in relevanten Artikeln Wikipepia unterliegt, ist unvermeidlich. Hier arbeiten mehr Neuronen zusammen. Wikipedia ist Ergebnis von Emergenz. 100 & 100 ergibt dann 300 & und nicht 200.

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