Forum: Kultur
"Wo kommst du her?": Der ethnische Ordnungsfimmel
RTL/ Stefan Gregorowius

Wer sich über die Wo-kommst-du-her-Frage ärgert, bekommt zu hören: Das sei bloß Interesse. Aber wenn dann etwa Dieter Bohlen "Herne" als Antwort nicht reicht, zeugt das von einem problematischen Herkunftskonzept.

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goethestrasse 23.02.2019, 15:50
1.

Entweder wir mache alle auf GLEICH oder es gibt eben Unterschiede und wir sind nicht alle GLEICH.

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dosmundos 23.02.2019, 15:54
2.

Warum das Interesse an den ethnischen Wurzeln eines Gesprächspartners in irgendeiner Weise bedeuten sollte, dass man dem Gegenüber das “wahre Deutschsein” abspricht, erschließt sich mir nicht.

Meine halbmexikanischen Kinder jedenfalls haben genug Selbstbewusstsein, um keine Zweifel an ihrer Nationalität UND ihren Wurzeln zu haben...

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wasistlosnix 23.02.2019, 15:57
3. Kenne ich auch

Wenn ich dann sage Stuttgart dann kommt die Frage und wo da genau. Wahrscheinlich kennen sich Menschen geografisch besser in der näheren Umgebung auf.
Man fühlt sich auch als Schwabe nicht als Deutscher akzeptiert. Den Sachsen geht es wahrscheinlich noch schlimmer.
Es ist ja schon mal eine Errungenschaft das man nicht mehr nach dem Dorf gefragt und eingruppiert wird.
Wichtig wäre das Menschen keine Mauern in Ihre Köpfe bauen. Der Moslem, der Katholik, der Sachse, der Italiener, der Münchner, der Bauer. Das sind alles nur Bezeichnungen und keine Definition wie der Mensch vor einem ist.

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basileus97 23.02.2019, 16:03
4. Identität

Wie soll sich jemand mit Deutschland identifizieren wenn einem immer eingeredet wird man sei nicht von hier?

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user1000 23.02.2019, 16:04
5. Bohlen hat nicht gut gefragt, es geht um ein Kind

Aber überall auf der Welt wird man gefragt woher man stammt. Das ist doch ganz normal.

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ralf12012019 23.02.2019, 16:07
6. Wo ist da ein Problem?

Ich frage Leute auch ständig, wo sie her sind. Wobei ich das mit meiner Erfahrung nach 3 Sekunden weiß, wenn sie das Maul auf machen. Das ist ein völlig natürlicher Prozeß. Ich bewerte nämlich Menschen dadach, wo sie herkommen.

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noalk 23.02.2019, 16:09
7. Eine Generationenfrage

Das Migrationsphänomen hat in Deutschland gerade mal vor etwa zwei Generationen begonnen. Das ist etwa doppelt so lange her wie der Fall des Eisernen Vorhangs. Soziokulturelle Veränderungen benötigen nun mal ihre Zeit, bis sich die Allgemeinheit daran gewöhnt hat. Was Dieter B. betrifft, so hat er es mit seinem Insistieren reichlich übertrieben. Solches Nachbohren stellt aber nach meiner Erfahrung eher die Ausnahme dar. Übrigens: Es kommt gelegentlich vor, dass ich auch Deutsche (ohne Migrationsvordergrund) nach ihrer Herkunft frage, so wie auch ich danach gefragt werde.

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spon-facebook-10000332039 23.02.2019, 16:10
8. Ich bin von der Erde ^^

Schöner Artikel ^^ ich wünsche mir ebenfalls dass wir uns irgendwann als das erkennen was wir alle sind, Menschen. Und dass der Rest wandelbar ist.

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remixbeb 23.02.2019, 16:11
9. absolut richtig

Auch, wenn es keine große Neuigkeit ist. Danke für den Artikel. Bei mir ging es bereits in der Grundschule damit los und hat nie aufgehört. Nur, weil ich eine italienische Mutter habe, aber am Namen klar als vermeintlich "nicht-deutsch" erkennbar bin. Für ein Kind nicht wirklich einfach, wo man eigentlich "doch nur dazu gehören" will. Diese Erlebnisse haben mich jedoch für mein Leben geprägt und haben zu einem eher ambivalenten Gefühl gegenüber meinem Land geführt. Auch, wenn ich an den USA nicht viel toll finde. Wie angenehm war es, als ich dort von einer jungen Frau nach ein wenig Smalltalk auf eine Party eingeladen wurde und sie super überrascht war, als ich entgegnete, an dem Abend ginge mein Flieger zurück nach Deutschland. Sie war absolut davon überzeugt, dass ich amerikaner bin (und das trotz einem sicher vorhandenen Akzent).

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