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Wirtschaftsdoku "American Factory": Warum die Obamas diese Netflix-Produktion pushen
Netflix

Was passiert, wenn ein chinesischer Konzern in den USA als Arbeitgeber auftritt? "American Factory" ist ein packender Film, der dank eines Deals zwischen den Obamas und Netflix nun weltweit zu sehen ist.

narendranar 22.08.2019, 10:50
1. "Roboter"

Und diese Roboter, die Menschen ersetzen sollen, müssen wiederum von sehr teuren menschlichen Fachkräften programmiert, geupdated und gewartet werden.
Machen dennoch viel mehr Fehler als Menschen bei alltgl. Aufgaben und benötigen ebenfalls teure Ersatzteile.
Die Rechnung geht nicht auf.

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Galluss 22.08.2019, 11:28
2. Deshalb verzog sich GM. Und wegen der Qualitätsprobleme.

"Früher, als hier noch GM Autos baute, habe ich 29 Dollar in der Stunde verdient."

Über die positiven Aspekt einer Industrieansiedlung wird hier in der üblichen Tendenz nicht berichtet. Dabei sind Arbeitsplätze und Betriebssteuern das, was jeden Politiker veranlasst, bei Unternehmen die Klinken zu putzen, damit sie Fabriken in seiner Region bauen. Ein Politiker, der die Mafia-Gewerkschaften der USA vertritt, hat nicht den richtigen Umgang.

Mir ist bekannt, dass die Belegschaft im neuen VW-Werke in Chattanooga (Tennessee) nicht die "Unions" wollte, weil sie dadurch von der Mafia ausgepresst werden. Nur VW wollte. Weil eine von der Mafia disziplinierte Arbeiterschaft bequemer ist. Diese Prinzip verfolgte schon Henry Ford in den 20-er Jahren, der mit seinem Sicherheitschef Harry Bennett die Belegschaft regelrecht terrorisierte.

In Deutschland gibt es durch die mit Aufsichtsratspöstchen und hohen Stellungen gekauften Gewerkschaften ähnliche Tendenzen in den Betrieben. Es geht nicht um Interessenvertretung der Arbeitnehmerschaft, sondern um Disziplinierung. Wie in einem Gulag durch das Kapo-System.

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nofreemen 22.08.2019, 11:41
3. zynisch

Es gibt Leute die sind sich für nichts zu schade. Hauptsache man verdient daran. Wie lange noch?

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I van S 22.08.2019, 13:34
4. Erzählen Sie das mal den Managern

Zitat von narendranar
Die Rechnung geht nicht auf.
Da haben wohl alle bisher falsch gerechnet... Und in den letzten 30 Jahren völligst falsche Erfahrungen gesammelt...

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_annoyed 26.08.2019, 15:05
5. Wie bitte?!

Der Beschreibung nach ist diese Serie rassistisches Chinesen-Bashing kombiniert mit dem blatanten Versuch, Ausländern Geschäftspraktiken und Bedingungen in die Schuhe zu schieben, die die USA quasi erfunden hat.

Leute, die in der Automobilindustrie 1980 30$ verdient haben und heute nur noch 12$? Das ist bei allen amerikanischen Automobilherstellern die Regel. Es waren US-Firmen mit US-amerikanischen Managern, die erst so viele Arbeitsplätze wie möglich nach Mexiko ausgelagert haben, und so u.A. Autostädte wie Detroit in Ruin, bittere Armut und Kriminalität getrieben haben, und sie jetzt nach und nach zu einem Hungerlohn (und gegen großzügige Subventionen und Steuererleichterungen) zurückholen.
Es sind US-amerikanische Firmen die systematisch die Löhne der unteren 50% gesenkt haben bis auf ein Niveau, auf dem ein Job nichtmal mehr zum Überleben reicht. Es waren von den Reichen und den Top-Managern unterstützte Politiker wie Reagan und Bush, die Steuern für die Reichen gesenkt haben und Sozialleistungen für die Armen. Die Gewerkschaften bekämpft haben, alles, was nicht niet- und nagelfest war privatisiert haben, die Krankenversicherungen heruntergefahren haben...

Und es war Obama, der trotz seiner luftigen Versprechen bis auf seine Gesundheitsreform so gut wie nichts bewirkt hat.
Und jetzt steht er hinter einem Machwerk, das behauptet, die *Chinesen* hätten den amerikanischen Traum, Arbeitnehmerrechte, und die Mittelschicht auf dem Gewissen?
Sorry, aber das klingt eher nach FoxNews und Trump. Aber die meisten Demokraten sind ja auch eher Republikaner light. Der selbe neoliberale Kapitalismus bei 80% weniger Rassismus.

Wundert mich eigentlich, dass der Spiegel darüber so unkritisch berichtet...

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_annoyed 26.08.2019, 15:16
6.

Zitat von Galluss
"Früher, als hier noch GM Autos baute, habe ich 29 Dollar in der Stunde verdient." Über die positiven Aspekt einer Industrieansiedlung wird hier in der üblichen Tendenz nicht berichtet. Dabei sind Arbeitsplätze und Betriebssteuern das, was jeden Politiker veranlasst, bei Unternehmen die Klinken zu putzen, damit sie Fabriken in seiner Region bauen. Ein Politiker, der die Mafia-Gewerkschaften der USA vertritt, hat nicht den richtigen Umgang. Mir ist bekannt, dass die Belegschaft im neuen VW-Werke in Chattanooga (Tennessee) nicht die "Unions" wollte, weil sie dadurch von der Mafia ausgepresst werden. Nur VW wollte. Weil eine von der Mafia disziplinierte Arbeiterschaft bequemer ist. Diese Prinzip verfolgte schon Henry Ford in den 20-er Jahren, der mit seinem Sicherheitschef Harry Bennett die Belegschaft regelrecht terrorisierte. In Deutschland gibt es durch die mit Aufsichtsratspöstchen und hohen Stellungen gekauften Gewerkschaften ähnliche Tendenzen in den Betrieben. Es geht nicht um Interessenvertretung der Arbeitnehmerschaft, sondern um Disziplinierung. Wie in einem Gulag durch das Kapo-System.
Genau!!!
Gewerkschaften sind Mafiazeugs, Arbeitermitbestimmung ist Kommunismus, und Gehälter über dem Mindestlohn sind Verrat an der Demokratie.

Deshalb, und nur deshalb zieht es die Konzerne ja in so demokratische, gesetzestreue und menschenfreundliche Staaten wie Mexiko, China, Panama, Bangladesh, Saudi Arabien und Kasachstan.

Nein, das Gegenteil ist wahr. Ohne starke Gewerkschaften mit transparenten und demokratischen Entscheidungsprozessen wird der Lohnanteil zugunsten von Gewinnen immer kleiner. Und weil Steuern, Krankenkassenbeiträge und Rente fast auschließlich von Arbeitseinkommen bezahlt werden, reißt das Staat, Altersversorgung und Krankenkassen langfristig mit in den Abgrund. Bereits heute verdienen 40% der Menschen so wenig, dass sie im Alter auf Grundsicherung angewiesen sein werden. Die Reallöhne sind über 15 Jahre stagniert, während sich die Gewinne verdoppelt haben. Eben auch, weil die meisten Gewerkschaften keine ordendliche Arbeit mehr machen, während die, die noch einen Rest von Kampfgeist haben von den Massenmedien als Sprachrohr ihrer superreichen Besitzer (z.B. Bild und Welt) und Leuten wie Ihnen schlechtgeredet, und von Parteien wie der CDU bekämpft werden.

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