Forum: Kultur
"Wo kommst du her?": Der ethnische Ordnungsfimmel
RTL/ Stefan Gregorowius

Wer sich über die Wo-kommst-du-her-Frage ärgert, bekommt zu hören: Das sei bloß Interesse. Aber wenn dann etwa Dieter Bohlen "Herne" als Antwort nicht reicht, zeugt das von einem problematischen Herkunftskonzept.

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amalgam 23.02.2019, 17:33
100. Übertrieben

Ich halte es für nicht korrekt, das ganze als deutsches Problem zu definieren. Als in der Türkei geborener Schwede oder als in den USA geborener Asiate werden Sie dort genau die gleichen Fragen zu hören bekommen. Und ich kann Ihnen versichern, dass dabei nicht jedesmal Argwohn ob der fehlenden Wurzeln im Spiel ist, sondern schlicht Interesse an der anderen Abstammung. Die ist nämlich meistens wesentlich spannender als die des Standard-Inländers...

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sekundo 23.02.2019, 17:34
101. Dieser oberpeinliche

Pop-Opa, der nicht alt werden kann, sollte
endlich in Rente gehen und sein ordinäres
Plappermaul halten!

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Stäffelesrutscher 23.02.2019, 17:34
102.

Zitat von Smarty01
Und entsprechend neugierig bin ich dann auch, wie es die jeweilige Person bzw. ihre Vorfahren hierher verschlagen hat. Ich finde, dass dies durchaus ein guter Einstieg in ein Gespräch ist, abgesehen natürlich von Wetter ;-).
... bei einer Fünfjährigen???

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jeby 23.02.2019, 17:34
103.

Die meisten Deutschen mit Migrationshintergrund denen ich bisher begegnet sind, haben von ganz alleine erzählt, dass sie Pole, Türke, Italiener, Albaner, etc. sind. Sie schienen Stolz auf ihre Herkunft zu sein. Ich frage mich wirklich, wo all die Deutschen mit Migrationshintergrund sind, die sich selbst als 100 % Deutsche ansehen.

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shotaro_kaneda 23.02.2019, 17:34
104.

Der Kommentar Nr. 2 triffts ganz gut. Wenn sie aus Bayern, Sachsen oder von der Küste kommen und in irgendeinem Bundesland außerhalb arbeiten, dann werden sie von Kollegen und Co. auch gefragt, wo sie herkommen. Und wenn sie dann sagen aus Köln, muss man dann auch seinen halben Lebenslauf erzählen (wenn man den will). Nicht umsonst sprechem viele auch von Ur-Berliner, Ur-Hamburger und Ur-Kölner oder Ur-Dresdner. Man wird dann auch nicht als Neuankömmling als einem dieser Stadt zugehöriger akzeptiert. Nichtmal in zweiter Generation, da die Eltern ja aus ... sind. (Man schaue sich nur die Schwaben in Berlin an). Ich glaube auch nicht, dass wir da in Deutschland allein dastehen. Vielleicht verwächst sich dies irgendwann, vielleicht auch nicht. Wenn man genug Selbstbewusstsein hat ist es zumindest kein Problem. Aber wahrscheinlich spielt das ganze in ein zwei Generationen schon keine Rolle mehr.

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sekundo 23.02.2019, 17:36
105. Seltsam!

Zitat von ralf12012019
Ich bewerte nämlich Menschen dadach, wo sie herkommen.
Ich bewerte (wenn mir das überhaupt gestattet
ist) Menschen nach Ihrem Charakter!

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Stäffelesrutscher 23.02.2019, 17:36
106.

Zitat von benaulcar
Ich bin 61 Jahre alt, Deutscher und trage einen langen Portugiesischen Nachnamen. Die Frage wo ich her komme wird mir oft gestellt. Sie stört mich nie. Dafür bin ich viel zu selbstbewußt. Vielleicht hilft mir dabei meine klare und deutliche Anerkennung der Christlichen Gemeinschaftswerte, mein Respekt vor meiner Heimat Deutschland und der Menschenrechte. Die Frage an sich, ergibt ja auch die Möglichkeit über mein Herkunftsland zu sprechen und dabei mögl. Gemeinsamkeiten auszuloten ( „ oh, da waren wir schon mal“ ). Wer sich in Deutschland in die Gesellschaft integriert, kann mit solchen dämlichen Unterstellungen wie die der Fr. Ataman nix anfangen. Auch das, nebenbei bemerkt, ist eine Form von Diskriminierung.
Sie sind 61. Melissa ist fünf. Macht das für Sie keinen Unterschied?

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g.eliot 23.02.2019, 17:36
107.

Zitat von derHamlet
Guten Tag licht_und_schatten, eine solche Frage ist uninteressant und irrelevant , weil sie nichts mit dem Individuum zu tun hat, zumal am Anfang einer Unterhaltung. Was soll sie sagen, außer aus Herne?
Es war kein "Anfang einer Unterhaltung", sondern die junge Kandidatin hatte sich dabei vorgestellt. Es ist üblich, dass man dabei das Herkunftsland angibt. Das kleine Mädchen war im Vorschulalter, verstand die Frage nicht und war damit überfordert.

Süäter sah man, dass ihre Familie und Freunde im Publikum saßen, die Damen trugen alle einen Thai Sarong.

Ich schaue die Sendung mit meiner Tochter und habe noch nie beobachtet, dass Bohlen ausländerfeindlich wäre. Man kann ihm höchstens zum Vorwurf machen, dass er das kleine Mädchen überforderte, aber dann kann man auch den Vorwurf machen, dass die Eltern ihrer kleinen Tochter die Teilnahme erlaubt hatten.

Der Vorwurf eines rassistisch motivierten Fehlgriffs taugt mMn nichts.

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nesmo 23.02.2019, 17:37
108. Ein Fragen nach der Herkunft

kann ganz verschiedenes bedeuten, man sollte aus Angst vor politischer Unkorrektheit nicht vorschnell biodeutschen Abgrenzungswahn unterstellen. Wenn in Nordeutschland einer mit bayrischen Akzent redet, wird er genauso nach seiner "Herkunft" gefragt wie ein Schwarzafrikaner im Jugend-Fußballklub. Völlig harmlos und berechtigt. Wem solche Fragen peinlich sind, hat von vornherein selbst ein Problem. Schön war, dass die fünfjährige auf Herne bestand. Von Bohlen kann man keine so große Sensibilität verlangen, aber eben auch keine übertriebene politische Korrektheit.

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sunshine422 23.02.2019, 17:37
109. Reist Frau Ataman?

Ich reise beruflich sehr viel und auch privat und damit meine ich nicht in die direkt umliegenden Länder, obwohl man auch dort immer gefragt wird, wo man den her kommt. Herr Bohlen mag wohl nicht bewusst gewesen sein, was er in Frau Ataman hervorruft, wenngleich das Nachhaken sicher etwas daneben war. Nur frage ich mich nun, sind dann die Menschen in den anderen Ländern alles Rassisten und völkisch?
Ich glaube nicht und dies obwohl ich 5 Sprachen fliessend spreche. Aber man sieht mir mit 180 Grösse, blonde Haare und blauen Augen nun an, das ich trotzdem nicht als Asiate, Türke oder Italiener durch gehe. Finde das nicht wirklich schlimm, ausser das versucht wird die Preise für den Fremden zu verdreifachen. Also schalten Sie einen Gang runter.

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